07.01. – Gaming History: 30 Jahre C64-"Brotkasten"
Heute vor 30 Jahren begann die Winter Consumer Electronics Show 1982. Vor Ort war auch ein Unternehmen namens Commodore International, das die große Elektronikmesse als Bühne für eine wichtige Produktankündigung genutzt hat: Ein Heimcomputer, der mit für damalige Verhältnisse beeindruckenden Grafik- und Musikfähigkeiten auftrumpft, mit Namen Commodore 64. Im Januar 1982 ahnte wohl keiner, welch große – und doch etwas tragische – Erfolgsgeschichte der C64, ob seiner klobigen Konturen oft liebevoll „Brotkasten“ genannt, schreiben würde.Gute Leistung, kleiner PreisRune ein Megahertz CPU-Taktung, 64 Kilobyte RAM und ein Grafikchip für 320×200 Pixel mit 16 Farben: Was nach heutigen Maßstäben lächerlich wirkt, war zum Zeitpunkt der C64-Ankündigung eine recht beachtliche Leistung für einen Heimcomputer. Noch dazu bei dem Preis: Commodore International hat auf der CES 1982 mit 595 Dollar für den US-Markt eine klare Kampfansage gemacht. Denn wenngleich das inflationsbereinigt rund 1.400 heutigen Dollar entspricht, war es für damalige Verhältnisse ein wirklich massentauglicher Preis.Ein Beispiel: Der damals gerade in den USA gängige und von der Leistung her vergleichbare Apple II Plus hat das Doppelte gekostet, und laut Überlieferung des Commodore-Ingenieurs David A. Ziembicki haben auf im Januar 1982 Atari-Mitarbeiter am Commodore-Stand gefragt, wie sie so viel Leistung zu so einem geringen Preis anbieten konnten. Für den Hersteller war das natürlich blendende Munition für den Marktkampf, der mit dem US-Verkaufsstart im Sommer 1982 so richtig los ging. Zur Wintersaison gab's dort schon TV-Werbespots, die eben auf den Preisvorteil gegenüber Geräten wie dem Atari 5200 aufmerksam machten. ![]() |
