17.08.2010 – GDC Europe 2010: Frogster spricht über den Weg von Asian MMOGs in den Westen
Am zweiten Tag der GDC Europe 2010 haben wir dem Vortrag von Frogster zum Thema Challenges for developers and publishers to develop, improve and launch an Asian Free-2-play MMOG in Europe and Nordamerika.
Ein wichtiger Punkt ist die Charaktererstellung und Modifikation, denn die Asian MMOGs haben doch sehr eigene Charaktere, die ein wenig an Anime-Figuren erinnern. Ein weiterer, äußerst wichtiger Punkt sind die "Mushrooms". Anscheinend stehen die asiatischen MMOG Entwickler auf Pilze, die hier in Europa und Nordamerika nicht so gut ankommen. Die Lacher hat der Vortragende damit voll auf seiner Seite.
Um die Veränderungen vornehmen zu können wird ein Change-Document erstellt, in dem alle Veränderungen notitert werden. Nachdem diese Veränderungen vorgenommen wurden geht's weiter in die Beta-Phase.
DIe Open Beta ist dabei ein kritisches Stadium in dem entschieden wird, ob das Spiel eine Chance am Markt hat oder nicht. Dafür ist das Feedback der Community sehr wichtig. Abhängig davon werden die Prioritäten verteilt und die Arbeit an den Changes begonnen.
Danach wird laut Frogster eine hohe Priorität auf volle Server gelegt. Die Spieler sollen gleich merken, das Sie nicht alleine in der Spielwelt sind um gleich Freunde zu finden und neue Leute für das Spiel zu begeistern. Am Beispiel von "Runes of Magic" sieht man, dass dieser Weg absolut der richtige war. Das Spiel freut sich noch immer über steigende Spielerzahlen.
Free to play <-> Itemshop: Kein neues Konzept. Es gab dieses System schon öfters und es scheint sich zu bewähren. Für Geld kann man sich besseres Equipment (kurz und knapp: einen Vorteil) erkaufen, wobei das Spiel ansich für alle kostenlos ist. Dadurch wird ein ständiger Zufluss an Spieler erleichtert und das Überleben in der Zukunft gesichert.
Wichtig sei die Balance zwischen Casual und Hardcoregamers. Man möchte nicht nur eine Partei bedienen, daher ist dieses System perfekt. Die Casual Gamer können kostenlos spielen, und die Pro-Gamer können durch Geld noch besser Items und vieles mehr erkaufen.
Spannend ist auch die Tatsache, dass Skins sehr beliebt sind. Man will anscheinend auch in der virtuellen Welt gut aussehen. Als Beispiel wird ein Reittier erwähnt, welches in der Babyversion sehr viel öfter im Itemshop verkauft wurden, als die ausgewachsene Version. Die Spieler möchten einfach einen persönlichen Touch dem Charakter verpassen.
Es gibt auch Unterschiede zwischen Europa und Asien: Gambling ist zum Beispiel im asiatischen Markt sehr viel beliebter als in Europa. Wenn man wirklich erfolgreich sein will muss man auch solche regionalen Wünsche voll erfüllen.
Wichtig sei laut den Ausführungen im Vortrag auch das Marketing. Dies wurde bei "Runes of Magic" nie gestoppt, wodurch das Spiel immer im Gespräch bleibt. Ein weiterer nicht zu verachtender Punkt ist in diesem Zusammenhang die Integration von neuem Content. Dabei wird dem User nicht ein 0815 Add-On vorgesetzt sondern von langer Hand geplant, welche neuen Features machen Sinn und welche kann man vernachlässigen.
Alles in allem wurde ein sehr guter Überblick über das Thema serviert!