Medal of Honor: Warfighter PC,Xbox 360,PS3
Erscheinungstermin: 25.10.2012 Mehr Infos
Plattform: PC,Xbox 360,PS3
Genre: Action
Release: 25.10.2012
Vertrieb: Electronic Arts
Entwickler: Danger Close
Webseite: Visit
USK-Einstufung: ![]()
Medal of Honor: Warfighter
von Michael Haid 24.11.2012
Die Jahreszeit der Militärshooter ist wieder angebrochen und noch bevor Activision mit „Call of Duty: Black Ops 2“ ein wahres Schwergewicht veröffentlichte, hatten EA und Danger Close mit „Medal of Honor: Warfighter“ versucht den Anschluss an die Spitze zu halten. Ob das gelungen ist, erfahrt ihr in diesem Review.
Die „emotionale Story“ scheint das dritte erwähnenswerte Feature zu sein und hier muss man sagen, dass Preachers Geschichte wirklich unter die Haut geht. Wer denkt schon beim „Call of Duty“-Zocken an die Familie desjenigen, mit dem man sich durch die Feindmassen schießt? Bei „Medal of Honor: Warfighter“ wird ein kleiner Einblick in das Privatleben eines Elitesoldaten gewährt und das gab es in dieser überwältigenden Form in noch keinem Kriegsshooter. So könnte die Geschichte, die auf die Probleme zwischen Preacher und seiner Frau eingeht, locker mehrere Punkte wieder gutmachen, würde es da nicht den zweiten spielbaren Charakter, Stump, geben. Stump steht wahrscheinlich, als schlechte Abkürzung, für das Wort „stumpf“ und bezeichnet damit die Figur sehr treffend, da sie überhaupt nicht vorgestellt wird und man keine wirklichen Hintergrundinformationen zu dieser Person erhält. Man schießt sich mit ihm einfach durch ein paar Missionen und fertig. Wieso? Wie kommt man bloß auf die Idee auf der einen Seite eine so frische und berührende Geschichte einzusetzen und dann auf der anderen Seite irgendeinen Charakter einfach so in das Spiel zu klatschen?
Story
Oft vergisst man, dass es neben „Call of Duty“ und „Battlefield“ noch einen weiteren, ehemaligen Weltkriegsshooter gibt. Wie die beiden Erstgenannten versucht sich auch „Medal of Honor“ in der Neuzeit zu etablieren, gleitet von den bösen Weltkriegsgegnern in den Nahen Osten ab und sucht dort die Bedrohung. Die Geschichte wurde von Tier 1 Elitesoldaten geschrieben und behandelt unter anderem reale Erlebnisse. Wie dieser Titel mit den realen Einsätzen für den Spieler umgesetzt wurde, erfahrt ihr nach dem Trailer.Die 4 großen Amazon-Features
Um das Spiel am besten durchzugehen, orientieren wir uns an den vier Spielfeatures, die auf Amazon aufgeführt werden. Wer mehr zur Geschichte erfahren möchte, dem kann ich unser X360-Review empfehlen.Real oder nicht real, das ist hier die Frage
Beim ersten Punkt „Bezug zu realen Ereignissen“ kann man nur sagen, dass sich „Medal of Honor: Warfighter“ nicht wirklich neu- oder zumindest andersartiger präsentiert, als „Call of Duty“ und „Battlefield“. Sicherlich betrachtet man einen Abschnitt, der mit den Worten „nach einer wahren Begebenheit“ eingeleitet wird, anders als eine frei erfundene Mission, aber im Grunde bleibt beim Gameplay und bei der Missionsgestaltung alles beim Alten. Bis auf die genialen Verfolgungsjagden mit dem Auto, bietet „Medal of Honor: Warfighter“ also keine großartigen Überraschungen. Die Scharfschützeneinlagen, die Belagerungsmissionen, die vom Helikopter-aus-alles-unter-Beschuss-nehmen Missionen, wie auch der moorhuhnartige Charakter der Militärshooter sind allesamt vorhanden und präsentierten quasi einen Querschnitt durch das Einmaleins des klassischen Egoshooter-Schießspiels. Ein wenig Auflockerung versprechen da schon die aufwändig gemachten Zwischensequenzen und die – bereits angesprochene – Autoverfolgungsjagd.(Wo ist) Die Power von Frostbite 2?
Nach den realistischen Ereignissen, erwartet den Spieler der Punkt, der sich „Die Power von Frostbite 2“ schimpft. Und hier darf man wirklich mehr als enttäuscht sein. Wenn man die Frostbite 2-Engine von älteren Spielen wie „Battlefield 3“ oder, von mir aus, auch aus „Need for Speed: The Run“ kennt, dann erwartet man sich von einem brandaktuellen Spiel doch zumindest ein gleichwertiges Grafikfeuerwerk. Es mag schon sein, dass das Wetter realistisch dargestellt werden kann und dass Häuser wie ihre echten Vorbilder zusammenstürzen können, doch bei „Medal of Honor: Warfighter“ scheint man mit der genialen Grafikengine einfach nur Spieler ködern zu wollen. Denn gerade das Wichtigste bei dieser Engine, die Zerstörung 2.0, kommt hier so gut wie nie zum Einsatz. Soll ein Haus zerbombt werden, passiert dies per Luftangriff, selber Hand anlegen gilt nicht. Hier hätte man ruhig noch einen Schritt weitergehen und auch richtig zerstörbare Elemente einbauen können. Schade, für diese tolle Ankündigung gefolgt von einer mittelmäßigen Umsetzung gibt es fetten Punkteabzug.Die „emotionale Story“ scheint das dritte erwähnenswerte Feature zu sein und hier muss man sagen, dass Preachers Geschichte wirklich unter die Haut geht. Wer denkt schon beim „Call of Duty“-Zocken an die Familie desjenigen, mit dem man sich durch die Feindmassen schießt? Bei „Medal of Honor: Warfighter“ wird ein kleiner Einblick in das Privatleben eines Elitesoldaten gewährt und das gab es in dieser überwältigenden Form in noch keinem Kriegsshooter. So könnte die Geschichte, die auf die Probleme zwischen Preacher und seiner Frau eingeht, locker mehrere Punkte wieder gutmachen, würde es da nicht den zweiten spielbaren Charakter, Stump, geben. Stump steht wahrscheinlich, als schlechte Abkürzung, für das Wort „stumpf“ und bezeichnet damit die Figur sehr treffend, da sie überhaupt nicht vorgestellt wird und man keine wirklichen Hintergrundinformationen zu dieser Person erhält. Man schießt sich mit ihm einfach durch ein paar Missionen und fertig. Wieso? Wie kommt man bloß auf die Idee auf der einen Seite eine so frische und berührende Geschichte einzusetzen und dann auf der anderen Seite irgendeinen Charakter einfach so in das Spiel zu klatschen?

