Serious Sam Double D XXL Xbox 360
Erscheinungstermin: 20.02.2013 Mehr Infos
Plattform: Xbox 360
Genre: Action
Release: 20.02.2013
Vertrieb: Devolver Digital
Entwickler: Mommy's Best Games
Webseite: Visit
USK-Einstufung:
Serious Sam Double D XXL
von davevader (freier Mitarbeiter) 18.02.2013
“Serious Sam” ist wieder da und nun auch noch in „Double D XXL“. „Serious Sam Double D XXL“, hat aber weniger mit Körbchengrößen zu tun hat, als mit der zweiten Dimension. All das und noch mehr erfahrt ihr in unserem Test.
So schafft es „Serious Sam Double D XXL” ein bisschen länger zu motivieren. Sobald ihr aber mal alle Waffen gesehen habt, gibt es nicht mehr viel Neues und die Langzeitmotivation lässt stark nach, denn auch die immer gleichen Feinde tragen nicht gerade zur Besserung dieses Problems bei. Immerhin gibt es manchmal kleine Rätsel. Die lockern das Geschehen ein bisschen auf, aber auch diese wiederholen sich, für unseren Geschmack, ein bisschen zu oft.
Der Soundtrack ist, wie man ihn aus der Serie schon gewohnt ist, überdreht und schnell. Passt also ganz gut zum Spielstil und kann sich hören lassen. Die Sounds der Waffen haben verständlicherweise nicht die Qualität, wie beispielsweise bei einem „Call of Duty“ oder „Battlefield“, aber sind für den überzeichneten Comiclook ausreichend.
Eintauchen in die Tiefen von „Serious Sam“
”Serious Sam” gibt es nun nach 2011 schon zum zweiten Mal im 2D-Format. Bevor wir darauf aber näher eingehen, kommen wir noch kurz zur Story. Nein, Spaß beiseite, „Serious Sam Double D XXL” hat wie gewohnt so viel Storyrtiefe, wie eine Wasserpfütze. Diese missende Tiefe kompensiert das Spiel aber mit Humor. Ein Beispiel: Natürlich dürfen auch bei „Serious Sam Double D XXL” nicht die kopflosen Kamikaze fehlen. Die gibt es auch in der weiblichen Ausgabe, allerdings nackt. Sie verdecken, aber mit ihren Bomben, die wichtigsten Stellen. Das kommentiert das Spiel passend mit dem Satz: „You got some nice bombs!“ – da war wohl nicht die zweite Dimension gemeint! So fühlt man sich manchmal auch ein bisschen an „Duke Nukem“ erinnert, man vermisst aber oft das viel zitierte Augenzwinkern und zu oft, weiß man schon vorher, welcher Gag gerade kommen wird.Double D Geballer
Alles ist nun 2D und so steuert sich das Ganze wie ein brutales „Super Mario Bros.“, in dem man auch schießen kann. Das wichtigste Gameplayelement sind, wie könnte es anders sein, die Waffen. Da gibt es von der noch normalen Schrotflinte oder Tommy Gun, bis hin zum Granatenwerfer, einer Kettensäge oder der Strahlenkanone, alles was der Waffennarr begehrt. Das besondere ist, dass, wenn man die richtigen Teile findet, Waffen aufeinander stecken kann. Dadurch entstehen ziemlich absurde Gebilde mit unglaublich viel Feuerkraft. Diese ist aber bei den Gegnermassen auch notwendig, denn diese kommen in rauen Mengen angelaufen, um euer virtuelles Ableben zu sehen. So ballert man sich von einer Feindwelle in die nächste und kann dabei auch Währungsbonbons aufsammeln, welche die getöteten Feinde fallen gelassen haben. Damit kann man sich dann an bestimmten Stellen des Spiels, neue Waffenupgrades, wie z.B. von Wänden abprallende Kugeln kaufen, was die Trefferquote stark ansteigen lässt. So gibt es weiters einen Aufsatz für Gegner verlangsamende Munition oder selbstaufsaugende Währungsbonbons.So schafft es „Serious Sam Double D XXL” ein bisschen länger zu motivieren. Sobald ihr aber mal alle Waffen gesehen habt, gibt es nicht mehr viel Neues und die Langzeitmotivation lässt stark nach, denn auch die immer gleichen Feinde tragen nicht gerade zur Besserung dieses Problems bei. Immerhin gibt es manchmal kleine Rätsel. Die lockern das Geschehen ein bisschen auf, aber auch diese wiederholen sich, für unseren Geschmack, ein bisschen zu oft.
Steuerung
Grundsätzlich spielt sich „Serious Sam Double D XXL” wie ein 2D-Jump & Run. Es gibt also auch, wie bei jedem Spiel dieses Genres, Böden bzw. Plateaus in verschiedenen Höhen. Das ist manchmal ein bisschen umständlich, wodurch einem zeitweise die Bewegungsfreiheit im Kampfgetümmel fehlt. „Serious Sam“ selbst bewegt man mit dem linken Analogstick, während man mit dem rechten zielt. Das fühlt sich zu Beginn noch ein wenig ungewohnt und seltsam an. Nach einiger Zeit beherrscht man dies dann aber und wird so einigermaßen Herr der Zerstörungsorgie.Grafik und Sound
Die Grafik des Spiels ist zweckmäßig, denn sie ist nicht gerade vom Feinsten. Die Texturen sind ziemlich undetailiert, vieles wirkt matschig, außerdem wird auch oft recycelt und man läuft durch ähnlich aussehende Landschaften und Gemäuer. Andrerseits spielt sich aber alles sehr flüssig. Der vereinfachte Comiclook geht in Ordnung und die vielen Gegner am Bildschirm und die verschiedenen Waffen bringen ein Blitzgewitter an Effekten, Explosionen und Blut auf den Bildschirm – wenn auch nicht unbedingt sehr schön.Der Soundtrack ist, wie man ihn aus der Serie schon gewohnt ist, überdreht und schnell. Passt also ganz gut zum Spielstil und kann sich hören lassen. Die Sounds der Waffen haben verständlicherweise nicht die Qualität, wie beispielsweise bei einem „Call of Duty“ oder „Battlefield“, aber sind für den überzeichneten Comiclook ausreichend.
Multiplayer
Der Multiplayer wertet das eintönige und doch etwas langweilig werdende Gameplay, um einiges auf. Es macht einfach Laune mit einem Kumpel alles kurz und klein zu schießen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Man muss nicht viel überlegen, man braucht nicht wirklich eine besondere Taktik, aber gerade das macht auch ein bisschen den Reiz des Spiels aus. Trotzdem wird auch das nach einiger Zeit wird langweilig, da es immer der gleiche Trott ist. Wenn man aber die Wahl hat zu zweit oder Solo zu spielen, sollte man auf jeden Fall auf die Mehrspielervariante setzen.Atmosphäre
Die Atmosphäre ist stupide, niveaulos, teilweise sogar lustig und ziemlich over-the-top, ohne aber leider etwas Fingerspitzengefühl zu zeigen. So schafft es „Serious Sam Double D XXL” oft nicht über einen plumpen Witz hinaus zu kommen, was nach ein paar Gags dieser Art nicht mehr so erheiternd ist. Mit den größeren Gegner und Bossgegnern sind den Machern ein paar interessante Figuren eingefallen. So kämpft man gegen riesige Skarabäen oder auch mutierte Dinosaurier, die meist eine eigene Taktik brauchen, um sie zu besiegen. Ansonsten bekommt man aber wenig Abwechslung geboten und darf auf egal welchen Gegnertyp einfach drauf los ballern. Diese Spiele könnten Sie auch interessieren:
PROS
- Waffen sind stapelbar
- Nettes Koop-Geballer
- „Serious Sam“ typische Gegner wieder mit dabei
- Schnelle Action
CONS
- Stumpfer Humor, der wohl nicht jedem gefällt
- Ebenen nach unten verlassen
- viele gleiche Levels
- Immer wieder dieselben Gegnertypen
- Generell kaum Abwechslung

