13.05.2010 – Film: Mahler auf der Couch
Am Mittwoch den 7. Juli 2010 startet das Drama „Mahler auf der Couch“ in den hiesigen Kinos. Wir haben uns den Film bereits vorab angesehen und sind über die Machart erfreut. Ob auch der Rest des Films überzeugen kann, lesen Sie in unserem Report.Ein langes GesprächDer Name des Film mag vorerst ein wenig seltsam klingen, ist aber durchaus passend gewählt, handelt dieser doch von einem ausführlichen Gespräch, das im Sommer 1910 von Gustav Mahler und dem Psychologen Dr. Sigmund Freud (gespielt von Karl Markovics) geführt wurde.Gustav Mahler (gespielt von Johannes Silberschneider), Komponist und ehemaliger Direktor der Wiener Staatsoper, erzählt dem Psychologen dabei von den Problemen mit seiner Ehefrau Alma (gespielt von Barbara Romaner). In diesen immer wiederkehrenden Rückblenden, die sich stellenweise als Mischung aus Interview und Film präsentieren, erkennt der Komponist mit der Zeit, dass er an seinem Unglück nicht ganz unschuldig ist. Die Handlung des Films an sich wird zwischendurch immer wieder durch (ungewollt?) komische Aussagen ein wenig aufgelockert, was das im Allgemeinen dunkel und bedrückend wirkende Drama für eine breitere Masse zumindest ein wenig interessanter macht. Die Charaktere wirken sehr glaubhaft und nehmen den Zuseher mit auf eine Reise durch die Hochs und Tiefs der Ehe von Gustav und Alma. Zusammenfassung„Mahler auf der Couch“ ist zwar sehr anspruchsvoll, aber wer sich auf die Geschichte einlässt und sich in die verschiedenen Charaktere hineinversetzt, wird ab dem 7. Juli 2010, dem 150. Geburtstag Mahlers, mit einem interessanten Portrait der Ereignisse rund um Gustav Mahler belohnt. |