22.06.2011 – "Duke Nukem Forever": Da blutet das Herz der Fans!

Eine Entwicklungszeit von 15 Jahren. Was konnte denn da noch schiefgehen? So einiges, wenn man sich die Reaktionen auf "Duke Nukem Forever" so ansieht. Natürlich, es war schwierig den Erwartungen gerecht zu werden. Fans der Serie warten bereits über ein Jahrzehnt auf die Fortsetzung und Neulinge sind von dem Hype, ja schon fast von dem Mythos, rund um "Duke Nukem Forever" verzaubert worden.
Das Ergebnis war dann eher ernüchternd. Bei Metacritic werden die Wertungen der Fachpresse gesammelt und das Spiel kommt mit gerade einmal 56/100 Punkten weg. Andere Kritiken fallen ähnlich ermattend aus. So manches Noname-Spiel erzielt noch deutlich bessere Wertungen. Hier geht's zu unserem Xbox 360 Review von "Duke Nukem Forever" (KLICK HIER!).
Bei Usern kam das Spiel noch ein kleines bisschen besser weg. Man war wohl froh überhaupt endlich etwas vom Duke serviert zu bekommen. Aber was macht "Duke Nukem Forever" denn zu dem Flop, das es zu sein scheint?
Oft bemängelt wird unter anderem, dass die Grafik irgendwo zwischen dem letzten Teil der Duke-Serie und heute stecken geblieben zu sein scheint. Mit der Grafik von vor fünf Jahren will sich niemand mehr zufrieden geben. Auch wenn es vorrangig wohl um das Phänomen des "Duke" geht, sind viele darüber unglücklich mit einer billigen Grafik abgespeist worden zu sein. Aber wie bereits gesagt, geht es vielen Fans mehr um die Idee hinter der Grafik.
Doch auch diese Idee stellt die Fans keineswegs zufrieden. Man habe eine 0815-Geschichte hingeklatscht. Lieblos und unwürdig. Das scheint für das ganze Spiel zu gelten: Nichts Halbes, aber auch nichts Ganzes. Vor allem die deutsche Synchronisation wird von allen Seiten unter Beschuss genommen.
Außerdem beschwert sich die Community über die mickrige Spielzeit von etwa 10 Stunden. Dabei wirken die Levels noch dazu absichtlich gestreckt, um überhaupt auf die 10 Stunden zu kommen.
Zu allem Überdruss sind das bei weitem nicht die einzigen Kritikpunkte an "Duke Nukem Forever". Es fehlt die Innovation. Es ist zwar im Gameplay genügend Abwechslung zu haben, aber spielerisch ist nichts Neues dabei, was nicht schon in anderen Spielen zu Haufe gesehen wurde. "Duke Nukem Forever" ist sozusagen der Wiederkäuer von 15 Jahren Spielgeschichte.
Das sind die Hauptkritikpunkte, die nach dem Release durch die Community gingen. Manche fragen sich jetzt wie es dazu gekommen ist, dass "Duke Nukem Forever" in einem Debakel geendet hat.
Schuld sind wohl die astronomischen Erwartungen gemischt mit dem Zeitdruck vor dem Release. Als Gearbox 3D Realms die Rechte an "Duke Nukem" abkaufte war klar, dass so bald wie möglich ein Spiel auf die Beine gestellt werden musste. Unter Hochdruck zimmerten die Entwickler das zusammen, was heute nur als bestenfalls zweitklassiger Action-Shooter gehandelt wird. "Duke Nukem Forever" hätte wohl nie alle Fans zufrieden stellen können, aber mit ein wenig mehr Zeit wäre wohl auch mehr daraus geworden.
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