Vor Sieben Jahren begann die Karriere einer schönen Frau mit großen Brüsten. Damals wusste noch niemand, was genau aus ihr werden würde. Heute wissen wir, dass diese Dame mit dem Namen Lara Croft in "Tomb Raider" ziemlichen Erfolg hatte, auch wenn die Teile meist immer schlechter wurden.
Auch wenn der zweite Teil der wahrscheinlich beste der Serie war, entschloss sich Eidos mit Teil 1 zu beginnen. Diesen ziemlich unverändert auf dem kleinen "N-Gage" umzusetzen ist eine seltsame Entscheidung, da das Spiel nicht gerade durch technische Höchstleistungen glänzt.
Der Erfolg war ja auch weniger der tollen Grafik, dem guten Sound oder der Story zuzuschreiben. Stattdessen gab es damals eher wenige Spiele mit solch einem Gameplay oder Brüsten in normalen Videospielen. Dahingehend kann man "Lara Croft" auch heute noch als Vorreiterin weiblicher Heldinnen sehen.
Die Story
Auch wenn wir heute mehr von Laras Jugend wissen, so ist im ersten Teil lediglich bekannt, dass Sie die Tochter eines britischen Archäologen ist, die unheimlich gerne springt, läuft und mit Waffen schießt. Eigentlich will Sie ja nur von einem Skiurlaub nach Hause fliegen, doch das Flugzeug stürzt ab und das Abenteuer nimmt seinen Lauf.
Nun ist Sie plötzlich auf der Suche nach geheimnisvollen Artefakten, tötet ca. 100 Tiger, Fledermäuse und sonstiges Ungeziefer. Einige Schätze werden gehoben und gesammelt (wobei Sie nie wissen wo diese Platz haben sollen), unzählige Waffen aufgenommen (eigentlich will ich gar nicht wissen, wo diese versteckt werden) und es wird mit all diesem Gewicht gesprungen wie nie zuvor.
Rätsel?
Lara definierte aber nicht nur die weibliche Anatomie neu, nein Sie brachte auch noch komplett neue Spielelemente auf die Konsole. Selten zuvor mussten Sie so viele Kisten schieben und Schalter umlegen wie in "Tomb Raider". An diesem Spielprinzip änderte sich bis heute nichts.
Hierdurch gehen neue Türen auf, Geheimgänge werden entdeckt und ständig neue Gegner warten nur darauf, von den Pistolen und Waffen von Lara niedergestreckt zu werden. Neben dem Getier kommen später noch Mumien und Menschen hinzu, wobei Sie sich keinerlei Gedanken machen muss, dass Sie vielleicht wegen Mordes vor Gericht kommt.
Mehr sollte Sie sich Gedanken machen, dass Sie wegen der Steuerung verurteilt wird. Denn diese ist unverändert schlecht. Bis Sie einmal über eine Klippe gesprungen sind, dürfen Sie sich über unzählige verunglückte Versuche "freuen". So kann ein Spiel auch in die Länge gezogen werden, wenngleich dies bei "Tomb Raider" eigentlich gar nicht nötig wäre.
Technische Umsetzung
Okay, der N-Gage ist neu. Die Programmierung könnte vielleicht recht schwierig sein. Aber warum übernimmt man eine aufpoppende, Grobkörnige und für heutige Zeiten unansehnliche Grafik 1:1. Dies wird wahrscheinlich auf ewige Zeiten ein Geheimnis der Programmierer bleiben, doch das Spiel bleibt ziemlich unansehnlich.
Auch das tolle Ruckeln bleibt wohl keinem verborgen. Doch anhand des wahrscheinlich nicht wirklich vorhandenen Erfolges wird sich Eidos wohl überlegen müssen, ob auch der zweite Teil (der bestimmt kommen wird) genauso unverändert übernommen wird. Unterirdisch ist auch der Sound, der den technischen Stand von vor 10 Jahren besitzt.
Momentan wird "Tomb Raider" mit dem N-Gage gratis ausgeliefert. Ob Sie das Spiel jedoch wirklich in das Handy geben werden, bleibt zum Glück dem Spieler überlassen. Stattdessen sollten Sie vielleicht eine MMC Karte einlegen, ein paar Spiele und Musik auf die Card laden und Lara schlafen lassen.
Nach der folgenden Schönheitskur kann Eidos bereits im folgenden Teil zeigen, ob Sie nicht nur Geld machen wollen, sondern auch wieder einmal ein gutes Spiel herausbringen können. Einen Kauf brauchen Sie sich nur zu überlegen, wenn Sie absoluter Sammler sind und keine Lara vermissen möchten.