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14.04.2011 –
Interview mit American McGee zu "Alice: Madness Returns"
Wir haben uns in London mit American McGee (AM) Chef des Studios Spicy Horse und für „Alice: Madness Returns“ verantwortlich, getroffen und ihm einige Fragen stellen dürfen.GXP: Was war dein liebster Moment bei der Arbeit an „Alice: Madness Returns“?AM: Der Projekt war insgesamt sehr angenehm, es gab nicht viel Drama. Und auch, wenn es viele Momente gab, in denen es zu Schwierigkeiten kam, bleibt es insgesamt positiv in Erinnerung. Der beste Moment war wahrscheinlich das Fertigstellen des Spiels und das nicht, weil die Arbeit mühsam war, sondern weil es ziemlich historisch ist, dass ein chinesisches Entwicklerteam einen Triple-A-Konsolentitel von Anfang bis zum Ende entwickelt hat. Das macht mich sehr stolz und ich weiß, das es dem Team genauso geht!GXP: Wie war die Arbeit mit einem chinesischen Team? Ist die Arbeit anders, als mit Europäern oder Amerikanern?AM: Es war schon das zweite Projekt des Teams, das heißt, wir arbeiten nun mittlerweile viereinhalb Jahre zusammen und es fühlt sich fast ein bisschen wie Familie an. Wir legen sehr viel Wert auf hohe Lebensqualität für unsere Mitarbeiter und haben ein Team aus internationalen Entwicklern versammelt. Nicht nur Leute aus China, sondern auch aus Frankreich, England, Australien, Polen, Nepal und natürlich den USA sind dabei, ein netter Mix aus Entwicklern aus der ganzen Welt. Es kommt nicht darauf an, wo das Team arbeitet, es braucht Erfahrung und Qualität, um so ein Spiel entwickeln zu können. Mit einem Team wie diesem zu arbeiten macht immer Spaß.GXP: Kam es vor, dass Entwickler manchmal unter den Schreibtischen schlafen mussten, damit das Spiel endlich fertig wird?AM: Wir hatten Glück, wir konnten diese Situationen vermeiden. Nur in den letzten Wochen der Fertigstellung, der sogenannten Crunch-Time, war der Arbeitsaufwand sehr intensiv, aber keiner musste unter seinem Schreibtisch schlafen. Es gibt ein kleines Kernteam aus zehn Entwicklern, die den letzten Schliff am Spiel vorgenommen haben, und selbst für sie war das Ausuferndste die Arbeit an den Wochenenden, wirklich keiner musste im Büro schlafen.
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