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Event

23.05.2011 – Das "Tera"-Event von Frogster in Berlin

Wir waren wieder für Sie unterwegs, und dieses Mal hat es uns am 5. Mai nach Berlin verschlagen, genauer gesagt, in das Inner Beach Center in Berlin. Dort wurde uns "Tera" vorgestellt, und nach langem Warten des Embargos wegen dürfen wir Ihnen erst jetzt diesen Report präsentieren!

Die Präsentation

Marco Neubert, der Director of Product PR von Frogster, hat uns vor mehr als 100 Journalisten aus der gesamten Gaming-Branche weltweit den Titel „TERA“ vorgestellt. Die gesamte Präsentation gliederte sich in zwei große Hauptteile: Einerseits bekamen wir eine Präsentation und eine Hands-On-Session spendiert, und zum anderen gab es eine Frage-Antwort-Session zum Bereich Graphics & Features. Die Vision von „Tera“ ist klar: Die Kämpfe in den heutigen MMOs seien zu wenig fordernd, und es ist an der Zeit, hier eine Evolution einzuläuten. Der alte Mechanismus muss weg! So verspricht Frogster mit „Tera“ eine neue Erfahrung in diesem Genre, und dieser Messias hat auch einen klingenden Namen: The Action Combat System.

Das Kampfsystem

Was unterscheidet nun das Kämpfen in „Tera“ von all den anderen MMOs, die es da draußen gibt? Das Spiel hat zunächst einmal eine funktionierende Kollisionsabfrage. Das fügt nicht nur einiges an Realität zum Spielgefühl hinzu, sondern ermöglicht auch einige coole Kniffe. Die dicken Tank-Charaktere beispielsweise, die für den Schutz von schwächeren Teammitgliedern zuständig sind, können die Feindesmassen auch wirklich abblocken. Im Klartext: Wenn ein zwei Meter großer Verteidiger seinen Schild in die Erde rammt, dann kommt auch keiner von den Fieslingen dran vorbei. Auch wurde der Mechanismus des vielgerühmten Ausweichen und Blocken verbessert, denn in „Tera“ ist es nicht so wie in einem „Forsaken World“, dass man sogar auf der Flucht noch von Weitem Schwerthiebe eines Nahkämpfers (!) abbekommen muss. Der nächste Punkt auf der Feature-Liste ist das hoch gelobte aktive Zielen. Zur Zeit sieht es ja so aus, dass man eine Zifferntaste so lange bearbeitet, bis das Monster umfällt. In „Tera“ gibt es aber keine solche Zielerfassung, hier werden Sie als Spieler gleich viel mehr gefordert. Wenn Sie mit dem Fadenkreuz in der Mitte - ja, ganz wie in einem Shooter - auf den Gegner zielen und dabei klicken, treffen Sie. Wenn Sie daneben klicken, verfehlen Sie Ihr Ziel. Darum werden auch kleine flinke Gegner (diese gibt es in „Tera“ Frogster sei Dank nicht so oft) viel nerviger als in anderen Games. Gleichzeitig bedeutet dies aber auch, dass wendige Charaktere im Vergleich zu so manch anderem MMO endlich ihren Wert unter Beweis stellen können. Riesige Endgegner werden so ihre liebe Not mit dem Purzelbaum schlagenden, wieselflink agierenden Fernkämpfer haben!

Aufmerksamkeit ist Pflicht

Mehr noch: Es wird Skillketten geben. Die Kombinationen in „Tera“ sind ungleich fordernder, da Sie immer im Kampf aufmerksam sein müssen und nicht die größte Anzahl an Tastendrucken gewinnen muss. Versprochen wird ein ganz neues Spielgefühl: Taktische Überlegungen werden schon alleine überlebenswichtig, wie wird sich das erst im Team auswirken? Das Wettermodell in „Tera“ sieht jetzt schon sehr gut aus, und die dynamischen Effekte sorgen so richtig für ein angenehmes (oder widerspenstiges) Spielgefühl, ganz wie gewünscht. Das Reisen wird sehr leicht gemacht, dank dem Pegasus-System: Sie fliegen auf einem Pegasus (ein geflügeltes Pferd, falls das Ihre Frage gewesen wäre), wie andere in einem Zug auf Schienen von Ort zu Ort kommen. Egal, ob Teleport, Maschinen oder fliegende Reittiere: Das wird wohl nicht der große Verkaufspunkt von „Tera“ sein. Wohl eher punktet das Spiel mit seiner Vielfalt, denn da - wie vorhin erwähnt - das Ausweichen sehr wichtig ist, können alle Klassen eine Art Rettungsrolle durchführen. Auch die so wichtige automatische Lebensregeneration ist mit von der Partie, und darüber hinaus gibt es immer wieder Vorschläge für Skillketten. Hier ist das Timing wichtig, denn wenn Sie einmal im falschen Augenblick klicken sollten, ist die Kette dahin und Ihr Schadensbonus gleich Null. Wir sind gespannt, wie dieses Feature im fertigen Spiel aussehen wird!

Dumm und Dümmer, oder doch nicht?

Die gegnerische KI soll laut den Aussagen der Entwickler „unglaublich anders“ sein. Nun, das haben wir schon mal gehört (bei „Brink“, „Deus Ex: Human Revolution“, Call of Duty: Black Ops“ beispielsweise). Die gegnerischen Einheiten sind komplett dynamisch berechnet, verhalten sich somit völlig unterschiedlich und können somit auch nicht vorher berechnet werden. Alles, was Sie an Hinweisen erhalten, ist das Gebärden des Gegners: Wenn sich also ein Stier kampfbereit macht und den Kopf senkt, wissen Sie, dass Ausweichen angesagt ist. Oder wenn sich ein riesiger Drache majestätisch aufbaut und sein Bauch anschwillt, könnte es sein, dass er die eingesaugte Luft mit ein wenig Feuer wieder ausspuckt! Die altbekannten Bossphasen sind in „Tera“ mitimplementiert worden, und das Fiese ist: Die Feinde können sich auch heilen! In Verbindung mit dem dynamischen Intelligenzsystem sind wir schon gespannt, wie das aussehen wird. Ob einzelne Kämpfe minutenlang dauern werden oder ob die KI dennoch keinen Unterschied macht, werden wir erst beim Release sehen. „Tera“ ist auch über einen Controller komplett spielbar, davon konnten wir uns beim Hands-On gebührend überzeugen. Allerdings ist für MMO-Veteranen noch immer die Maus+Tastatur-Kombination vorzuziehen, da das Zielen noch um ein Quäntchen besser reagiert und auch das Spielgefühl immersiver ist. Allerdings muss man im selben Atemzug feststellen, dass „Tera“ sich auch mit einem Controller hervorragend steuert und so auch das Zeug zu einem Konsolentitel hätte. Ist da etwas geplant? Wir werden es erleben...

Die Klassiker-Klassen

Die Quest Hubs, also die Hauptorte, von denen alle Aufgaben erreichbar sind, sind auch wieder mit von der Partie, und sowohl dort als auch in der Wildnis haben sich die Macher von „Tera“ etwas Besonderes einfallen lassen: Lagerfeuer! Während Sie beim handelsüblichen Lagerfeuer mehr Regeneration für Ihre Gesundheitspunkte erhalten, können die stärkeren Charaktere dem Team und somit dem Allgemeinwohl auch schon mal dienlich sein. Bestimmte Ingredienzien können in das Feuer geworfen werden, und dort profitiert jeder Umstehende von den netten Zusatzeffekten. Mehr Schaden, mehr Verteidigung, schnellere Bewegung, kürzere Regenerationszeiten, bessere Ketten - was Ihnen auch einfällt, in „Tera“ können Sie solche Zauber auf Ihre Teammitglieder wirken. „Tera“ besitzt ebenso ein einzigartiges Universum. Die Rassen in „Tera“ sind wie folgt: Hochelf, Baraka, Popori, Elin, Aman, Castanic und Human. Die wählbaren Klassen wiederum sind: Warrior, Lancer, Slayer, Berserker, Sorcerer, Archer, Priest und Mystic. Hier geht es schon etwas heftiger zu: Während der Warrior der typische Schadensausteiler ist, wird der Lancer gern als Verteidiger genommen. Der Slayer ist der herkömmliche Schurke, und der Berserker wird wie in jedem Spiel seinem Namen gerecht. Der Sorcerer ist der Magier aus dem altbekannten Elfenbeinturm, wohingegen der Archer den naturgeprüften Waldläufer à la Aragorn darstellt. Der Priest ist die einzige reine Heilerklasse im Spiel, darum wird diesen Spielern auch eine hohe Bedeutung zugemessen, wohingegen der Mystic ein Zwitterwesen zwischen Heiler und Nekromant ist. Ob diese Klasse wirklich die Mächte zwischen Leben und Tod meistern kann oder nur ein Hans Dampf in allen Gassen ist, wird sich ebenfalls erst in der finalen Releaseversion herausstellen.

Mehr von vielem, alle gegen alle

In „Tera“ haben Sie eine Menge an unterschiedlichen Landschaften zu sehen, so gibt es beispielsweise Landstriche, die etwa den Niederlanden nachempfunden worden sind oder einen archetypischen Strand. Doch das Urlaubsfeeling währt nicht lang, denn genauso kommt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein äußerst dichter Wald („Final Fantasy X“ - oh Macalania) sowie das römische Kolosseum in einer Neuinterpretation auf Sie zu. Darüber hinaus erwarten Sie die typischen Maya-Tempel, Schneelandschaften, eine prunkvolle Stadt so wie die Kaiserstadt in „The Elder Scrolls IV - Oblivion“, eine optisch wirklich ansprechende Wasserfall-Stadt, und und und ... ja, die Unreal Engine 3 macht ihre Arbeit sehr gut. Auch im Player versus Player-Bereich wurde geklotzt und nicht gekleckert, hier dürfen Sie eigene Errungenschaften, spezielle Aufgaben sowie ein ganzes Wirtschaftssystem in Angriff nehmen. Darüber hinaus gibt es 5 gegen 5-Kämpfe, 10 gegen 10-Kämpfe, ein klassisches Deathmatch bis zum Tod, den Domination-Modus mit Stützpunkten und den King of the Hill-Einsatz, bei dem Sie Punkte einnehmen und verteidigen müssen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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