20.05.2010 – Die nervigsten Dinge Teil 1
|
Von gequältem Lächeln über ungläubiges Staunen bis hin zu verzweifeltem Haare raufen und wütendem Schnauben – diese Ärgernisse bringen Spieler-Emotionen zum Überkochen! Zur Einstimmung möchten wir Ihnen ein kurzes Video mit den lustigesten Videospielbugs servieren. 1. Online-Zwang für Einzelspieler-Titel am PC Keine Frage, illegale Downloads müssen unterbunden werden. Doch wie der Raubkopierer zum ehrlichen Kunden erzogen werden kann, darüber herrscht in der Branche Rätselraten. Frühere Kopierschutzmechanismen waren ebenso unbeliebt wie schnell geknackt, doch der neue Ansatz, eine ständige Online-Verbindung für Einzelspieler-Games zwingend vorauszusetzen, hat einen ungekannten Sturm der Entrüstung ausgelöst. Kein Wunder – bei instabiler Verbindung wird zum Beispiel „Assassin’s Creed 2“ automatisch pausiert. Wenn auch ärgerlich, so hat Ubisoft inzwischen wenigstens einen Patch nachgeliefert, der einen Speicherpunkt an der unterbrochenen Stelle generiert. Wie es noch schlimmer geht, macht „Command & Conquer 4: Tiberian Twilight“ vor: Wird die Internetverbindung unterbrochen, erscheint der Hinweis, dass zwar weitergespielt werden kann, aber keine Speicherstände mehr angelegt werden. Da hilft nur ein Neustart und die Hoffnung, dass der letzte Speicherpunkt nicht zu lange in der Vergangenheit liegt. 2. Bugs Wenn sie auch selten sind, so zählen fehlerhafte Games dennoch zu den Top-Ärgernissen für Gamer. Jüngstes Beispiel: Die kaum spielbare U-Boot-Simulation „Silent Hunter 5“. Bis heute berühmt-berüchtigt in der Kategorie „Bug-verseucht“ sind wohl „Gothic 3“ sowie das Add-On „Götterdämmerung“: Das Arsenal reichte von fehlender künstlicher Intelligenz über schwere Grafikaussetzer wie schwebende Objekte oder in Felsen verschwindende Gegner bis hin zu Fehlern im Speichersystem, sodass Spielstände schon mal unrettbar kaputtgingen. 3. DLC am Erscheinungstag Kein Wunder, dass herunterladbare Zusatzinhalte (kurz DLC für „Downloadable Content“) mit Misstrauen beäugt werden. Nicht nur, dass einige schlicht zu wenig für ihr Geld bieten – zu sehen etwa beim monotonen „Mad Moxxis Underdome Riot“ für „Borderlands“. In manchen Fällen befinden sich die DLC-Dateien, für die der Spieler zahlen soll, bereits auf dem Datenträger, heruntergeladen wird lediglich ein Key zum Entsperren. Aufgefallen ist das zum Beispiel bei „Resident Evil 5“ oder „BioShock 2“, wo der angebliche Download lediglich wenige Kilobyte groß war. Ein Schelm, wer Nepp vermutet … 4. Kurze Spieldauer Wer 40 oder mehr Euro für ein Spiel auf den Tisch legt, darf dafür genügend Beschäftigung erwarten. Auch wenn sich viele Games mit der Möglichkeit für Online- und Mehrspieler-Partien über die Runden retten – kurze Einzelspieler-Modi enttäuschen. Kritik gab’s dafür neben vielen anderen zuletzt etwa für „Battlefield: Bad Company 2“, „Metro 2033“ und „Call of Duty: Modern Warfare 2“. 5. Unfair gesetzte Speicherpunkte Freies Speichern ist insbesondere bei Konsolenspielen kaum möglich, also verlässt sich der Spieler auf die automatisch erstellten Savegames. Dumm nur, wenn die Spielfigur nach dem virtuellen Ableben a) vor einer nicht abbrechbaren, minutenlangen Videosequenz, b) vor der gerade mit Müh und Not überstandenen, nervenaufreibenden Sprungpassage oder c) am Beginn des Levels voller erneut zu bezwingender Gegner erwacht. 6. Schlechte Sprecher Gelangweilte oder im Gegensatz übertrieben bemühte Sprecher können wahre Atmosphäre-Killer sein, zu sehen etwa bei den deutschsprachigen Ausgaben von „Half-Life 2“ oder „Mass Effect 2“. Zum Glück stehen bei vielen Spielen mehrere Sprachausgaben zur Wahl, etwa „Mass Effect 2“ oder „The Witcher Enhanced Edition“. 7. Immergleiche Kommentare Von „Das funktioniert nicht“ bis hin zu „Mein Großvater hat immer gesagt: 'Fass nicht alles an, was du siehst’" – besonders Adventures, in denen meist die geschickte Kombination der Gegenständen im Inventar gefragt ist, leiden unter sich wiederholenden Sprachaufnahmen. Die sich, zu allem Überfluss, meist nicht überspringen lassen, siehe: 8. Nicht abbrechbare Sequenzen Nein, ich will nicht bei jeder unmöglichen Inventar-Kombination „So geht das nicht“ hören! Ich möchte nicht nach jedem virtuellen Tod dieselbe zweiminütige Cutscene noch einmal ansehen müssen! Und ja, ich möchte die Wahl zwischen Schnellreisesystem und endlosem Klicken, um zum Zielort zu gelangen. 9. Unpassende Geschicklichkeitseinlagen Warum der Spieler in manchen Action-Adventures schleichen oder in Shootern Jump’n’Run-Passagen hinter sich bringen muss, wird ein ewiges Rätsel der Entwickler bleiben. Ist die Steuerung nämlich nicht auf ebenjene Einlagen ausgelegt, folgt der Frust auf dem Fuß – etwa bei zahlreichen Sprung-Szenen in „God of War“ oder dem nervigen Versteckspielen in „Dreamfall – The Longest Journey“. 10. Lieblose Film- und Serien-Umsetzungen Ohne den wenigen Ausnahmen zu nahe treten zu wollen: Spielumsetzungen von Kinofilmen und TV-Serien sind meist technisch veraltet, schlecht steuerbar, inhaltsleer, zu kurz geraten – oder eine Ansammlung nerviger Minispiele. |