18.03.2010 – Gratis-Internet ist vorbei
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So ist nicht absehbar, ob Online-Zeitungsleser für dieses Vergnügen auch bezahlen würden – schließlich finden sich dieselben Informationen auch auf zahllosen anderen Websites. Lediglich wer über einmalige, eigenständige Inhalte verfügt, kann auf Abonnenten hoffen. Erst wenige haben diesen Schritt gewagt, erfolgreich ist zum Beispiel das „Wall Street Journal“. Dessen Besitzer, der einflussreiche Medienzampano Rupert Murdoch pocht darauf, sämtliche Inhalte im Internet bald nur noch kostenpflichtig bereitzustellen. Das könnte auch auf Video-Nutzer zukommen, denn große Portale basteln bereits an der „Paid Content“-Revolution. Zum Beispiel YouTube, das derzeit angeblich etwa 340 Millionen Euro Verlust pro Jahr schreibt: Wer Konzertübertragungen live miterleben möchte, soll künftig zur Kasse gebeten werden. Und das könnte nur der Anfang sein, auch Filme sollen so abrufbar werden. Vorbild ist hier unübersehbar Branchenriese Apple, der mit seinem iTunes Store Rekordumsätze einfährt. Geringe Beträge für Applikationen – von zweckmäßig bis sinnfrei – und Musiktitel verleiten zum Kauf. Die gleiche Strategie, „Micropayment“ genannt, hat sich bereits bei nahezu sämtlichen Online-Games durchgesetzt: Wer schneller vorankommen oder bessere Gegenstände erhalten möchte, muss dafür eine kleine Summe ausgeben. FazitIn Zukunft gilt also: Gratis war gestern! |