14.09.2011 – "Red Faction": Hat die Spielreihe so ein trauriges Ende verdient? [SPOILER]
Endlich habe ich die Zeit gefunden, neben Arbeit, Uni und Freizeitstress "Red Faction Armageddon" durchzuspielen. Nach "Red Faction: Guerrilla" war es für mich ein Pflichttitel dieses Jahr und es hat eigentlich länger gedauert, das Spiel zu beenden als erwartet. Das hat allerdings nichts mit langweiligem Gameplay oder ähnlichem zu tun. Ganz im Gegenteil, ich hatte einfach zu wenig Zeit um gepflegt ein paar Stündchen vor der Konsole zu verbringen.
Kommen wir zum Spiel:
Gerne erinnere ich mich zurück an „Red Faction: Guerrilla“, als man in der Rolle von Alec Mason“ gegen die Earth Defense Force (kurz EDF) gekämpft hat. Nach einem aufopfernden Kampf sind die Unterdrücker besiegt und der Mars ist wieder frei. Nun ist ein halbes Jahrhundert ist vergangen und eine neue, geheimnsivolle Bedrohung scheint in den Schatten zu erwachen. Es ist nicht die EDF sondern ein noch viel schlimmerer Feind.
Im Prologue des Spiels rückt man in der Rolle von Darius Mason aus um eine riesige Terraforming Anlage zu verteidigen. Sollte diese Anlage fallen, wäre das Leben auf der Oberfläche des Mars nicht mehr vorstellbar. Deshalb steht die Rettung des Terraformers auf der Prioritätenliste ganz oben. Trotz des erbarmungslosen und nicht aufgebenden Einsatz von Darius und der Red Faction kann die Zerstörung der Anlage nicht verhindert werden. Naturkatastophen wie gewaltige Tornados und Gewitterfronten hüllen den Planeten ein und machen ein Leben auf der Oberfläche unmöglich. Somit bleibt den Siedlern nur die Flucht in die unterirdischen Tunnels. Dort bauen die Überlebenden ein Netzwerk aus Stützpukten und Siedlungen auf, um das Überleben am Mars zu sichern. Als wäre das Leben unter Tage noch nicht schlimm genug, muss man noch gegen Außerirdische, die im Innernen des Planeten eingeschlossen waren kämpfen und die Versorgung der Stützpunkte sichern. So gilt es Pumpanlagen zu reparieren, Energiezellen zu beschaffen und vieles mehr. Langweilig wird Darius hier keinesfalls.
Nach einer ordentlichen Spieldauer (bei mir rund 15 Stunden - mittlerer Schwierigkeitsgrad) ist der vermeintliche Bösewicht Adam Hale besiegt. Der abgetrennte Kopf von Hale liegt vor Darius, aber der Mars ist noch immer nicht von allen Gefahren befreit.
Im Inneren des Planeten wohnt die Mutter der Aliens, die in ihrer Brutstätte in einen Kampf auf Leben und Tod verwickelt wird. Nachdem alle Schwachpunkte der Alienkönigin zerstört wurden, macht sich das Wesen auf zur Oberfläche (Warum auch immer?!).
Hier ein Video vom Bosskampf:
Durch seinen mobilen Handcomputer wird Darius informiert, dass der Terraformer wohl die einzige Möglichkeit sei um den "Brainbug" zu besiegen. So macht sich Darius auf zur Oberfläche und dort trifft er auf Anhänger der Red Faction?! Ich dachte die Oberfläche sei unbewohnbar. Wieso können hier Menschen existieren? Doch das ist noch nicht die Spitze in dem Logik-Wirrwarr. Darius fällt mir nichts dir nichts ein das er ja mit seinem Reperaturhandschuh den Terraformer reparieren könnte und damit den Mars wieder bewohnbar zu machen. Da musste zuerst ein riesiges Alienmonster kommen, bevor er an diese Möglichkeit denkt?
Schade, das Spiel ansich ist richtig cool! Es macht Spaß alles zu Zertrümmern und Sachen wieder aufzubauen. Auch die Spieldauer, die wieselflinken Gegner und die vielen Waffen sprechen für den Titel, aber das Story-Ende enttäuscht herb. Hier hätte man sich doch etwas sinnvolleres und vor allem logischeres Ende einfallen lassen können um dem Spieler einen versöhnlichen Abschied vom Mars zu gewähren. Wie THQ schon verlautbarte, war "Red Faction: Armageddon" das Ende der Reihe, somit bleibt den Fans der Stahlhämmer wohl nur noch leise Tschüss zu sagen. Wir werden euch tapfere Freiheitskämpfer vermissen!