19.08.2010 – "Deus X: Human Revolution"-Interview!
Das Spiel soll dem Spieler ja viele Konsequenzen aufbürden beziehungsweise eine massive Anzahl an Entscheidungen überlassen. Worauf wirkt sich das System genau aus? Im Kampf kann man sich zwischen der Diplomatie, dem Schleichen oder der brutalen Attacke entscheiden. Während diese Form von Entscheidung den Kampf leichter oder schwerer machen kann, wirken sich bestimmte Elemente auch auf die Geschichte aus.
Was nimmt das Entwicklerteam von den ersten beiden Teilen mit? Das Team hat sich vier Monate Zeit genommen, die Vorgänger zu analysieren und durchzuspielen. Hier ging es um vieles: Kameraeinstellungen, die Wirkung von Bildern und Videos, die Charakterzeichnung und natürlich auch die gut erzählte Story - nichts ist uns entgangen und wir freuen uns schon auf den nächsten Teil.
In Zeiten von immer mehr Open-World-Spielen: Wie kann ein lineares Spiel in Richtung Story und Gameplay bestehen? Das Tolle an "Deus X: Human Revolution" ist, dass es in einem bereits aufgebauten Universum spielt. Die Charaktere, die Verschwörungen, die Bosskämpfe - alles ist logisch und man weiß jederzeit, wieso man etwas macht. Außerdem bedeutet ein lineares Spiel nicht, dass der Spieler keine Freiheiten besitzt, es gibt genügend Sidequests und mehr zu entdecken, keine Sorge.
Was war am schwierigsten an diesem Projekt? 2007 startete das Projekt, und Eidos Montreal hatte zu dieser Zeit kein Studio. Wie soll man so ein derart erfolgreiches Franchise neu starten? Diesbezüglich waren die Anforderungen hoch, und jeder der bis jetzt 135 MItarbeiter des Teams hat Teil eins und zwei gespielt, denn immerhin geht es ja um einen gewaltigen Namen der Videospielgeschichte. Alles basiert auf C++, und auch dieser Fakt stellte das Team vor kleinere Hürden.
Dieser Teil konzentriert sich eher auf das cineastische Erlebnis: Ist dies die klügste Entscheidung für das "Deus Ex"-Franchise? Dieser Schritt bricht vielleicht mit der Tradition, aber es braucht frischen Wind und macht das ganze einfach noch nachvollziehbar. Alles fühlt sich einfach richtiger an, ob es ein simpler Wurf ist oder ein übermenschlicher Sprung: Mit den richtigen Kamera-Einstellungen bringt man die Spieler dazu, richtiggehend mitzuerleben, wie sich alles entwickelt!
Ansonsten sind wir sehr stolz, was den Nebel, die Kleidung und die Story angeht. Grafisch sind wir ganz vorne dabei, und der Autor der ersten beiden Teile hat uns eingehend beraten, wie wir diesen Ableger gestalten können. Die Spielzeit liegt zwischen 20 und 40 Stunden, je nachdem, wie viel Sie erforschen wollen! Es wird schon an einem DLC getüftelt, aber von einem nächsten "Deus X" wurde noch nichts verraten. Im Frühling 2011 kommt das Spiel, wir sind gespannt!