27.05.2010 – Die nervigsten Dinge Teil 2
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Von gequältem Lächeln über ungläubiges Staunen bis hin zu verzweifeltem Haare raufen und wütendem Schnauben – diese Ärgernisse bringen Spieler-Emotionen zum Überkochen! 1. Minispiele Ebendie haben sich eine eigene Kategorie verdient, schließlich tauchen sie auch in Top-Titeln immer wieder auf. Vom Kamera-Hacken in „BioShock“ über das zum Gähnen langweilige Scannen von Planeten in „Mass Effect 2“ – Minispiele strecken die Spielzeit, ohne Spaß zu machen. 2. Elendslange Lauf- und Fahrwege Gleiches Problem, andere Baustelle: Künstliche Spielzeitstreckung erfolgt oft durch ewig lange Lauf- und Fahrwege, die keinen Mehrwert bieten. Ärgerlich zum Beispiel in Adventures, wo sich der Doppelklick für den Sprung ins nächste Bild noch immer nicht endgültig durchgesetzt hat – wahnsinnig nervig zum Beispiel in „Sinking Island“. Genau wie in Open-World-Spielen à la „Brütal Legend“, wo der Weg zur nächsten Mission meist zu weit ist. Dieses Problem entsteht durch die… 3. Offene Spielwelt um jeden Preis Die „Grand Theft Auto“-Serie macht’s richtig: Eine offene Spielwelt voller Secrets, die es zu finden gilt. Stundenlang ohne konkreten Auftrag die Stadt zu erkunden, macht hier richtig Laune. Ganz anders, wenn riesige Areale ausgekundschaftet werden müssen, es aber am Inhalt fehlt. So übernehmen oft Frust und Langeweile das Kommando in Open-World-Games wie „Far Cry 2“ oder „Stalker“. 4. Schlechte Konsolenumsetzungen auf dem PC Immer mehr Spiele erscheinen anfangs nur für Konsolen und erst später für den PC – Ärgernis genug für Computerspiel-Liebhaber. Noch schlimmer kommt es, wenn entweder die Grafik auf dem Computer nicht überzeugen kann oder die Steuerung nicht optimiert wurde. Besonders letzteres Problem taucht vermehrt auf, etwa bei „Fallout 3“, wo die Listenansicht der Konsolen übernommen wurde und schier endloses Scrollen nach sich zieht. 5. Steuerungsmängel aus vergangenen Zeiten In dieselbe Kerbe schlagen Bedienungsmängel, die man schon lange ausgeräumt glaubte. Nervig sind zum Beispiel Rollenspiele ohne Sortierfunktion im Inventar und fehlende Vergleichsmöglichkeiten bei Händlern. Auch dass Tasten nicht frei belegbar sind, sollte im 21. Jahrhundert der Vergangenheit angehören. Schließlich fühlt sich nicht jeder Spieler dazu berufen, abenteuerlustig Spieledateien von Hand zu manipulieren. 6. Zwanghaft integrierte Steuerungselemente Nintendo tut sich bei einer anderen Unterart der Steuerungsärgernisse hervor: In zahlreichen Spielen für die Konsolen Wii und Nintendo DS werden auf Teufel komm raus besondere Bedienelemente eingebaut – sei es Fuchteln mit der Wiimote, Kritzeln auf dem Touchscreen oder Pusten ins DS-Mikrofon. So geht etwa der Spielfluss in „Metroid: Other M“ durch das erzwungene Drehen und Bewegen des Controllers völlig verloren, „GTA: Chinatown Wars“ verlangt nach einem konstanten Wechsel zwischen Touchscreen- und Digipad-Steuerung, und „The Legend of Zelda – Spirit Tracks“ ist in Zug oder Auto unspielbar, da das Mikrofon alle möglichen Geräusche mit dem geforderten Pusten verwechselt. 7. Innovation um jeden Preis Da wünschen sich die Spieler nichts mehr für ihre Lieblingsserie als bewährte Konzepte, gewürzt mit frischen Ideen – und was bekommen sie? Sinnlose Neuerungen, die den Spielspaß trüben, zum Beispiel halbherzig umgesetzte Rollenspiel-Elemente in „Command & Conquer 4: Tiberian Twilight“ oder langweilige Endlosfahrten in „The Legend of Zelda: Phantom Hourglass“ und „Spirit Tracks“. 8. Automatisch generierte Inhalte Ob „Stalker“ oder „Star Trek Online“ – Missionen und Quests, die nicht von Hand erstellt wurden, langweilen oft durch immergleiche Abläufe, sie sind schlecht in die Geschichte eingebunden und wirken lediglich als künstliche Streckung der Spielzeit. 9. Zufallskämpfe Das Gleiche gilt für Zufallskämpfe, für die zum Beispiel die „Final Fantasy“-Reihe berüchtigt ist. Besonders schlimm wird’s, wenn noch jedes Mal immergleiche, schier endlos lange Animationen eingespielt werden. Kein Wunder, wenn der Spieler so die Lust verliert, die Welt zu erkunden. 10. Mitlevelnde Gegner Was war der größte Kritikpunkt am ansonsten hochgelobten „The Elder Scrolls IV: Oblivion“? Zumindest theoretisch war es möglich, mit einer Figur auf Level 1 direkt zum Endkampf zu gelangen und diesen auch zu gewinnen. Schließlich passen sich die Gegner der Stärke des Avatars an. Der Triumph, im Spielverlauf stärker und mächtiger zu werden und ehemals furchteinflößende Gegner später problemlos in Scharen besiegen zu können, geht so natürlich verloren. |