28.12.2010 – Release von "Dead Space 2" nun doch gefährdet?
Nachdem der Action-Titel eigentlich schon die Freigabe und Kennzeichnung der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) erhalten hat und man sich einigte, den Titel ausschließlich für Erwachsene zu veröffentlichen, sorgt nun das bayrische Sozialministerium für Wirbel. Im Appelationsverfahren erzwingt es eine weitere, mittlerweile sechste Prüfung des Titels. Der geplante Release ist damit gefährdet. Initiatorin der nochmaligen Prüfung ist die bayrische Staatsministerin Christine Haderthauer, die sich bereits in der Vergangenheit als Hardliner in Sachen Games-Freigabe profilierte. Das dabei volljährige Spieler bevormundet werden, scheint das Ministerium nicht zu interessieren.
EA-Deutschland-Geschäftsführer Dr. Olaf Coenen hat dazu eine klare Meinung: "Wir sind seit Juli 2010 mit der USK im Gespräch über 'Dead Space 2'. Es gab insgesamt fünf USK-Prüfungen mit der finalen Entscheidung, das Spiel zu kennzeichnen. Danach haben wir - so wie das in den 30.000 Fällen zuvor auch Praxis war - die weiteren Produktionsschritte unternommen. Nun wurde das Kennzeichen völlig überraschend und für uns nicht nachvollziehbar wieder einkassiert. Die sechste Prüfung soll jetzt irgendwann im Januar erfolgen - bei einem Spiel, bei dem sich alle Beteiligten einig sind, dass es nur für Erwachsene angeboten werden soll. Das ist aus unserer Sicht absurd."