03.06.2010 – Die nervigsten Dinge Teil 3
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Von gequältem Lächeln über ungläubiges Staunen bis hin zu verzweifeltem Haare raufen und wütendem Schnauben – diese Ärgernisse bringen Spieler-Emotionen zum Überkochen! 1. Begleitmissionen Warum nur sind ausgerechnet die Nichtspielercharaktere, die es zu beschützen gilt, meist erstens strohdumm und zweitens am liebsten mittendrin im Kugelhagel? Berühmt-berüchtigt ist zum Beispiel Ashley Graham aus „Resident Evil 4“, der Spielcharakter gewordene Blondinenwitz. Die junge Dame stirbt – ständig. Und löst damit von frustriertem Gejammer bis hin zu lautstarkem Fluchen so ziemlich jede mögliche negative Gefühlsregung eines Spielers aus. 2. Unsichtbare Levelgrenzen Wo ein Wille, da ein Weg – das gilt nicht für Games. Gerade Open-World-Spiele möchten mit riesigen erkundbaren Gegenden auftrumpfen und verzichten daher auf sichtbare Begrenzungen wie steile Felsklippen oder einen reißenden Fluss. Ohne erkennbaren Grund geht’s plötzlich einfach nicht mehr vorwärts. In einigen Teilen der „Tony Hawk’s Skateboarding“-Serie geht diese Unsitte so weit, dass der Skater von seinem Board springt – Fehlermeldung und neuer Startpunkt inklusive. 3. Immergleiche und schlauchartige Levels Nicht genug mit sich stark ähnelnden, langweiligen Nebenmissionen im ansonsten großartigen „Mass Effect“, auch an den Levels krankte der erste Teil der Trilogie. Die Innenbereiche auf den unzähligen Planeten glichen sich in Aufbau, Ausleuchtung und Einrichtung wie ein Ei dem anderen. Für die Fortsetzung haben sich die Entwickler die Kritik zu Herzen genommen und auch die Orte der Nebenmissionen von Hand designt. Langweilig präsentieren sich außerdem Levels, die dem Spieler keine Möglichkeit zum Ausweichen oder Erkunden abseits des Wegs geben. Zu sehen zum Beispiel in „Final Fantasy XIII“, wo öde Schlauchlevels regieren. 4. Schlechte Kameraführung Wer kennt das nicht: Der Held hangelt sich eine Wand entlang, schwingt an einem Seil über den Abgrund, um dann im richtigen Moment den Absprung zur sicheren Kante zu erwischen. Doch halt, genau in dem Moment verdeckt eine Säule die Spielfigur, die wahlweise in kochende Lava, Hunderte Meter tief auf solides Gestein oder eine tödliche Falle segelt. „Lara Croft“-Spieler wissen, was gemeint ist. In engen Räumen (und daher besonders Rollenspielern aus Dungeons) bestens bekannt ist die Kameraposition, die nicht das Spielgeschehen sondern lediglich einen Feind in Nahaufnahme zeigt – am besten in der Rückenansicht. Auch hier ist oftmals der plötzliche Bildschirmtod die Folge, schließlich sind Reaktion und Ausweichen ohne Überblick über das Geschehen eher schwierig zu bewältigen. 5. Missionen unter Zeitdruck Wer „StarCraft II“ im Multiplayer zockt, steht unter enormem Druck, schnell zu denken und zu handeln. Wer „New Super Mario Bros.“ anwirft, weiß um die begrenzte Zeit. Doch auch Genres wie Aufbaustrategie oder Adventure beinhalten Missionen unter Zeitdruck, was allerdings meist schiefgeht. Schließlich hat kaum jemand Lust, den Weg durch den ohnehin nervigen Tempel in „The Legend of Zelda: Phantom Hourglass“ noch gestresster antreten zu müssen. Und als George Stobbart in „Baphomets Fluch IV: Der Engel des Todes“ binnen weniger Minuten eine Bombe entschärfen soll, haben wohl nicht wenige Spieler eine unerfreuliche Explosion erlebt. Mehrmals. 6. Wasser Geflutete Levels rauben zahlreichen Spielern den Verstand. Die Probleme reichen von zu geringen Luftreserven und dem häufig daraus resultierenden Tod über die langsame Fortbewegung bis hin zu den schlechten Verteidigungsmöglichkeiten und dem unübersichtlichen Levelaufbau. Besonders betroffen sind die Klassiker unter den Spielen: ob „Donkey Kong“-, „Super Mario“- oder „Zelda“-Reihe – unter Wasser hört sich der Spaß auf. 7. Fehlender gesunder Menschenverstand In zahlreichen Actionspielen zum Beispiel wie folgt anzutreffen: Bis an die Zähne schwer bewaffnet mit Pistole, Maschinengewehr und Granatwerfer – und trotzdem fehlt ein Schlüssel für eine morsche Holztür, ohne den es kein Weiterkommen gibt. Adventures nerven auf ähnliche Art und Weise. In „Belief & Betrayal“ war es zum Beispiel unmöglich, mit einem Kamerahandy ein Beweisfoto zu schießen. Stattdessen empfanden die Entwickler folgenden Weg als logisch: Fragliche Säule mit Tomatensauce bespritzen und diesen Abdruck anschließend mit Zeitungspapier abnehmen. Fast wie im echten Leben. 8. Dümmliche, kaum bekleidete weibliche Charaktere Klischee-Weibchen, die neben ihrem fehlenden Intellekt vor allem ihren Vorbau präsentieren, gibt es in Spielen zum Glück zwar nur selten, die Negativbeispiele haben es aber dennoch in sich. „X-Blades“ setzt etwa auf die kaum bekleidete Ayumi statt einer guten Geschichte, und auch das angebliche Sportspiel „Dead or Alive Xtreme 2“ samt Vorgänger lockt lediglich mit (fast) nackten Tatsachen. 9. Langweilige Bosskämpfe Schon Klassiker wie die „Super Mario“-Serie hatten damit zu kämpfen: Wenn die Durchschnittsgegner schwieriger zu besiegen sind als die Level- oder gar Endbosse, macht sich beim Spieler Frust breit. Schließlich gibt es besonders mit fortschreitendem Spielverlauf meist Gegnertypen, die nur mit aufwendigen und langwierigen Attacken bezwungen werden können. Wenn das Besiegen eines riesigen Bossmonsters sich dagegen als Kinderspiel entpuppt, sinkt die Motivation. Schließlich sollten sich gerade hier die verbesserte Rüstung, aufgemotzte Waffe und neuen Fähigkeiten bezahlt machen. Wenn das Spiel jedoch wie zum Beispiel „Halo 3“ darauf hinausläuft, den Endboss – noch dazu in Form einer kleinen, fliegenden Kugel – mit wenigen Schüssen zu erledigen, wird das Prinzip ad absurdum geführt. 10. Enttäuschende Enden Passend dazu: Was gibt es Schöneres, als nach einem epischen, mitreißenden Ausflug in eine virtuelle Welt ein großes Finale zu erleben, das alle Fragen beantwortet, die Herzen höher schlagen lässt und den Helden noch einmal zu großen Taten veranlasst? Dumm nur, wenn das Ende dann weit weniger spektakulär daherkommt als erwartet. Kritik hagelte es dafür seit Beginn der Videospiele, von „Diablo“ über „Half-Life“ und „Star Wars: Knights of the Old Republic II“ bis hin zu aktuellen Games wie „Grand Theft Auto IV“, „Borderlands“ und „God of War III“. |