Gameplay
Während sich bei der Steuerung und der Spielmechanik wenig getan hat, gibt es aber, wie es sich für ein
MMO gehört, zwei neue Startpunkte, an denen man mit seinem Helden beginnen kann, um gegen die Sturm Legionen in die Schlacht zu ziehen. Alles dürfen wir leider noch nicht über die Welt verraten, da diese noch „work in progress“ ist. Aber so viel hat uns Trion schon versichert: Die neuen Kontinente sind insgesamt ungefähr drei Mal so groß, wie das Hauptspiel war. Mit den verschiedenen Orten versucht Trion auch die verschiedensten Spielgeschmäcker abzudecken. Da gibt es Orte, die sehr actionlastig sind und man Monster wie am Fließband abschlachtet. Es gibt aber auch Regionen, wo man einfach mal in Ruhe die Welt erkunden kann. Das lohnt sich bei „
Rift: Storm Legion“ auch doppelt, denn es gibt wieder sehr viele Artefakte zu finden und als neuestes Feature gibt es auch die sogenannten „Hidden
Quests“. Dies sind Questgeber ohne Questsymbol über dem Kopf. So bringt Trion die Spieler dazu auch mit der Welt zu interagieren, sich die Geschichten der Bewohner anzuhören und nicht sich nur stupide durchzuklicken. Wer das aber nicht gerne macht, für den gibt es auch genug Anderes zu tun.
Vier neue Seelen
Ansonsten hat sich vom Gameplay nicht viel verändert. Es gibt aber vier neue Seelen, welche schon mit Spannung erwartet werden. Beim Hands-On durften wir alle vier einmal ausprobieren. Während wir über die Klerikerseele noch nichts verraten dürfen, da sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht final war, haben wir jede Menge Infos zu den anderen Seelen im Gepäck:
Gandalf Fans aufgepasst! Der Mage wird mit der Harbinger Seele zu einen Melee Damge Dealer, welcher sich je nach Bedarf eine Axt, ein Schwert oder eine Keule beschwören kann. Diese sind nicht nur unterschiedlich stark, sondern haben auch gänzlich verschiedene Effekte. Die Axt z.B. heilt, das Schwert macht größeren Schaden. Die heilende Axt klingt zwar ein bisschen seltsam, macht aber spielerisch sehr viel Sinn, da der Harbinger dadurch sehr flexibel zu spielen ist. Mit gewissen Zaubern rast der Mage zum ausgewählten Feind und kann dann mit den neu beschwörten Waffen die Bösewichte bearbeiten. Ein besonderes Highlight bekommt der voll geskillte Harbinger mit
Level 60: Durch den Levelaufstieg bekommt man einen Buff, mit dem die Castzeiten auf „Instant Zauber“ gestellt werden. Für wen das jetzt zu viel
MMO-Geschwafel war, hier eine kurze Aufklärung: Manche Zauber können sofort ausgeführt werden, manche brauchen Zeit (Casttime). Diese Stärkungszauber setzt jede Casttime für eine gewisse Zeit auf 0, sodass man jegliche Zauber sofort wirken kann – sehr, sehr mächtig!
Wenn es einen Nahkampf-Mage gibt, was kann dann der Krieger? Klar, Fernkampf! Durch die Tempestseele ist der Krieger im Stande Blitze aller Art und Formen zu schleudern. Dadurch kann er auch Feinde in der Ferne attackieren. Besonders die Torrent-Zauber (Anm.: Zauber die über eine gewisse Zeit laufen und kontinuierlich Schaden machen) sind cool anzusehen und sehr effektiv. Alles in allem ist die Tempestseele sehr gut mit anderen Seelen zu kombinieren. Man kann sie aber auch sehr spezialisiert spielen.
Last but not least gibt es noch die Schurkenseele, genannt der Tactician. Diese Seele ist das Schweizer Taschenmesser unter den Seelen. Bisher hatte man als Schurke immer Probleme, dass viele Seelen untereinander schwer zu kombinieren waren. Der Tactician schafft nun dieses Problem ab und bietet viele Möglichkeiten. Auch hier gibt es wieder ein paar coole neue Ideen von Trion. Der Tactician verfügt über eine Art „Flammenwerfer“. Damit muss man selbst zielen und jeder Gegner der davon getroffen wird, erleidet Schaden. Dies funktioniert aber auch mit Heilungszaubern und Ähnlichem. Diese Zauber zwingen den Spieler in Bewegung zu bleiben und machen die Klasse daher ungemein dynamisch und beweglich.
Die Seelen sind für mich die große Stärke von „
Rift“ denn mit den bis zu drei Seelen, die man miteinander kombinieren kann, hat man so viele Möglichkeiten, wie kaum in einem anderen Spiel, um den eigenen Charakter zu entwickeln. Zugegeben, es kommt einem am Anfang schon ein bisschen seltsam vor, wenn der Magier am Schlachtfeld in den Nahkampf geht und daneben der Krieger mit Blitzen auf Fernkampf getrimmt ist, es macht aber auch ungeheuer viel Spaß, mit diesen Klassen ungewöhnliche Seele auszuprobieren.
Auf der nächsten Seite kommen Housing-Fans auf ihre Kosten!