„Alarm für Cobra 11“, die spannende TV Serie als Videospiel – Ob das Spiel mächtig PS hat oder ob der Tank nach 20 Minuten leer ist, erfahrt ihr in unserem Review.
Story
Wie in der gleichnamigen TV-Serie von RTL dürfen wir auch im neuesten Lizenzableger den beiden Kommissare Ben und Semir bei ihrer Arbeit zusehen (bzw. in ihre Rollen schlüpfen), um auf Deutschlands Straßen für Sicherheit zu sorgen. In Undercover ist das Ziel der unglaublich flach erzählten Geschichte recht simpel: Acht Gangsterbosse dingfest machen.
Gameplay
Eine ziemlich lineare und monotone Story sowie störender Motorenlärm prägen die Szenerie. Unter einem guten Rennspiel erwarten sich viele von euch wahrscheinlich etwas Besseres. Der Grund könnte aber darin liegen, dass die Produzenten weder ein großes Budget noch ein großes Zeitfenster für die Produktion des Titels hatten. Aber das ist nur eine Vermutung meinerseits. Erstaunt hat mich allerdings, dass die Synchronsprecher für das Spiel, die Schauspieler aus der TV-Serie sind. Da man aber ihre Stimmen sehr oft als Telefongespräch oder Funk mitbekommt, wirkt es etwas billig.
Grafik
Optisch ist das Spiel nicht das beste aber auch nicht das schlechteste. Die Umgebung wirkt sehr schön gestaltet, wenn auch etwas scharfkantig. Das Ambiente ist auf Dauer etwas monoton. Ein großes Plus sind dagegen die Fahrzeuge. Auch wenn sie nur Ähnlichkeiten mit Originalfahrzeugen haben, sind sie sehr schön konstruiert worden. Wer nach Werbung oder Publikum bei Rennen Ausschau hält, der kann lange warten. Es gibt nämlich keine.
Sound
Die Hintergrundmusik hab ich gleich mal von Anfang an abgeschaltet, da sie überhaupt nicht meinem Stil entspricht. Ein weiterer Punkt sind die Motorengeräusche: Solange ihr alleine umherrast, ist ja alles noch gut, doch sobald ihr in einem Rennen seid, werdet ihr eurer blaues Wunder erleben. Die Motoren sind dort nämlich furchtbar schlecht umgesetzt und, solange ihr verfolgt werdet, ziemlich nervend.
Die Steuerung ist einer der wenigen positiven Aspekte in diesem Spiel: Gas geben, bremsen, lenken und Ausrüstung einsetzen – Das sind die Dinge, die ihr in diesem Spiel großteils brauchen werdet. Im Tutorial werdet ihr dazu eingeschult. Anschließend beherrscht ihr auch ohne Führerschein den Wagen.
Wie schon der Vorgänger bietet euch Undercover die Möglichkeit, mit bis zu vier Spielern an einer Konsole oder auch online Rennen auszutragen. Zur Auswahl stehen bei den Modi ein einfaches Rennen mit oder ohne Ausrüstungen, die Checkpoint-Rennen und der Deathmatch-Modus, bei dem nach einem Checkpoint immer der letzte Fahrer ausscheidet.
Online gibt es zusätzlich Ranglisten-Matches und Bestenlisten. Die Strecken können sowohl in Rundparcours, wie auch in abgesperrten Abschnitten absolviert werden. All das ist aber so unterhaltsam wie eine Wurzelbehandlung ohne Narkose und noch dazu ziemlich uninspirierte Standardkost, die heutzutage zu einem Rennspiel einfach dazu gehört. Ein großer Nachteil ist des Weiteren noch, dass ihr sehr lange auf Gegner warten müsst.
Atmosphäre
Wer hofft, sich als Rennfahrer oder Polizist zu sehen, der wird hier schnell enttäuscht. Ebenso kommt das Feeling aus der TV-Serie nicht wirklich rüber. Hier hatte ich mir doch etwas mehr erwartet.
Zusammenfassung
Spannende Verfolgungsjagden und Actiongeladene Rennen. Das sind die wohl wichtigsten Dinge, die ein ordentliches Rennspiel aufweisen sollte. Meiner Meinung nach ist „Alarm für Cobra 11: Undercover“ eine Kopie aus einer Mischung von „Need for Speed“, „Burnout“ und „Gran Tourismo“ und man sollte bei der TV Serie bleiben, die ist nämlich um einiges besser als das Spiel.
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