10.09.2010 – "World of Warcraft: Cataclysm" - Worgen Tagebuch, der zehnte Eintrag.
Liebes Tagebuch Gilneas, zehnter Eintrag
Ich finde die Königin am Fuße einer großen Treppe im Haupthaus.

Sie ist umringt von Scharen besorgter Bürger. Aber keiner wagt es ihr zu nahe zu treten.

Sie strahlt in ihrem weißen Kleid eine Anmut und beherrschte Intelligenz aus, von der viele Menschen nur zu träumen wagen. Sie schickt mich in die private Sternwarte des Königs. Ich steige die große Treppe hinauf und kann mich am Prunk des Hauses kaum satt sehen. Diese Teppiche und Gemälde sind sicher ungeheuer wertvoll. Über einen Balkon hinter dem Haus gelange ich zum Turm, der an das Anwesen angrenzt.

Er schraubt sich in die Höhe und scheint der höchste Punkt in Gilneas zu sein. An der Spitze des Turmes wartet König Graumähne auf mich.

Er schaut besorgt drein und möchte mir etwas Beängstigendes zeigen. Ich darf sein Teleskop verwenden und werfe einen Blick hindurch.
World of Warcraft Cataclysm: Through... - WATCH IN HD
Schiffe, Schiffe und noch mehr Schiffe … Sie haben sogar ein riesiges Luftschiff. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie viele Untote auf dieser Flotte stationiert sind. Wir müssen hier weg. Das kann doch nicht wahr sein, wie lange müssen wir noch fliehen? Finden die Menschen von Gilneas denn nie ihren Frieden? Wir müssen weg! Im Hof den Anwesens stehen einige Kutschen bereit.

Ich werde mit einer von ihnen das Weite suchen. Die Kutsche knarrt und scheppert, als wir den felsigen Weg wieder zurück fahren. Wir passieren Tore und Brücken auf dem Weg nach Sturmsiel - unserem neuen Ziel. Ich steuere die Kutsche einen felsigen Weg herab, als ich im Augenwinkel eine Bewegung mit bekomme.

OGER!!! Sie haben sich in einer Kurve versammelt und bombardieren die fliehenden Kutschen mit Steinbrocken, die so groß sind wie Kürbisse. Unsere Kutsche wird an der Seite und an einem Rad von einem Felsen getroffen und gerät ins Schlingern. Bevor ich von der Kutsche springe, schneide ich die Pferde los. Ich kann es nicht verhindern. Die Kutsche kippt mit einem lauten Knall auf die Seite und schlittert noch einige Meter die Straße hinab. Prinz Liam wartet auf mich, wie es scheint, war unsere Kutsche nicht die einzige, die angegriffen wurde.

Er hat auf Mitglieder der Miliz gewartet. Er meint zu mir, dass einige der Zivilisten vor den Ogern in das Moor geflohen sind. Sie müssen gerettet und zurück gebracht werden. Der Prinz hat wieder einmal eine List auf Lager. Der Anführer der Oger scheint ein Ettin Namens Koroth zu sein. Dumm regiert dümmer … Naja, kann mir nur recht sein. Die Zivilisten im Sumpf sind leicht gefunden.

Ich muss mich nur um ein paar Krokodile kümmern, sie scheinen hungrig zu sein, aber Zivilisten streiche ich von ihrer Speisekarte.

Nun sollte ich mich um Koroth kümmern! Mit einer Sorge weniger kann ich mich nun um den Ettin und die Oger kümmern. Prinz Liam meinte, dass die Verlassenen einige Minuten hinter uns sein müssten, aber er habe einen Plan, bei dem er die mangelnde Intelligenz der Oger und des Ettins für seine Zwecke benutzen könne. Ich schleiche auf die Berge zu und erledige aus dem Hinterhalt einige der Oger.

Nach einigen Metern entdecke ich das Lager des Ettins.

An seiner Ruhestätte sehe ich eine Flagge. Der Ettin ist sehr symbolverliebt und mag seinen Führungsanspruch über die Oger behalten. Dafür braucht er das Symbol seiner Herrschaft und hütet daher die Flagge wie seinen größten Schatz.

Ich muss den Ettin ablenken, damit ich an seine Flagge heran kommen kann. Ich schnappe mir zwei Steine und werfe einen gegen den Kopf des dummen doppelköpfigen Riesen und eines in ein Gebüsch, damit er denkt, der Steinewerfer wäre darinnen. Es funktioniert tatsächlich: Der Ettin stürmt auf das Gebüsch zu und gibt mir die Chance an seine Fahne zu kommen. Ich reiße die Fahne aus dem Boden und nehme den kürzesten Weg zurück zu Prinz Liam.

Mittlerweile hat der dumme Ettin den Diebstahl bemerkt! Ich muss mich beeilen! Ich rutsche auf kleinen Kieseln den Abhang hinab und sehe schon, wie eine relativ große Abteilung der Untoten die Straße hinab kommt. Sie werden bald in der Nähe vom Prinzen sein. Ich schlage mit der Fahne in der Hand und dem wütenden Ettin hinter mir eine Rolle in der Luft und lande vor dem Prinzen. Ich nehme die Beine in die Hand und stürme auf die Untoten zu.

Der Anführer der Verlassenen sitzt auf einem untoten Pferd. Er schaut aus, als wäre er ein Reiter der Apokalypse persönlich. Ich ramme die Fahne vor dem Verlassenen in den Boden und hechte zur Seite. Ich höre den Ettin nur noch hinter mir schreien, er brüllt irgendwas wie:
„IHR NICHT KLAUEN MEINE FAHNE, TOTE WESEN! ICH EUCH ZERMATSCHEN!!!!“

Oder so ähnlich. Der Ettin schnappt sich einen fünfzehn Meter langen Speer und prügelt damit auf die Verlassenen ein. Sie fliegen wie Puppen nach links und rechts von ihm weg. Er schaut aus, als wenn er ein Bauer wäre, der seine Ernte einholt – der Schnitter ist gekommen sein Korn zu holen!

Ich hoffe, sie spüren keinen Schmerz. Es schaut zumindest sehr schmerzhaft aus. Aber ein Lachen kann ich mir trotzdem nicht verkneifen. Ich grinse Prinz Liam an und er zwinkert mir zu – auf nach Sturmsiel!

Ich hoffe, dort kann ich Rast und Ruhe finden.