Viel Neues beim Gameplay
Viel gibt es zu tun in „Die Reiter von Rohan“, die Levelgrenze wurde auf 85 angehoben, die Gebiete starten für Spieler mit
Level 75, es gibt nun mehr instanzierte Orte, neue Handwerksmaterialien, die Tugendstufen gehen nun bis
Level 16 und der berittene Kampf will geübt werden. Damit ist die wichtigste Erneuerung von „Die Reiter von Rohan“ schon genannt, das Kämpfen hoch zu Ross. Dieses Spielelement ist in erster Linie ein tolles neues Gameplay Feature, es dient aber auch der Atmosphäre, denn spätestens ab diesem Zeitpunkt der Geschichte muss es einfach den berittenen Kampf geben, alles andere würde so überhaupt nicht der Vorlage entsprechen und dem Spiel viel Atmosphäre rauben.
Daher gibt es nun Schlachtrösser, in drei verschiedenen Versionen, welche alle verschiedene Fähigkeiten haben: das Flinke, welches angriffslustig, pfeilschnell über die Ebenen reitet, aber nicht sehr viel aushält, das defensive, trägere, aber Ausdauerndere und eine Mischung zwischen den beiden genannten. Durch die drei Einstellungsmöglichkeiten kommen viele taktische Komponenten hinzu und die berittenen Kämpfe spielen sich schnell, dynamisch und sind auch von der Steuerung leicht handzuhaben. Als wir das Spiel getestet haben, gab es aber leider immer wieder einmal kleinere Lags, wodurch man ein wenig durch das virtuelle Mittelerde ruckelt, was bei den schnelleren Kämpfen auf den Pferden noch weit deutlicher auffällt. Ein eher unscheinbares aber sehr komfortables Feature ist, dass man die besiegten Gegner nun nicht mehr per Hand selbst
looten muss. Alle Gegenstände werden automatisch in einen Beutel, der für 50 Gegenstände Platz hat, gesteckt und so können die Spieler, in einer ruhigen Minute, die, für sie wichtigen Gegenstände herausnehmen – sehr, sehr praktisch.
Echtgeldshop, ein Weg auf Messersschneide
Ein weiteres Problem gibt es da aber noch mit den Pferden. Als
Free-2-Play-Variante gibt es nur das Allround-Pferd, wer die anderen auch spielen möchte, der muss sich diese im Echtgeldshop besorgen und für teure Turbinepunkte erkaufen. Wer das Spiel also „
free-2-play“ spielt, wird hier klar benachteiligt, da man als Tankklasse wie der Wächter oft zwangsläufig ein defensiv eingestelltes Pferd haben sollte. Außerdem müssen „Gratisspieler“ auch Hauptquests nachkaufen und so entweder Geld ausgeben oder stundenlang Mobs, wie Orks oder Würmer verhauen. Weiters gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Instanzen im Spiel, diese werden erst nachgereicht und ja richtig, man muss dafür bezahlen… oder wie schon erwähnt ewig und drei Tag grinden gehen. Da ist es sinnvoller sich gleich die Retailversion zu kaufen, dies erleichtert das Spiel ungemein und ist natürlich auch günstiger, als alles einzeln im Ingameshop für Echtgeld anzuschaffen. Dann kann man das Spiel mit nahezu allen Inhalten spielen und genießen, trotzdem sollte man auch als Käufer des Spiels auf der Hut sein und mit den Turbinpunkten, die man zur Verfügung gestellt bekommt, haushalten, denn wer die viel zu überteuerten Gegenstände, wie andere Farben für die Pferdeausrüstung kauft, hat danach keine Punkte mehr für wichtigere Inhalte. Bei diesen, doch sehr happigen Preisen, sollte Turbine wieder etwas zurück schalten. Manche Dinge wie ein allgemein benötigter sechster Beutel, kosten derzeit für meinen Geschmack einfach zu viel.
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