31.08.2010 – "World of Warcraft: Cataclysm" - Worgen Tagebuch, der siebte Eintrag.
Gilneas, siebter Eintrag:
Liebes Tagebuch
Dank Aranas werde ich nicht „eingeschläfert“. Ich darf mich frei im Dorf Dämmerhafen bewegen. Man löst meine Fesseln und lässt mich vom Pranger. Der Hof schaut verdreckt aus. Ich kann froh sein, dass ich ein freier Mann sein darf. Viele der anderen Verwandelten hatten nicht so viel Glück.

Ich mache meine ersten Schritte und schaue tief in mich hinein. Der Geist des Wolfes ist in mir gefangen, er ist angekettet in den Tiefen meines Bewusstseins. Ich höre ab und an ein wütendes Flüstern, aber das ängstigt mich nicht mehr.
Die Phiole, die Aranas mir gab, wirkt nur begrenzt. Damit ich nicht doch noch meinen Willen verliere, muss ich für Nachschub sorgen. Er meint, er bräuchte eine Alraunen Essenz, hinter dem Dorf leicht südlich von hier soll in einem Schuppen ein wenig dieser Essenz liegen.

Als ich dort ankomme, finde ich die Kiste mit der Essenz.

Neben der Kiste liegt jemand aus dem Dorf, wie es scheint ist er ermordet worden...

Aus seinem Rücken ragt ein Dolch, der nicht aus Gilneas zu stammen scheint. Der Griff scheint sehr fremdartig und strahlt etwas Böses aus, ich bekomme beim Anblick der Waffe eine Gänsehaut. Meine Nackenhaare sträuben sich und ich springe instinktiv in die Höhe. Unter mir rauscht ein Dolch zu der Position, an der sich noch vor einer Sekunde mein Herz befunden hat.

Ein Untoter Assassine greift mich an und nur meine Reflexe haben mir das Fell gerettet. Ich lande hinter dem Untoten und stoße mit dem Dolch zu. Meine Waffe dringt in morsches Fleisch und trifft auf trockene Knochen. Mit der anderen Hand schlage ich dem Untoten den Kopf ab und trete den Kadaver von mir … Interessant, mittlerweile muss ich nicht mehr groß nachdenken beim Kämpfen. Meine Instinkte lassen mich einfach reagieren. Ein tolles Gefühl!
Enthusiastisch schreie ich meinen Sieg in die Ferne und muss dabei mit Erschrecken feststellen, dass der Untote nicht allein ist.

Wie es scheint, gehörte er zu einer Invasionsstreitmacht. An der Küste liegen zwei Schiffe und es strömen Untote zu uns herauf. Der Geruch von Moder und Verwesung weht ihnen voran und ich muss ein Erbrechen unterdrücken.
Liam Graumantel organisiert den Widerstand. Er schickt sowohl mich und die anderen von Aranas geretteten Worgen als auch die Milizen gegen die angreifenden Untoten.

Für die großen Monstrositäten hat er einen besonderen Trick auf Lager. Ich soll ein Fass mit Sprengstoff auf diese riesigen Untoten werfen und er wird aus der Ferne auf das Fass schießen.
Die folgende Explosion soll die so schwer zu besiegenden Monster dann im Nu zerreißen. Ich schnappe mir also so ein Fass und werfe dieses einem dieser Monstrositäten zu.

Die schaut so verdattert drein, dass sie gar nicht so schnell reagieren kann, wie Graumantel braucht um auf sie zu zielen. Zweihundert Meter hinter mir legt Graumantel an und schießt mit seinem Gewehr auf das Fass um es zum Explodieren zu bringen. Vom folgenden Knall pfeifen meine empfindlichen Worgen Ohren noch eine ganze Weile, aber dank der Idee von Liam Graumantel sind diese Monster kein Problem für uns.

Die Fußsoldaten der Untoten haben gegen uns Worgen kaum eine realistische Chance. Wir sind zu schnell. Mir kommt es vor, als wenn die Untoten sich in Zeitlupe bewegen würden. Es ist so einfach ihren plumpen Bewegungen auszuweichen. Ich finde Gefallen an diesem tödlichen Tanz, denn er ist nicht für mich tödlich. Wo unsere Waffen nicht den Weg in den Leib der Untoten finden, tun es unsere Krallen. Die Flut der Toten bricht an uns und verebbt schließlich fast komplett. Ich stehe auf dem Schlachtfeld und atme den Geruch des Sieges ein. In meinem Kopf ist das Wüten des Wolfsgeistes, dank Aranas seinem Gemisch nur ein leises Flüstern. Ich lache über das Bemühen des Biestes in mich hinein und danke ihm für diese animalische Kraft.
Zurück bei Graumantel werde ich von ihm zu Bürgermeisterin Gwen Armstead geschickt. Sie muss unbedingt erfahren, dass die Verlassenen sich in das Schicksal von Gilneas einmischen wollen. Sie gibt den Milizen den Befehl sich auf dem Bauernhof der Allen´s einzufinden.
