Nachdem Micky in seinem zweiten Abenteuer „Disney Micky Epic – Die Macht der 2“, für Xbox 360 bzw. PS3 eher nur Mittelmaß war, versucht es der Mäuserich mit den großen Ohren nun nochmal auf der Wii U. Ob „Disney Micky Epic – Die Macht der 2“ nun besser geworden ist und wie es sich nun mit dem Gamepad spielt, das lest ihr hier im Wii U Test.
Alles beim Alten
In „Disney Micky Epic – Die Macht der 2“ für die Wii U gibt es kaum nennenswerte Änderungen. Falls man das Spiel schon auf anderen Plattformen besitzt, liefert die Wii U Version keine Kaufgründe, sich das Spiel noch mal zu holen. In Bezug auf Story, Quests und Gameplayelemente hat sich im Vergleich zu den anderen Konsolen nichts geändert. Wer darüber noch nichts weiß, der kann sich hier die Review zur Xbox 360 Version anschauen.
Der Wii U Faktor
Über das Gamepad kann man nun sofort die Karte einsehen ohne, dass man ins Pausemenü wechseln muss. Das ist zwar bei weitem kein Anwärter für den Innovationspreis, aber wenn es geschickt umgesetzt ist, ist es zumindest nützlich. Leider ist dies aber auch nicht der Fall, denn wie schon auf den anderen Konsolen, ist die Karte und das Menü sehr umständlich. So muss man erst auf einen Knopf drücken, um wichtige Punkte auf der Karte anzeigen zu lassen. Diese verschwinden dann aber auch wieder nach ein paar Sekunden – sehr nervig. Außerdem kann man sich auch keinen Punkt markieren oder im Spiel selbst anzeigen lassen, was für viele Aufgaben sehr praktisch wäre. So weiß man oft nicht genau was noch alles zu tun ist und ob man nicht schon etwas verpasst hat – für ein Kinderspiel ist das viel zu wenig und oft enttäuschend. Allein bis man sich in diesem Menü bis zu den noch offenen Aufgaben durchgekämpft hat vergeht Zeit. Selbstverständlich sind Questgeber bzw. Questpunkte nicht auf der Karte eingezeichnet. Das wäre zu simpel und so ist man ständig unterwegs und versucht mit dem Farbverdünner alles zu verdünnisieren was nicht bei drei auf den Bäumen ist um Geheimnisse frei zu legen. Klar will man etwas Herausforderung haben. Auf Dauer ist dies aber nur anstrengend, wodurch die Sammellust oft flöten geht. Schade, denn eigentlich gibt es genügend Items und Extras, wie neue Kleidung oder Sticker.
Gameplay
Ein weiterer Schwachpunkt sind die noch immer vorhandenen KI Schwächen von Oswald. Viele Aktionen im Spiel müssen gut getimet sein und so muss man auf die Mithilfe von Oswald hoffen. Dieser reagiert meist aber zu spät oder manchmal auch gar nicht, obwohl wir auf die B-Taste, mit der man Oswald ruft, einhämmern. Aus diesem Grund muss man dann auf die wartende Belohnung verzichten und das geht wirklich gar nicht. Diese Ereignisse werfen einen total aus dem Spiel und verderben jeglichen Spielspaß. Deshalb von uns die klare Empfehlung: wenn ihr „Disney Micky Epic – Die Macht der 2“ spielen wollt, dann tut es zu zweit - ihr werdet euch viel Frust ersparen. Dann entfaltet „Disney Micky Epic – Die Macht der 2“ auch seine guten Seiten, wie die wirklich sehenswerten und toll animierten Zwischensequenzen und die, durch die vielen bekannten und originalvertonten Charaktere, gute Grundatmosphäre. Durch Levelabschnitte, die an Mickys alte Klassiker erinnern und viel Liebe zum Detail, gewinnt „Disney Micky Epic – Die Macht der 2“ zusätzlich an Spielspaß. Da ist es umso trauriger, dass durch die oben besprochenen Mängel und den stark schwankenden Schwierigkeitsgrad bei den Rätseln, diese gute Stimmung kaputt gemacht wird.
Mehr zu Grafik, Sound und unser Fazit erfahrt ihr auf der nächsten Seite.
Beim Sound hat sich überhaupt nichts geändert und bei der Grafik zumindest nichts Erwähnenswertes. „Disney Micky Epic – Die Macht der 2“ auf der Wii U sieht quasi gleich aus wie auf der PS3 oder Xbox 360. Das macht aber nichts, im Gegenteil: Die Zwischensequenzen könnten eins zu eins aus einem hübsch gemachten Animationsfilm sein und sprühen nur so vor Disney-Charme. Auch die Spielgrafik ist, trotz seltener matschiger Texturen, ein echter Hingucker und so stilvoll und schön in Szene gesetzt, dass jeder Disney Fan wohl ins Schwärmen kommen wird! Leider gibt es ein paar Clipping-Fehler und teils unfreiwillig komische und schwache Animationen.
Auch der Sound ist nach wie vor top und die typische Disneymusik, wie auch die Originalstimmen sind fantastisch.
Zusammenfassung
Wie oben schon erwähnt sei hier nochmals betont: Wer „Disney Micky Epic – Die Macht der 2“ auf anderen Konsolen schon gespielt hat, der hat wirklich alles schon gesehen und hat damit keinen Grund es sich nochmal für die Wii U zu besorgen.
Wer es noch nicht gespielt hat, für den gilt trotz der Schwächen und Probleme, die es z.B. durch Oswald als KI-Mitspieler gibt: Es ist ein solides Spiel geworden. Die Freiheit, in Wasteland alles zu erkunden, die zahlreichen Quests und die vielen, tollen Ansätze bei Story und Atmosphäre können überzeugen. Leider verliert man manchmal den roten Faden im Spiel, was den sonst so guten Spielfluss zunichte macht. Dieses Manko wird aber von der vortrefflichen Disney und Micky Mouse Atmosphäre, zumindest zum Teil, wieder wett gemacht. Wahre Disney Fans werden vom Gesamteindruck, den das Spiel vermittelt, zufrieden, wenn nicht sogar erfreut sein. Leider trüben aber ein paar gröbere Fehler den Spielspaß, was nicht heißt das „Disney Micky Epic – Die Macht der 2“, keinen Spaß machen kann. Trotzdem stechen diese Fehler immer wieder heraus und dämmen das Vergnügen, da man merkt, dass bei Weitem nicht das ganze Potenzial genutzt wurde.
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