17.09.2010 – "World of Warcraft: Cataclysm" - Worgen Tagebuch, der zwölfte Eintrag.
Gilneas, zwölfter Eintrag:
Liebes Tagebuch!
In Sturmsiel stellt sich der Druide als Santro vor. Er ist genauso wie alle aus Gilneas auf der Flucht und ringt mit seinem Schicksal. Ihm scheint trotz des Fluches die Natur wohlgesonnen zu sein. Ich bin Santro sehr dankbar, endlich muss ich nicht mehr allein gegen das Schicksal ankämpfen. Er erklärt sich dazu bereit, mit mir die nächste Zeit hier zu verbringen.

Im Schwarzforst nordwestlich der Stadt steht eine alte Mühle. Dort soll auch der Verfasser des von mir gesuchten und wieder kompletierten Tagebuches gelebt haben. Ich berate mich mit Santro und wir reisen aus Sturmsiel ab. Die Mühle ist eingefallen und unbewohnbar.

Wir nähern uns der Mühle und fühlen eine Präsenz. Es fühlt sich so an, wie die Magie die ich fühlte, als Santro mich mit seiner Magie in das Leben zurück rief. Mitten in der Mühle steht eine Nachtelfe. Knapp bekleidet und trotzdem nicht frierend, kontrolliert und beherrscht. Wir treten in die Mühle ein und sie spricht uns an, als wenn sie auf uns gewartet hätte.

Sie erklärt uns, dass wir verfolgt würden. Die Spione der Verlassenen hängen an unseren Fersen. Die Verlassenen hoffen, das wir sie zu den flüchtigen Dorfbewohnern führen. Sie kann uns erst mehr erzählen, sobald unsere Verfolger beseitigt sind. Sie reicht mir ein Medaillon, es würde mich retten. Keine Ahnung, was die Elfe meint, aber sie wird schon wissen, was sie tut. Im Wissen, dass wir in eine Falle laufen, gehen wir die nördliche Straße entlang.

Santro versteckt sich im Gebüsch. Ich darf nicht zu verkrampft versuchen unwissend auszuschauen. Ich gehe einen weiteren Schritt und um mich schießt Eis in die Höhe. Mir steht das Fell zu Berge, das Medaillon in meiner Hand prickelt.

Ich drücke meine Hand fest zu und Hitze erfüllt meinen Körper. Vor mir aus den Schatten schält sich eine Blutelfe, sie grinst böse und spannt ihren Bogen. In dem Moment springt das Eis von meinem Körper. Ich überwinde den Weg zwischen mir und der Elfe in drei fast gesprungenen Schritten. Die Elfe lässt den Bogen fallen und zieht fast zeitgleich ihre zwei Schwerter.

Santro wirkt seine Magie auf mich und ich bin in magisches wohl prickelndes Laub gehüllt. Ich schlage mit den Knäufen meiner Waffen auf die Handrücken der Elfe. Sie lässt die Waffen fallen und schaut erschrocken und fassungslos auf meinen Dolch, der bis zum Heft in ihrem Oberkörper steckt.

Befreit von Verfolgern erzählt uns die Elfe, die sich als Belrysa Sternenhauch vorstellt, was mit den Überlebenden geschehen ist. Wie es scheint, gibt es im Schwarzforst einen magischen legendären Ort namens Tal´doren. Dort lebten vor vielen Jahren die Druiden, welche mit dem Geiste Goldrinn´s verbunden waren. Einige alte Freunde sollen dort schon auf uns warten. Santro und ich machen uns auf den Weg.

Der Baum ist mit nichts zu vergleichen, was ich jemals sah. Er scheint alt wie die Zeit selbst zu sein. Eine magisch leuchtende blaue Aura umgibt den Baum.

Ich sehe sogar elfische Ruinen in seiner Krone. Zwei riesige von Macht erfüllte Zähne lehnen an ihm. Größer als selbst die gigantischen Urzeit Monster sehen sie wie zeitlose Wächter aus. An seiner Wurzel sehe ich etwas, was mein Herz vor Glück zum Springen bringt: Worgen. Sie sind an der Wurzel des Baumes versammelt.

In ihrer Mitte steht ein großer mächtiger Worg, es ist Lord Darius Crowley. Er erklärt mir, dass die Worgen hier an diesem Ort ihre Ruhe und ihre Beherrschung gefunden haben.

Er schickt mich um ein Artefakt zu besorgen. Die Verlassenen wollen es benutzen um die gesamte Menschheit mit dem Fluch zu belegen. Santro und ich müssen schneller sein als sie. Wir befreien den Wald von geisterhaften Banshee´s und sammeln Kräuter für eine andere Druidin des Baumes.

Wir bekommen ein magisches Horn ausgehändigt und werden zu einer Hütte geschickt. Die Blutelfen haben dort ihr Lager aufgeschlagen und das Artefakt gesichert. Mit Hilfe des Hornes kann ich weitere Worgen Gefährten herbeirufen um das Lager zu stürmen. Wir kämpfen uns durch den Wald und finden nach einer Weile die von den Elfen umzingelte Hütte. Santro nutzt das Horn und es erscheinen wie von Geisterhand um uns herum zwei dutzend Worgen, die das Haus angreifen.

Ich nutze das Chaos und tarne mich im Schatten. Ich schleiche durch die Kämpfenden und ergreife im Haus endlich das gesuchte Artefakt. Die Blutelfe, die dort zum Schutz des Artefaktes postiert war, müsste ich nicht einmal erwähnen, denn sie hatte eh keine Chance gegen die Kraft eines Worgen.

Lord Darius ist überglücklich. Ich darf das Ritual vollziehen. Ich darf lernen, sein zu dürfen, was ich mag. Ich lerne Mensch und Worg ins Gleichgewicht zu bekommen. Ich trinke aus dem Brunnen des Zornes, aus dem Brunnen der Ruhe und aus dem Brunnen des Gleichgewichts. Am Brunnen des Zornes bricht aus mir fast Goldrinn höchstpersönlich heraus.

Ich beiße die Zähne zusammen und trinke aus dem zweiten Brunnen. Die Wut Goldrinns kommt zum Erliegen und er setzt sich gelassen in meinem Geiste nieder.

Ich trete an den letzten Brunnen. Das Wasser des Brunnens des Gleichgewichts schmeckt nach nichts und nach allem, es schmeckt … balanciert.

Ich sehe vor meinem inneren Auge Goldrinn und etwas, das ich lange nicht mehr zu Gesicht bekommen habe. Mein eigenes Spiegelbild formt sich neben dem Goldrinns. Kein Zorn, keine Wut, Freundschaft im Geiste, Freundschaft in meiner Seele. Eine lange Reise geht zu ende und eine lange beginnt nun! Nun bin ich nicht mehr nur Worg, nun bin ich nicht mehr nur Mensch. Mit dieser Macht wird die Befreiung von Gilneas ein Leichtes sein.

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Tifi Nitro schlägt das Tagebuch zu und streicht verträumt über den Einband. „Wow … was für eine Geschichte, diese Worgen haben wirklich eine Menge durch machen müssen. Ich hoffe, liebe Leserinnen und Leser, es hat Ihnen gefallen. Meine Jungs und Mädels in der Redaktion sind auf jeden Fall noch hin und her gerissen zwischen Aufregung und Dramatik. Viel Spaß weiterhin, wir lesen uns! Hihi!“