05.11.2011 – "Die Legende von Aang" im DVD-/Blu-ray-Test
„Die Legende von Aang“ wurde bereits am 21. Januar dieses Jahres von Paramout Home Entertainment auf DVD- und Blu-ray veröffentlicht, jetzt hat man noch eine Steelbook-Edition nachgelegt. Seit Mitte Oktober ist die limitierte Sammleredition im Handel erhältlich, was wir zum Anlass für einen Test genommen haben. In der folgenden Film-Rezension erfahren Sie, was wir von der Kinoversion des ersten Buchs von „Avatar: Der Herr der Elemente“ halten. ![]() Facts
Background„Avatar: Der Herr der Elemente“ ist eine Zeichentrickserie, die in drei Staffeln die Geschichte des kleinen Luftbändigers Aang erzählt. Für die Nichtkenner der Serie möchte ich die Geschehnisse kurz aufrollen. In einem kleinen Dorf am Südpol entdecken die junge Wasserbändigerin Katara und ihr etwas schusseliger Bruder Sokka einen Jungen, der in einem Eisblock eingefrohren ist: Aang, der letzte Luftbändiger. Sie befreien ihn und daraufhin versuchen Sie gemeinsam gegen die kriegerischen Feuernation, die die Welt unterworfen hat, vorzugehen. Nur der Avatar, Herrscher aller Elemente, kann den Frieden zurückbringen, und diese schwere Bürde liegt auf den Schultern des erste zwölfjährigen Aang. Doch er findet auch im Verlauf der Serie zahlreiche Freunde, die Ihn bei diesem Vorhaben unterstützen.Die Serie ist unter Zeichentrick- und Animefans ein wahrer Hit und deshalb entschloss man sich ,die Geschehnisse der Serie auch auf die Kinoleinwand zu bringen. 2010 wurde die erste Staffel in einen 99 minütigen Film zusammengefasst. Interessant ist hier, dass bereits während der Dreharbeiten des ersten Films am Skript für die Fortsetzung gebastelt wurde. Damals wusste wohl noch niemand, wohin die Reise des „echten“ Aang geht. Bei der Vergabe der Goldenen Himbeere war der Film nämlich in mehreren Kategorien der Preisträger. "Auszeichnungen“ gab’s für den schlechtesten Film des Jahres, den schlechtesten Regisseur, das schlechteste Drehbuch, den schlechtesten Nebendarsteller und den schlimmsten Einsatz von 3D-Technik. StoryWie auch in der Zeichentrickserie finden Katara und Sokka vom südlichen Wasserstamm eines Tages den verschollenen Avatar. Der kleine Aang, der zugleich der letzte Luftbändiger auf der Welt ist, soll die Menschen vor der Gewalt und der Brutalität der Feuernation retten, und seine Mission beginnt schneller als erwartet. Er wird kurz nach seinem Wiederauftritt auf der Bildfläche von Zuko, den verstoßenen Prinzen der Feuernation, gefangengenommen, doch dem Luftbändiger gelingt die Flucht. Auf Aangs fliegenden Bison Appa machen sich Sokka, Katara und Aang nun auf, um beim nördlichen Wasserstamm das Wasserbändigen zu lernen. Aang ist nämlich als Avatar in der Lage alle Elemente zu beherrschen. Da die Welt aber nicht mehr im Gleichgewicht ist und von der Feuernation tyrannisiert wird, kann Aang nicht den herkömmlichen Weg einschlagen, sondern muss im Verborgenen das Bändigen der Elemente lernen. Beim nördlichen Wasserstamm angekommen, drängt die Zeit. Die Feuernation weiß von den Plänen des jungen Avatars und lässt nicht lange auf sich warten. Wird es Aang gelingen das Wasserbändigen zu erlernen, bevor die Feuernation vor der Türe steht, und welche Rolle spielt Prinz Zuko noch in der Geschichte? Die Antworten darauf erhalten Sie im Film.Bild und SoundEs ist zweifellos nicht einfach, eine Comicverfilmung wie „Avatar: Herr der Elemente“ ins Kino zu bringen. Effekte wie Feuer, Wasser und Wind sind viel leichter gezeichnet als real dargestellt. Doch das bringt M. Night Shyamalan gekonnt auf die Leinwand. Die Effekte der Elementbändiger sehen richtig klasse aus, was auch auf die Schauplätze zutrifft. Der nördliche Luftbändiger-Tempel sieht zum Beispiel ähnlich beeindruckend aus wie die Heimat der nördlichen Wasserbändiger. Auch der fliegende und zottelige Bison Appa wird von den Fans der Serie sofort erkannt. Die Effekte und auch die Sounduntermalung sind wirklich gut. Manche Fans der Serie sprechen von einer oscarwürdigen Musikuntermalung, doch soweit möchte ich nicht gehen.ExtrasNeben dem Film beinhaltet die Blu-ray Steelbook Edition die folgenden Features:
FazitAlles in allem bin ich hin und her gerissen. Der Film hat zweifellos keinen leichten Stand, da er von einer erfolgreichen und weltbekannten Serie abstammt. Die Eckpunkte des ersten Buchs werden vermittelt, doch das Begreifen fällt Kennern der Serie bedeutend leichter als Menschen ohne Vorwissen. In 99 Minuten Spieldauer kann man einfach nicht die Geschehnisse einer kompletten Zeichentrickstaffel transportieren. Meiner Meinung nach hätte aus „Die Legende von Aang“ ein neues „Herr der Ringe“ werden können, in dem mit der Feuernation ein ähnlich übermächtiger Feind wie die Orks und Trolle aus Mordor wartet. Die verzweifelten Kämpfe der Elementbändiger gegen den Unterdrücker hätten auf alle Fälle genügend Stoff für einen epischen Dreiteiler hergegeben, doch leider hat man sich für die Sparvariante entschieden. Schade, hier hätte wirklich etwas großes entstehen können, aber so kann man nur von verschenktem Potenzial sprechen. Action- und Special Effects-Fans werden sicher eine Freude haben mit dem Film. Dennoch hätte man mit einer wirklich komplett erzählten Geschichte mit einer Spieldauer der „Herr der Ringe“-Filme mit Sicherheit mehr Leute ins Kino gelockt und einen riesigen Hype erzeugen können. |
