4794 GamingXP Berichte 40674 GamingXP News 6326 GamingXP Spiele 1190 GamingXP Reports 104 GamingXP Downloads
 
Special

21.10.2007 – DVB-T-Sticks im Test




Nun war es wirklich so weit: Heute, am Montag, dem 22. Oktober 2007, um 9:13 Uhr wurden die letzten großen Analog-Sender des Rundfunks in der Nähe von Wien endgültig abgeschaltet und damit eine große Etappe der Digitalisierung der österreichischen Medienlandschaft abgeschlossen. Bis Ende 2008 ist es das erklärte Ziel, 80% aller österreichischen Fernsehnutzer digital über das terrestrische Antennen-Fernsehen zu versorgen - also via DVB-T. In den Jahren 2009 und 2010 sollen dann auch alle kleinen Sender abgeschaltet und ersetzt werden, was dann zu einer einheitlichen Umstellung auf den neuen Standard führt. österreich ist somit Vorreiter mit dieser Technologie in Europa ...

Doch was tun, wenn man nicht rechtzeitig an den Kauf einer Settop-Box gedacht hat und auch kein Kabel-TV-Anbieter bereit steht, um in die Presche zu springen. Günstige DVB-T-USB-Sticks können hier Abhilfe für Fernsehliebhaber schaffen und zu günstigem portablen Fernsehen am Laptop, aber auch am Stand-PC verhelfen. Wir haben in der ersten Test-Runde drei Sticks von Terratec und einen Stick von Pinnacle unter die Lupe genommen. Zusätzlich sind zwei USB-Lösungen von Hauppauge etwas verspätet, aber doch zum Test eingetroffen und wurden im Test nachgereicht!

Zuerst blicken wir kurz und bündig auf die Charakteristika jedes Sticks - dann folgt das große Fazit, das für Sie aufschlussreich beleuchten soll, welcher Stick für Ihre Anforderungen am besten geeignet ist.



David gegen Goliath - der Kampf der Giganten



Pinnacle, der Meister unter den TV-Karten-Herstellern, wird neuerdings von Terratec, dem Newcomer, der vorher im Gebiet von Sound beheimatet war, stark herausgefordert. In unserem Test müssen die USB-Sticks im knallharten DVB-T-Einsatz zeigen, was in ihnen steckt. Interessantes Detail: Derzeit ist DVB-T in der Single-Variante (Achtung! Dies gilt mit Ausnahme von Diversity-Varianten, die speziell dafür ausgerüstet sind, wie der hier auch vorgestellte Stick von Terratec!) nicht für den mobilen Empfang geeignet (also beispielsweise im Zug oder Auto), doch wird bereits am DVB-H-Standard gefeilt, der auch wirklich für den mobilen Empfang ausgelegt ist - doch das ist noch Zukunftsmusik!

David - der Cinergy DT USB XS Diversity von Terratec





Stylisch, weiß und klein ist der Empfänger des Diversity-DVB-T-Sticks von Terratec ausgefallen - das ganze Paket gibt es um nicht gerade preiswerte, aber für die Leistung angemessene 110 Euro im Handel. Auch wenn auf unserem Desktop-Testgerät die Installation nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnte, so klappte diese umso reibungsloser auf den beiden Test-Laptops. "Warum denn das?", fragen Sie jetzt. Hier empfiehlt es sich, zuerst den Download der aktuellen Software und Treiber von der Hersteller-Website zu vollführen (unsere Muster waren schon etwas älter) - keine Hexerei und wirklich viele Vorteile: Die Software von Terratec kann im Einsatz absolut überzeugen - kompakt und übersichtlich - und vor allem einheitlich: Das Terratec Home Cinema wird für alle Produkte verwendet - nur die Treiber müssen installiert werden und schon können Sticks auch parallel verwendet werden - was ruck-zuck funktioniert! Da die Software selbst auf die Hardware abgestimmt und geschrieben wird, kann Terratec hardwarenäher arbeiten, was sich in definitiven Empfangsvorteilen niederschlägt.

Insgesamt zwei Antennen werden mitgeliefert - jeweils mit einem magnetischen Saugnapf als Fuß, so dass die Antenne nahezu überall angebracht werden kann. Die mitgelieferte, recht große Fernbedienung sendet via Infrarot alle Bediensignale direkt an den Stick - interessant: Die Treiber für den Infrarot-Empfang müssen extra installiert werden.

Zusätzlich im Package: Zwei Adapter für den direkten Anschluss einer TV-Antenne. Optional kann man den Stick auch nicht direkt an den USB-Anschluss einstecken, sondern sich durch ein Verbindungskabel etwas Luft und Platz verschaffen - vor allem auch praktisch für USB-Hubs. Soweit einmal zum Package - nun zum Innenleben: Als einer der einzigen echten Diversity-Sticks am Markt ist es mit dem Cinergy DT USB XS Diversity auch möglich, bei schlechter Empfangslage gute Qualität zu empfangen - selbst in Randgebieten - dafür wurde er auch extra entwickelt. Während der Fahrt ist der Empfang mit dem Diversity-Stick bis zu 130-140 Stundenkilometern möglich (!).

Durch den Dual Tuner kann man während dem Ansehen einer Sendung eine andere aufnehmen - ein digitaler Videorekorder mit Timeshift-Funktion ist mittlerweile schon Standard. Allerdings inkludiert der Videorekorder eine Schnittfunktion - und die Software Ulead DVD Movie Factory mit Brennfunktion wird ebenso mitgeliefert wie ein 1-Jahres-Abo der digitalen TV-Zeitschrift tvtv (das allerdings bei unserem Test schon abgelaufen war - logisch, da unsere Muster schon länger bei der PR-Agentur lagen).




Die Hard Facts zum Cinergy DT USB XS Diversity von Terratec:

+ Gut verarbeiteter Empfänger
+ Große Antennen mit Saugnapf und flexiblem Schwenkgelenk
+ Echte Diversity-Funktionalität - Mergen von zwei schlechten Signalen zu einem guten
+ Dual Tuner zum simultanen Aufnehmen und Anschauen
+ Timeshift und Videorekorder mit Schnitt-Funktion
+ Komfortable Software




Goliath - der PCTV DVB-T USB-Stick von Pinnacle





Nach jahrelanger Produktion von TV-Karten für Desktop PC, geht nun Pinnacle, als alter Hase im TV-Geschäft, mit dem PCTV DVB-T Stick gegen den Konkurrenten Terratec ins Rennen. Dabei ist der Pinnacle-Stick nicht ganz in der Preisklasse seines Testpartners. Der Pinnacle-Stick kommt dabei auf ca.€ 50,- . Dennoch konnte er mit ein paar Features bei uns Punkten. Aber dazu dann später. Die Installation verläuft sehr einfach und birgt keinerlei Probleme in sich. Nach einem Systemstart geht es dann auch schon ab zum digitalen Fernsehen. Die mitgelieferte Software ist auch einfach gehalten und übersichtlich. Mit den Buttons in der oberen Leiste kann man gemütlich und einfach zwischen dem TV-, Radio-, Wiedergaben- und Aufnahmemodus switchen. Hier kann Pinnacle, mit der einfachen Handhabung der Software, punkten. Die Sendereinstellung geht auch sehr schnell und funktioniert nicht schlecht dennoch kamen wir nicht so einfach an ein gutes Signal. Besonders in Städten, kann das schon eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Hier macht sich der Preisunterschied deutlich bemerkbar. Mit dabei im Paket von Pinnacle ist auch eine, nette kleine Fernbedienung. Im Design gut gelungen und einmal etwas Anderes als die großen Fernbedienprügel. Nun kommen wir zu den Hardfacts.



Die Hardfacts zum Pinnacle DVB-T- Stick:

+ Neueste Generation des DVB-T Signalempfangs
+ TV-Sendungen mit der Timeshift-Funktion zum Ansehen, Anhalten und Zurückspulen
+ Sendungen im TV entweder auf die Festplatte oder direkt auf DVD
+ Extrem schneller Teletext
+ Vollständig kompatibel mit Windows Media Center




Der Nachzügler - WinTV Nova-TD USB-Stick von Hauppauge





Wie bereits eingangs erwähnt, konnten wir leider den DVB-T-Stick (Kostenpunkt um die 60 Euro) von Hauppauge im Test erst nachreichen, da dieser zu spät in der Redaktion eingetroffen ist. Bei dem neuen Nova-TD-Stick handelt es sich um einen Dual-Tuner, der - wie der Terratec-Stick - mittels Diversity-Technologie zwei Signale zu einem Bild zusamenfügt. Auf der Software-Seite liefert Hauppauge das eigene WinTV-Programm mit, mit dem man im Vollbild oder Fenster-Modus bequem fernsehen kann. Zwei mitgelieferte Antennen mit Magnetfuß können wiederum gleichzeitig an den Tunerstick angeschlossen werden, der mittels Verlängerungskabel auch entfernt vom USB-Port gelagert werden kann. Die Infrarot-Fernbedienung ist recht groß, liegt aber doch gut in der Hand.

Bei unserem Test konnten alle Programme empfangen werden und selbst mit nur einer Antenne war die Qualität sehr gut. Timeshift- und Snapshot-Funktion wurden ebenfalls inkludiert - wobei die Software teilweise nicht sehr bedienerfreundlich ist (große Buttons, Neustart nach dem Sendersuchen erforderlich, Sendersuche löscht gespeicherte Sender komplett, ...). Der extern und extra zu installierende Videotext mittles VTPlus32-Software funktionierte bei unserem Test leider nicht.



Kommen wir zu den Hard Facts des Nova-TD-Sticks:

+ Dual-Tuner mit Diversity-Funktion
+ Timeshift- und Snaphsot-Funktion
+ 7 Tage Abo einer elektronischen Programmzeitschrift anbei
+ Zwei Antennen mit Magentfuß (trotzdem etwas instabil, da kein Haftknopf) sowie Fernbedienung

Der Einzelgänger - der Nova-T-USB2 von Hauppauge



Als zweites Gerät von Hauppauge lag uns der Nova-T-USB2 bereit: Bei dem Gerät handelt es sich um einen Single-DVB-T-Tuner, der über USB 2.0 betrieben werden muss (!) - nicht abwärtskomaptibel zu USB 1.1! Die recht klobige silberne Box (Kostenpunkt: rund 80 Euro) wird via USB-Kabel an den PC angesteckt. Hat man bereits die Software (WinTV) installiert, muss man nur noch die CD einlegen, den Autostart abwarten und die Software installiert die passenden Treiber automatisch - praktisch! Leider konnte das Gerät allerdings in unserem Praxistest ohne externe Antenne (nicht inkludiert!) keinen einzigen Kanal finden - wohl aufgrund der schwierigen Empfangslage! Auch ein nochmaliger Test unter besseren Verhältnissen brachte keine Veränderung.

Zudem wollten wir dann einen fliegenden Wechsel auf den DVB-T-Stick (Nova-TD) wagen, ohne das Setup-Programm für die Kanalsuche zu verlassen - das Ergebnis war ein Blue Screen von Windows! Autsch! Interessant ist natürlich, dass man die Box auch mit einer anderen Antenne oder einem Kabel-TV-Signal betreiben kann bzw. dass man keine externe Stromquelle (nur USB) braucht.




Die Hard Facts zum Nova-T-USB2 von Hauppauge:

+ Flexibel durch USB-Einsatz und externe Antenne (nicht mitgeliefert)
+ Timeshift-, Programmier- und Teletext-Funktion
+ Kompatibel zu Windows XP Media Center
+ Infrarot-Fernbedienung mitgelifert (wie bei der Konkurrenz)
+ 30-Tage-Tvtv-Abo inklusive




Zusammenfassung



In unserem Praxis-Test in einem dicht besiedelten Gebiet hat uns der Terratec-Stick eindeutig überzeugt - er bietet eine tolle Bildqualität wo andere Sticks den Dienst weitgehend versagen. Mit den tollen Zusatzfunktionen bietet der Terratec-Stick zukunftssicheren DVB-T-Spaß für jeden - auch wenn der Preis etwas höher ist und die Installation der Software teilweise etwas mehr Geduld erfordert als beim Pinnacle-Konkurrenten! Dieser wiederum bietet eine preiswerte DVB-T-Basis, wobei oft die Empfangsqualität in unserem Test sehr schlecht war.

Im Vergleich zu den Lösungen von Hauppauge sticht Terratec den Konkurrenten vor allem in den Bereichen Software (kein Absturz beim Umstecken!), Empfangsqualität (beim Autofahren und in extremen Randgebieten), TV-Programm-Abo (1 Jahr gegenüber 1 Monat), Design (schöner und ansprechender), Kompatibilität (Terratec ist voll auch zu USB 1.1 kompatibel) und mit den Saugnäpfen aus. Man muss aber Hauppauge in unserem Test klar den 2. Platz zuerkennen - und außerdem sagen, dass der Hersteller Terratec stark auf den Fersen ist!

Wir gratulieren Terratec zum Sieg! Und freuen uns auf neue Innovationen in diesem spannenden Feld der TV-Innovationen!



Unter ferner liefen ...



Weiters haben wir noch zwei andere Terratec DVB-T-USB-Sticks getestet, die allerdings nicht in der Liga der Giganten mitspielen können. Dennoch wollen wir diese kurz vorstellen ...

Cinergy Hybrid T USB XS



Der Cinergy XS bietet das große Haupt-Feature, dass sowohl analoge als auch digitale Daten empfangen werden können. Außerdem für Bastler äußerst interessant: In dem ca. 110 Euro (wie der David von Terratec) teuren Paket befindet sich ein USB-Anschlusskabel, um diverse Video- und Audiosignale via Cinergy-Empfänger in den PC zu leiten - und dort weiterzubearbeiten. Die beiliegende Antenne ist nicht sehr gut verarbeitet und hat keinen Sockel wie der Cinergy Diversity. Ansonsten bietet der Cinergy XS ebenfalls eine Fernbedienung sowie einen Antennenadapter, um den Empfang über die Hausantenne sowei den analogen Kabelanschluss zu gewährleisten - und zusätzlich die Software PowerCinema 4 von CyberLink (statt der DVD Movie Factory von Ulead), mit der auch direkt DVDs erstellt werden können - die aber mittlerweile nicht mehr beiliegt, da auch hier das Terratec Home Cinema als generelle Plattform genutzt wird. Somit ist das Terratec Home CInema eine Plattform, unter der alle TV-Karten und - Sticks laufen - auch parallel (somit sind Probleme wie bei Hauppauge überholt!).




Cinergy T USB XE



Der billigste Stick in unserem Test, der Cinergy T USB XE, ist ein Mini Digital Tuner. Er ist ein digitaler Videorekorder mit Timerfunktion. Hat EPG (Elektronische Programmzeitschrift), Videotext und Timeshifting. Sehr einfach in der Bauart und auch die Software. Daher auch preislich sehr günstig (€ 40,-). Für DVB-T-Minimalisten genau das Richtige.





Bookmark and Share
KOMMENTARE
Bisher noch keine Kommentare.
KOMMENTAR SCHREIBEN
Als angemeldeter Benutzer müssen Sie zum Kommentieren Benutzername, E-Mail-Adresse und Captcha nicht eingeben - hier geht's zur Registrierung und zur Anmeldung!
Name*:
E-Mail*:
(E-Mail-Adresse
wird nicht veröffentlicht)



Kommentar*:
Captcha*:
Mit * markierte Felder müssen ausgefüllt werden.
QUICKPOLL
Nintendo 3DS oder PS Vita?
Ich liebe meinen 3DS!
PlayStation Vita forever!
Ich hasse Handhelds!
Wenn ich mobil spiele, dann mit meinem Smartphone!

AKTUELLE BERICHTE
25.05.  
24.05.    
24.05.    
23.05.  
23.05.  
23.05.  
23.05.  
22.05.  
22.05.  
22.05.  
22.05.  
22.05.  
21.05.  
20.05.  
19.05.  
AKTUELLE NEWS
23.05.  
21.05.  
16.05.  
30.04.  
16.04.  
28.03.  
24.02.  
04.12.  
27.05.2012:
07:13  
06:00  
26.05.2012:
20:00  
18:14  
17:15  
16:35  
15:01  
14:27  
13:01  
12:22  
11:51  
10:41  
10:12  
09:39  
09:34  
08:34  
08:04  
08:00  
07:47  
06:56  
06:19  
06:00  
25.05.2012:
20:00  
17:49  
17:05  
16:23  
16:05  
15:42  
15:04  
14:21  
13:37  
13:23  
Benutzername
Passwort
Passwort vergessen?
Benutzername
E-Mail-Adresse
...nochmal
Passwort
...nochmal
Tragen Sie hier Ihre Mailadresse ein, damit Sie tägliche Zusammenfassungsmails aller Aktivitäten auf GamingXP bekommen und somit keine News, Berichte, Reports und Downloads versäumen!
E-Mail-Adresse