17.10.2002 – NVIDIA nJoy-Tour 2002
Am 15. Oktober wurde GamingXP zu einer Präsentation der kommenden nForce 2-Plattform eingeladen. Ich fuhr in unser Nachbarland nach München und fand im Wohzimmer-Ambiente ein gut gelauntes NVIDIA-Team auf - mit dabei auch Andrew Humber (PR-Manager Europe).NForce 2 ist der direkte Nachfolger des nForce-Chipsatzes letzten Jahres. Ich möchte nicht zu stark ins Detail der Technologie eingehen, sondern eher über den Nutzen in der Praxis dieser PC-Plattform berichten, wie er uns von NVIDIA präsentiert wurde. Im Prinzip ist der nForce 2-Chipsatz nichts anderes als ein Motherboard mit unglaublich vielen Features. Konventionelle Ausdrücke wie Motherboard, Northbridge, Southbridge oder etwa Integrated-Graphics möchte NVIDIA allerdings im Zusammenhang mit dem nForce 2 vermeiden, da diese Plattform um einiges mehr als konventionelle Mainboards bietet, was nicht übertrieben ist. Die Präsentation war in drei Kategorien geteilt: nForce 2 @ Work, @ Play, @ Home. nForce 2 @ Work NVIDIA's MCP (Meda Communication Platform) des nForce 2 wird mit der Power einer eingebetteten GeForce 4 MX angetrieben. Dies ermöglicht den praktischen Einsatz von zwei Monitoren. Die Hardware der nForce 2-MCP kombiniert mit NVIDIA's nView-Tools bietet ein Vielfaches an Produktivität am Arbeitsplatz. Durch neu erstellte oder schon vorhandene und importierte Benutzerprofile werden Funktionen wie "Maximieren auf Monitor 2" und vieles mehr mit Hilfe von Tastatur-Shortcuts wie von magischer Hand einfach und bequem (und daher effizient) ausgeführt. Neue Fenster im Internet-Browser öffnen sich ohne zu stören auf dem zweiten Monitor, Desktop-Konfigurationen für verschiedenste Arbeitsbereiche wechseln mit Leichtigkeit, etc. - Multi-Monitoring scheint so einfach wie noch nie! Ein ebenfalls sehr hilfreiches Feature ist nView's Keystone-Funktion. Mit diesem Tool kann das Monitor-Bild in alle möglichen Richtungen verzerrt werden. Stellen Sie sich vor, Sie müssen eine PowerPoint-Präsentation über einen Beamer an eine Wand projizieren. Falls nun unglücklicherweise der Beamer nicht parallel zur Wand ausgerichtet wurde, müssten Sie den Beamer höchst umständlich in eine halbwegs akzeptable Position bringen. Mit NVIDIA's Keystone Tool lässt sich das Bild so lange digital manipulieren, bis die Projektion auf der Wand unverzerrt erscheint. Ein zusätzlicher, wichtiger Punkt, den NVIDIA schon seit geraumer Zeit auszeichnet, ist die konsequente Weiterführung der UDA (Unified Driver Architecture). Angenommen, ein Systemadministrator muss 20 Workstations neu installieren, so wird dieser sich und seiner Firma mit einer nForce 2-Plattform und dem einzig notwendigen Treiber Stunden von elender Software-Sucherei ersparen. nForce 2 @ Play Natürlich ist die Grafik-Plattform des nForce 2 (GeForce 4 MX) keine Lösung für Hardcore-Gamer, bietet jedoch für End-User ohne allzu hohe Grafik-Ansprüche ein kostengünstiges Spielerlebnis. Bei der Präsentation saß ich also auf dem Sofa mit einem 16:9-Plasma-TV-Screen, um mich herum ein 5.1-Surround-System und bestaune die Demo des neuen Taktik-Shooters "Delta Force: black Hawk Down". Zwei NVIDIA-Mitarbeiter jagen sich in einem Multiplayer-Match, das zwischen zwei nForce 2-PCs mit 3Com's LAN-Controllern angetrieben, auf 1024 x 768 Bildpunkten (ohne Anti-Aliasing, versteht sich) vor mir flüssig und actiongeladen abläuft. Mit Hilfe des MCP-TT, der die schon von nForce bekannte APU (Audio Processing Unit) beinhaltet, welche auch in Microsoft's Xbox zu finden und hören ist, befand ich mich mittels Realtime Dolby 5.1 Surround Sound-Decoding fast direkt im Spielgeschehen. nForce 2 @ Home Der nun immer stärker werdende Trend PC, DVD-Player und Fernseher zusammen ins Wohnzimmer zu stellen, wird von NVIDIA zusätzlich forciert. Wie schon erwähnt, befand ich mich in einem gemütlichen Wohnzimmer mit Surround 5.1-Boxen, Plasma-TV und natürlich einem nForce 2-PC. Ich bekam eine ganz gewöhnliche Stereo-MP3, vorläufig über zwei Stereo-Boxen, zu hören. Mit einem Grinsen aktivierte ein NVIDIA-Mitarbeiter die Surround 5.1 Encoding-Funktion. Die gewöhnliche MP3-Datei wandelte sich nun in ein Klangerlebnis mit Surround-Klasse. Als hätten die Leute schon meine Frage erwartet, öffnete jemand auch gleichzeitig WinXP's CPU-Utilization-Window. Siehe da: Der PC wird mit 5.1-Encoding um kein Prozent mehr belastet als ohne. Als nächster Präsentationsteil wurde mir nvDVD vorgestellt, NVIDIA's Software-DVD-Player, der bisher nur sehr selten bis gar nicht zu sehen war. Mit dem DVD-Titel "Lord of the Rings" bot sich mir ein gigantisches Home-Cinema-Erlebnis, wie ich es vorher noch nicht gesehen und gehört bzw. schlicht erlebt habe. Der Feuer speiende Balrog schmetterte sein donnerndes Flammenschwert auf den unterlegenen Gandalf: Die Wände des Raums bebten nahezu. Als zweites Videoerlebnis spielte Andrew Humber noch mit einem Camcorder herum, der mit dem PC über die integrierte Firewire-Schnittstelle direkt verbunden war. Während einer filmte, manipulierte ein zweiter Mitarbeiter den Videostream in Echtzeit und spielte mit den verrücktesten Effekten: Nachdem ich mich am Bildschirm als Zombie bestaunen durfte, wurde ich wie eine Glasscheibe einfach zerschlagen. Eine interessante Wandlung, die mit NVIDIA's nForce 2 und der Firewire-Schnittstelle des MCP-TT nicht schwer zu bewältigen ist. Konfigurations-Optionen Wie man wahrscheinlich aus dem Text schon herauslesen kann, besteht der nForce 2 aus verschiedenen Einzelparts, die je nach Preiswunsch mehr oder weniger leistungsfähig sind. NVIDIA bietet mehr als 18 verschiedene Systemkonfigurationen, die für unterschiedlichste Zielgruppen zugeschnitten sind. Mehr zu NVIDIA's nForce 2 erfahren Sie in unserem kommenden Review, in dem wir anhand eines Final-Samples (die momentan noch sehr rar sind) ausführlich über die einzelnen Features und Konfigurationen berichten werden. |
Am 15. Oktober wurde GamingXP zu einer Präsentation der kommenden nForce 2-Plattform eingeladen. Ich fuhr in unser Nachbarland nach München und fand im Wohzimmer-Ambiente ein gut gelauntes NVIDIA-Team auf - mit dabei auch Andrew Humber (PR-Manager Europe).
Im Prinzip ist der nForce 2-Chipsatz nichts anderes als ein Motherboard mit unglaublich vielen Features. Konventionelle Ausdrücke wie Motherboard, Northbridge, Southbridge oder etwa Integrated-Graphics möchte NVIDIA allerdings im Zusammenhang mit dem nForce 2 vermeiden, da diese Plattform um einiges mehr als konventionelle Mainboards bietet, was nicht übertrieben ist.