12.04.2011 – Interview mit "SOCOM: Special Forces" Lead Designer Travis Steiner
Wir haben uns in München mit Travis Steiner (TS) Lead Designer bei Zipper Interactive und für „SOCOM: Special Forces“ verantwortlich, getroffen und ihm einige Fragen stellen dürfen.GXP: „SOCOM: Special Forces“ ist das siebente Spiel der Reihe, woher nahmen Sie die Inspiration für den neuen Titel?TS: Das „SOCOM“-Franchise hat bereits viele Orte rund um den Globus besucht und ich glaube, uns war es wichtig, diesmal einen Ort zu habe, den wir in jüngster Vergangenheit nicht verarbeitet haben. Dieser Bereich rund um die Straße von Malakka war etwas ganz Neues für uns. Unsere Inspiration war es, etwas Einzigartiges zu machen, das sich von den anderen Spielen am Markt abhebt, etwas Neues bringt und im Franchise noch nicht vorkam. Als wir uns die Region in Südostasien angesehen haben, haben wir uns gedacht, manche Locations passen toll für das neue „SOCOM“. GXP: Im Spiel gibt es einen weiblichen Soldaten, Forty-Five. Wie passt sie ins Spiel?TS: Eine weibliche Special Forces-Soldatin im Spiel zu haben, ist etwas sehr Spannendes, da es in echt auch bereits viele Spezialeinheiten gibt, in denen weibliche Soldaten dienen. Ich habe einen Artikel über diese Soldatinnen gelesen und war wirklich beeindruckt, wozu sie fähig sind und dachte mir, das wäre toll für das Spiel.GXP: Das Team hat fünf Mitglieder, Spieler können aber auch Airstrikes anfordern. Wird mehr Militär zu sehen sein oder bleibt es beim Team und den Airstrikes?TS: Es gibt Momente im Spiel, in denen andere Friedenstruppen zu sehen sein werden. Manche kommen gleich zu Beginn, in der ersten Mission, ums Leben. Später, im weiteren Verlauf der Kampagne bekommen Sie ein paar kleine Eindrücke über andere Überlebende. Die Airstrikes selbst haben eine Besonderheit, da sie einen weiteren Charakter betreffen, Codename Oracle. Sie ist an Bord eines havarierten Flugzeugträgers und verfügt über begrenzte Airstrike-Möglichkeiten. Im Lauf der Kampagne nutzt der Commander Oracle auch als Informationsquelle zu Feindbewegungen.GXP: Können Mitglieder des Teams sterben?TS: Sie können sterben, falls das passiert, ist die Mission aber gescheitert. Eine Sache, die Spieler machen können, ist Teammitglieder zu heilen oder sich gegenseitig heilen zu lassen. Wenn einer zu Boden geht, sollten der Bereich mit Sperrfeuer gesichert werden, damit sich einer um den Verletzten kümmern kann. Sollten Sie aber nicht innerhalb einer bestimmten Zeit dort sein, kann der Kamerad sterben und die Mission ist gescheitert.GXP: Wie war die Zusammenarbeit mit echten Spezialeinheiten und wie wurde das fürs Spiel umgesetzt?TS: Wir haben viel recherchiert, um zu wissen, wie die Spezialeinheiten aussehen, das war die Hauptmotivation. In den Staaten hat Zipper Interactive eine gute Beziehung mit den U.S. Navy Seals, da wir bei früheren „SOCOM“-Spielen bereits mit ihnen zusammengearbeitet haben, sie waren unsere Hauptansprechpartner. Und dank des Internet sind sehr viel Informationen zu Spezialeinheiten öffentlich zugänglich. Der Fokus lag aber auf dem optischen Effekt. Deutsche Einheiten sollten die Ausrüstung deutscher Truppen haben und auch erkennbar sein. Das Gameplay sollte aber gleich bleiben, damit die Balance des Spiels in den verschiedenen lokalisierten Versionen gleich bleibt. |