01.09.2010 – "World of Warcraft: Cataclysm" - Worgen Tagebuch, der achte Eintrag.
Gilneas, achter Eintrag:
Liebes Tagebuch,
Auf dem Bauernhof angekommen finde ich im Keller Lord Godfrey. Er leitet den Einsatz, welcher die Untoten auf ihre Schiffe zurück treiben soll.

Es werden auch drei Kinder vermisst, die Kleinen müssten völlig verschreckt sein und um ihr Leben zittern. Ich bin gespannt, wie sie auf meine Erscheinung reagieren. Werden sie schreiend das Weite suchen? Oder werden sie mich füttern und streicheln wollen? Ich bin gespannt! Ich mache mich auf den Weg und sehe hinter dem Feld die Angriffslinie der Untoten. Sie haben Katapulte dabei und beschießen das Dorf. Ich renne über den Acker der Bauern und stürme auf das erst beste Katapult zu.

Ich entwende einem Untoten ohne Kiefer seine Belagerungsmaschine und lasse mich von der Maschine auf eines der Schiffe schleudern.

Ich schlage in der Luft fast einen Salto, aber dank meiner Beweglichkeit lande ich grazil wie eine Katze auf dem Deck des Schiffes.

Mir stellen sich einige untote Matrosen entgegen. Sie sind mit zwei Degen bewaffnet und greifen mich ohne Zögern an. Der Kampf gegen Gegner, welche zwei Waffen handhaben, ist neu für mich. Dank meiner besseren Sinne habe ich einige Vorteile auf meiner Seite. Der Kampf ist kurz und schmerzlos, die Untoten finden endgültig ihren Weg ins Jenseits und es steht mir niemand mehr im Weg auf der Suche nach dem Kapitän des Schiffes.
Er ist ein besonders vermodertes Exemplar eines Untoten. Ich rieche seine Anwesenheit schon von der Treppenstiege des Schiffes aus.

Dank des Geruches des Kapitäns bin ich gewarnt und sein Angriff kann mich nicht überrumpeln.

Er ist überraschend schnell für ein totes Klappergestell. Auch er greift mich mit zwei Waffen an. Er stößt mit beiden Waffen über Kreuz in meiner Kopfhöhe zu. Ich hacke meinen Dolch hinter seine gekreuzten Klingen und dränge sie durch einen starken Zug in meine Richtung auseinander.

Ein Tritt meines rechten Beines gegen seinen Brustkorb stößt den Kapitän nach hinten an die Wand. Nun kann er sich nicht mehr frei bewegen! Die Chance nutze ich umgehend aus. Ich stoße den Dolch meiner linken Hand durch Elle und Speiche des rechten Arms des Untoten und drücke ihn in das Holz der Kajüte. Damit blockiere ich seinen kommenden Angriff. Nun ist mein Gegner an die Wand genagelt und ich gebe ihm den Gnadenstoß.
Meine bisherigen Erfahrungen und meine neue Stärke machen sich bezahlt. Selbst das Erledigen des Kapitäns des zweiten Schiffes schaffe ich ohne Kratzer und große Anstrengungen.
Auf dem Weg zurück suche ich die umliegenden Gehöfte nach den Kindern ab. Ich finde die kleine Ashley in einem Haus in der oberen Etage.

Wäre mehr Zeit gewesen, hätte sie mich wohl gestriegelt und mir eine Schüssel Wasser hingestellt.

Die Welt durch naive Kinderaugen zu sehen wäre mal wieder sehr erfrischend. Gott sei Dank musste ich das Striegeln und Schmusen nicht ertragen. Die anderen beiden Kinder, Cynthia und James, sind da schon schreckhafter.

Trotz den Schocks, den mein Aussehen ausgelöst hat, reagieren sie auf meine Richtungsangabe, in die sie fliehen sollen. Hauptsache weg von mir, nehme ich an. Egal, alles was zählt, ist das Ergebnis.
Laut Godfrey ist eine gewisse Dunkelläuferin Thyala die Kommandantin in diesem Abschnitt. Die Elfe soll sehr stark und gerissen sein, daher gibt er mir eine Meute von Mastiffs mit um sie zu besiegen. Ich und die anderen Hunde … wie sich die Sicht der Dinge verändern kann ...

Wir pirschen uns an die Dunkelläuferin heran und stürmen auf sie los. Gegen unsere Zähne und Krallen hat sie keine Chance. Die Hunde schnappen nach den Beinen des Pferdes, auf dem die Dunkelläuferin sitzt. Sie kann bei dem verschreckten Pferd kaum gescheit kämpfen.

Ich springe in ihre Richtung hoch und trete ihr aus einem Salto heraus gegen den Brustpanzer. Sie rutscht nach hinten aus dem Sattel vom Pferd. Beim Aufprall am Boden lauern schon die Hunde. Sie beißen nach der Dunkelläuferin und ich nutze die Chance und springe mitten in das Gerangel. Meine Dolche geben der Dunkelläuferin schnell und gezielt den Rest.

Es klingt unmenschlich, aber es macht mir irgendwie Spaß. Nicht das Töten an sich, sondern das Gefühl etwas erfolgreich gejagt zu haben. Ich denke, da färbt der Worg in mir ein wenig auf meine menschliche Wahrnehmung ab.
Nach dem Tod der Elfe verscheuche ich die Hunde und wische meine Klingen an ihrem Umhang sauber. Es scheint, als wenn die Umgebung ruhig wäre. Auftrag erfüllt! Der Prinz wird sich freuen.