10.08.2010 – Die Zukunft der Smartphones
Die Zukunft der SmartphonesSmartphones erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und sind mittlerweile in aller Munde. Eine aktuelle Studie von Frost & Sullivan (Klick Mich) mit dem Titel „The Race of Smartphones, What Next? Impetus in OS and Technology Innovation in Smartphones“ zeigt, dass der Markt in diesem Bereich trotz des generellen Konjunkturrückgangs starke Zuwachsraten verzeichnen kann. Das liegt mitunter am Interesse der Kunden für neue und innovative mobile Endgeräte. Laut der von Frost durchgeführten Studie wurden bis Ende 2008 147,8 Millionen Smartphones in Nordamerika, Europa, Lateinamerika und der Asien-Pazifik-Region vertrieben. Das ist, gemessen an den Zahlen für normale Handys, zunächst kein hoher Wert, alleine in Europa gibt es bereits mehr Handys als Einwohner, es wird aber prognostiziert, dass es bis 2014 einen Anstieg auf 442,9 Millionen Stück geben wird, wobei 85,4 Millionen auf die Region Westeuropa ausfallen. Dominieren werden den Markt dabei weiter die traditionell großen Anbieter, wobei es zu einer vermehrten Zusammenarbeit zwischen den Herstellern kommen wird. Die Anbieter neuer Technologien werden dabei weiter zu den Trendsettern gehören, wie das auch schon bei Apple's iPhone der Fall gewesen ist, mit dem der Smartphone-Markt ja erst so richtig durchstartete.Ein weiterer entscheidender Punkt der zum Kauf der schlauen Mobiltelefone motiviert, ist die immer größer werdende Bandbreite an zusätzlicher Software, sogenannter Apps, die den Funktionsumfang der Handhelds ausbauen. Aber nicht nur Programme, die vor allem die mobile Kommunikation, Stichwort E-Mail und Mobiler Internet-Browser, erleichtern, sondern auch die zahlreiche Spiele, die Handys mittlerweile zu richtigen Spielkonsolen werden lassen, tragen einen Großteil zum Verkaufspotenzial der Smartphones bei. Sieht man sich die Downloadzahlen der Anbieter etwas genauer an, wird das sofort erkennbar. Die Zahlen gehen derzeit in die Milliarden und jeden Tag kommen neue kleine Programme und Spiele in die verschiedenen Stores. Das die App-Stores der verschiedenen Anbieter einen starken Einfluss auf den Markt haben und ihn auch mitbestimmten, weiß auch Savio Romero, Senior Industry Analyst bei Frost & Sullivan ICT Group Europe. „Ihr Einfluss war enorm. Sie haben den Markt für mobile Inhalte durch ein einfaches Modell und die Schaffung eines Ecosystems von Anbietern, die den Store mit Applikationen, neuen Ideen und Angeboten bereichern, neu geordnet.“ Die Möglichkeiten mit Smartphones mobile im Internet zu surfen und unterwegs E-Mails zu schreiben und zu empfangen stellt natürlich auch hohe Anforderungen an das Handynetz. Hier profitieren die Geräte von neuen Netzstandards, Stichwort UMTS und 3G und immer besseren Abdeckungsraten. Um auch in Zukunft hohe Geschwindigkeiten für mobiles Internet zu gewährleisten, wird an neuen Technologien gearbeitet. Es existiert bereits ein neuer Standard, in den Netzbetreiber weltweit zu investieren beginnen. LTE (long term evolution) gilt als Nachfolger von UMTS, da es nutzt den zur Verfügung stehenden Frequenzbereich besser aus, was Downlink-Raten von bis zu 100Mbit/s ermöglichen und auch im Uplink deutlich schneller sein soll. Das wird vor allem für mobiles Gaming entscheidend sein. Auch Savio Romero ist überzeugt: „LTE ist die mobile Kommunikationstechnologie, welche die Konnektivität auf ein hohes Level an Qualität und Geschwindigkeit bringen wird.“ Entscheidend für eine starke Positionierung am Markt wird hier das Investment der Netzbetreibern sein. Ein Punkt, der den Umsatz mit Smartphones aber weiter stark beeinflussen wird, ist das Absinken der durchschnittlichen Verkaufspreise für die Endgeräte. Im hart geführten Konkurrenzkamp zwischen den Netzwerk-Betreibern, wird mit günstigen Angeboten um Kunden geworben, was an sich hochpreisige Geräte für Jedermann erschwinglich macht. Weiters übt der Wettbewerb zwischen den Betriebssystemen und Geräte-Herstellern selbst einen starken Einfluss aus. Hier gilt es natürlich Apple und Google zu beobachten. Auch wenn Apple, vor allem bei den App-Downloads, noch die Nase vorne hat, verringert sich der Abstand zu Android immer mehr. Nicht vergessen werden dürfen aber die anderen Hersteller wie RIM, Nokia oder Microsoft, die vielleicht vom Kampf der beiden großen profitieren können. FazitDie Zukunft wird zeigen, wer seine Umsätze weiter hoch halten kann. Entscheidend werden hier weiter die Punkte Innovation und Produktdiversifizierung sein. Hersteller von Geräten mit umfassenden Möglichkeiten wie GPS-Einbindung, die Integrierbarkeit von Apps, WLAN und so weiter, werden weiter die Nase vorne haben. „Die Konsumentennachfrage verschiebt sich immer mehr in Richtung einer komplexen und reichhaltigen Mischung aus mobilen Kommunikations-, Unterhaltungs- und Produktivitätsdiensten. Und dafür sind Smartphones genau die richtigen Geräte“, bemerkt Romero abschließend. Die Verbindung aus mobilem Telefon, Spielkonsole und mobilem Internet kombiniert alle derzeit Kundenfreundlichen Funktionen. Bestes Beispiel sind die sozialen Netzwerke, kaum ein Hersteller verzichtet auf die werksseitige Einbindung dieser Applikationen. |