21.01. – "Star Wars: The Old Republic": Überzeugt der Endgame-Content?
Vor kurzem präsentierten wir Ihnen unser Review zum MMORPG des Jahres 2012. "Star Wars: The Old Republic" erzielte in unserem Test mit 86% ein ordentliches Ergebnis (Hier geht's zur Review!). Im Testbericht versprachen wir Ihnen Informationen über den Endgame-Content nachzuliefern und diesem Versprechen möchten wir nun nachkommen.
In Anbetracht des anstehenden Content-Updates zu „Star Wars: The Old Republic“ werfen wir, wie versprochen, einen genaueren Blick auf die derzeit angebotenen Inhalte. Wie die Eile, in der BioWare und Electronic Arts Neues für die Spielermassen nachlegen, vermuten lässt, war der derzeit angebotene Raid-Content schnell durchgekaut. Nachdem nun Gerüchte über die Investitionssumme laut werden, die EA in das MMORPG gesteckt hat – es soll dabei um eine halbe Milliarde Dollar gehen – kann man wohl davon ausgehen, dass die Updates in einer entsprechenden Taktfrequenz online gehen, um die zahlende Kundschaft bei der Stange zu halten.

Aber nun zum Content, wie er sich hauptsächlich vor und zum Teil auch schon nach dem aktuellen Patch präsentiert: Der Endcontent setzt sich derzeit aus zwei verschiedenen Operationen zusammen. Die erste ist Karaggas Palast, dort befand sich bis vor kurzem nur ein Boss namens Knochendrescher. Diese Operation war auch für Casual-Spieler im Achter- sowie 16er-Modus normal nach etwa drei Versuchen und einem Zeitaufwand von circa 40 Minuten zu bewältigen. Die gute Neuigkeit: Mit dem neuen Patch kamen nun vier weitere dazu, der Palast sollte also etwas mehr hergeben.
Die zweite Raidinstanz ist die Ewige Kammer, die wir im Acht-Mann-Normal-Modus besuchen konnten. Nach circa drei Stunden lagen auch hier alle Widersacher im galaktischen Staub. Der Endboss dieser Operation trägt den Namen „Der Grässliche“. Wir hatten hier lediglich einen Wipe und erlegten ihn bereits beim dritten Versuch – kein Vergleich also zu einem Molten Core in der „World of Warcraft“. Die Klassenverteilung in den Raids könnte man dabei als klassisch bezeichnen. So benötigt man in der Acht-Mann-Gruppe einen Tank, ein bis zwei Heiler und zu möglichst gleichen Teilen Melee- und Ranged-Damage Dealer.

Selbst als Casualgilde, die beispielsweise ausschließlich Sonntags von 18:30 – 23:00 Uhr raidet, ist der aktuelle Content auf der normalen Schwierigkeitsstufe also gut zu bestreiten. Für Gilden, die sich entsprechend zwei bis drei Abende Zeit nehmen, dürfte derzeit die zweite Schwierigkeitsstufe ebenfalls keine allzu große Herausforderung darstellen. Als Voraussetzung für die normalen Operationen benötigt man lediglich ein Team mit guter Zusammenarbeit. Das Equipment spielt hier kaum eine Rolle. Der normale Modus setzt also nicht voraus, dass Spieler Ausrüstung aus heroischen Flashpoints besitzen. Mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad ändert sich dieser Anspruch natürlich.
Der Loot wird im Normalmodus, so scheint es, immer an die schwächeren Raidmitglieder ausgegeben. Hier gibt es keine Möglichkeit, die Beute selbst zu verteilen, da dieser fix an Personen vergeben wird. Die erbeuteten Items sind dementsprechend namentlich gekennzeichnet und werden beim Aufheben an diesen Spieler gebunden. Erst im schweren und Albtraum Modus kann ein „Plündermeister“ eingestellt werden, der den Loot vergibt.
Persönliches Fazit
Der aktuelle Content auf normal ist kaum anspruchsvoll, auch wenn er für Casuals gedacht ist, ist er doch über weite Strecken zu leicht. Das Bossdesign selbst ist jedoch Großteils gelungen und lässt Gutes für die vor kurzem eingearbeiteten Content-Erweiterungen hoffen. Sobald wir die neuen Bosse in Angriff nehmen, werden wir Ihnen selbstverständlich an dieser Stelle wieder ein Update zukommen lassen.