05.06.2002 – "Vampire Night" wird derzeit nicht verüffentlicht
Das Damokles-Schwert der rigiden Jugendschützer bewog Sony Entertainment Deutschland, derzeit auf die Verüffentlichung des PS2-Spiels "Vampire Night" in Deutschland zu verzichten. Sony will zukünftig sehr früh seine Spiele auf Jugendverträglichkeit prüfen lassen und vor der endgültigen Fertigstellung die Spiele zur Vorprüfung bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien einreichen.
Sony will alles dazutun, damit langfristig Computerspiele in der üffentlichkeit nicht nur noch mit Gewaltdarstellungen assoziiert werden oder scharfe Verbote vom Gesetzgeber verhängt werden.
Außerdem hat Sony Computer Entertainment heute morgen die authorisierten Großhändler und andere Handelsunternehmen in Deutschland gebeten, sie mügen ebenso auf den Verkauf von "Vampire Night" verzichten. In üsterreich udn der Schweiz wird das Spiel wie gehabt ausgeliefert werden. "Wir haben unsere Großhändler gebeten, Vampire Night nicht zu importieren und hierzulande zu vermarkten“, sagt Manfred Gerdes, Geschäftsführer von Sony Computer Entertainment Deutschland. "Es geht darum, verantwortungsbewusst mit neuen Medien umzugehen und ein deutliches, positives Signal zu setzen. Händler, die langfristig in diesem Markt operieren wollen, sollten nicht durch kurzfristiges Gewinnstreben zu einem Negativ-Image beitragen.“
Der Titel von Namco wurde für Deutschland bereits entschärft und erhielt die USK-Bewertung "Freigegeben ab 16 Jahren". Unter Umständen wird das Spiel später auch in Deutschland auf den Markt kommen. Sony will nun jedoch erst einmal den Dialog mit offiziellen Stellen suchen, um die Unbedenklichkeit des Spiels gegenüber den Jugenschutzbestimmungen abzusichern.
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