07.01. – "Red State" im DVD-/Blu-ray Test!
Drei High School-Jungs wollen, was Jungs eben so wollen. Doch sie finden statt Sex einen fundamentalistischen Bibelkult. Die Situation eskaliert – doch ist der Film ein Volltreffer oder eher ein Attentat auf den Seher?![]() Facts
Der ganz normale WahnsinnDie Aussicht auf heißen Sex lockt drei Teenager mitten aufs Land. Von wegen. In Cooper's Dell erwartet sie die Hölle: Hinterhältig werden sie betäubt. Als sie wieder erwachen, befinden sie sich in den Händen eines erzreaktionären Bibelkults, der an ihnen mit unfassbarer Brutalität ein Exempel statuieren will. So lautet die offizielle Kurzbeschreibung. Trotz kleinen inhaltlichen Ungenauigkeiten will ich die Story nicht genauer zusammenfassen, um Ihnen nicht die Spannung zu verderben. Was Sie dagegen wissen sollten: Die drei Jungs sind letztlich nur Aufhänger und keineswegs Herz der Geschichte. Die handelt vom bibeltreu-militanten homophoben fundamentalistischen Wahnsinn, den es in ländlichen Regionen gerade der sogenannten Red States der USA – den republikanischen Hochburgen – sehr wohl gibt. Erinnern Sie sich nur an 1993 und Waco, Texas! Doch die USA haben sich gegenüber den früher 90ern dank dem 11. September 2001 stark verändert. Auch davon handelt der Film und spielt dabei gekonnt mit dem Feindbild des fundamentalistischen Terroristen auf amerikanischem Boden. Mit dem Befehl von oben, wie Keenan die Situation zu bereinigen hat, und weiteren Illustrationen, wie die US-Behörden im Zeitalter des Patriot Act agieren können, wirft „Red State“ aber auch die Frage auf, ob nicht auch das Wahnsinn ist … Zu den technischen Aspekten und dem Fazit kommen wir auf der nächsten Seite. |
