Letztes Jahr stand das 3D-Match im Fokus der Überarbeitung und heuer widmeten sich die Entwickler verstärkt dem Geschehen abseits des Rasens – Team-Dynamik heißt das neue Zauberwort. Was sich dahinter verbirgt und wie sich der „Fussball Manager 13“ im Allgemeinen präsentiert, erfahrt ihr in unserem Review.
Neuland
Auch der zwölfte Vertreter der „Fussball Manager“-Serie überzeugt mit der gewohnten Lizenzdichte, die mehr als 40.000 Spieler und sämtliche FIFA-Vereine umfasst. Zudem stehen den ambitionierten Hobby-Trainern auch wieder der Spielertrainer- und Nationaltrainer-Modus, die Vereinsgründung und die Matchprognose, sowie ein umfangreicher Editor zur Verfügung. Soweit, so bekannt, doch der „Fussball Manager 13“ begnügt sich nicht mit einer Neuaufbereitung der Vorjahresfeatures, sondern beschreitet heuer in vielen Bereichen Neuland.
Willkommen in der Matrix
Herzstück des diesjährigen Serien-Vertreters ist das Analyse-Feature „Team-Matrix“. Dieses erlaubt einen tiefen Blick in das Innenleben des Teams und zeigt mit Hilfe der Hierarchie-Pyramide, wie gut Spieler in die Mannschaft integriert sind. So bekommt ihr einen schnellen Überblick über die Hackordnung im Team, zwischenmenschliche Probleme von Spielern, deren persönliche Ziele und über vieles mehr. Es reicht also nicht, einfach die besten Spieler einzukaufen, sondern das Team bedarf ständiger Hege und Pflege in Form von Gesprächen, Versprechen und natürlich Spieleinsätzen. Die neuen persönlichen Ziele der Kicker spielen dabei eine besondere Rolle, und euer Team wird nur erfolgreich sein, wenn ihr eine ausreichende Anzahl von Führungsspielern habt und wenn alle an einem Strang ziehen.
Eine erhöhte Basisauflösung, die frei konfigurierbare Menüleiste, drei neue Planungstools sowie eine Überarbeitung des bekannten Live Tickers sorgen zudem für weitere gelungene Verbesserungen sowohl auf als auch abseits des Fußballplatzes. Der neue Halbzeit-Bereich bietet durch neue Spielergespräche, Ansprachen oder Massagen obendrein Eingriffsmöglichkeiten während der Spielpausen. Alle neuen Features findet ihr in dieser News detailliert aufgelistet und erklärt.
Kleinere Macken
War die „Fussball Manager“-Reihe vor zwei Jahren noch bugverseucht und fehlerbehaftet, sucht man mittlerweile sehr lang nach gravierenden Macken, wenn man denn überhaupt welche findet. So kann es sein, dass die Spieler am Feld einfach nicht auf Zurufe reagieren oder dass es dem ambitionierten Manager einmal seine komplette Aufstellung zerpflückt und man mit einer komplett falsch aufgestellten Elf antritt – dies ist aber während des Tests genau ein einziges Mal passiert. Ansonsten lagen die Probleme eher im Schwierigkeitsgrad und das ist auch gut so. Einige Schwächen lassen sich noch beim Sound verorten, da die Menübeschallung sicher nicht jeden Geschmack trifft und die Kommentatoren, wie schon im Vorjahr, des Öfteren daneben liegen.
Zusammenfassung und Wertung gibt’s auf der nächsten Seite.
Der „Fussball Manager 13“ ist anspruchsvoller als seine Vorgänger und verlangt dem Spieler, trotz der Möglichkeit viele Aufgaben zu delegieren, Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen ab. Doch gerade deswegen begeistert die Nummer Zwölf der Managerreihe, denn das Spiel zeigt deutlich, dass Fußball mehr ist als millionenschwere Transfers und große Namen – Fußball ist Teamgeist und Individualismus und nur, wer es schafft beides unter einen Hut zu bringen, wird am Ende Meister.
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