And then i died… again
Wie bereits im Vorgänger „Demon’s Souls“ und der Konsolenfassung von „
Dark Souls“ ist der Tod auch in der „Prepare to Die Edition“ ein ständiger Begleiter. Einen Bogenschützen am Turm übersehen? Tot! Unvorsichtig eine Stiege nach oben gegangen? Tot! Zu langsam ausgewichen? Tot! Ausdauerbalken leer? Tot! Diese Aufzählung ließe sich noch um eine Punkte ergänzen, doch ich denke, ihr versteht, worauf ich hinaus will. Denn auch die PC-Version von „
Dark Souls“ lebt vom Lernprozess, der durch zahlreiche Tode beim einen früher und beim anderen später eintritt.
Verschärft wird der Schwierigkeitsgrad dabei noch durch die Speicherpunkte und die damit einhergehende
Respawn-Automatik. Denn gespeichert wird an Lagerfeuern, die zum Rasten einladen und sowohl den Lebensbalken als auch die Heiltrankreserve wieder auffüllen. Der Clou dabei ist, dass alle Gegner – mit Ausnahme von Bossen und Spezialgegnern – wieder fit und fröhlich auferstehen, wenn man sich zu einer kurzen Verschnaufpause entscheidet. Und würde das nicht schon genügen, entzieht euch der
Ingame-Tod auch noch jedes Mal die gesammelten Seelen, die für den Levelaufstieg von Nöten sind. Zwar könnt ihr euch diese am Ort des Ablebens wiederholen, doch solltet ihr bei dem Versuch erneut verenden, so gehen diese für immer flöten. Ärgerlich, aber so bestraft „
Dark Souls“ den Unvorsichtigen.
Steuerung
Ein heikles Thema für PC-Gamer ist das Spiel mit einem
Controller und ja, liebe Leidensgenossen, in „
Dark Souls“ müsst ihr wohl oder übel auf einen ebensolchen zurückgreifen. Zwar wird die beliebte Maus-Tastatur-Kombination ebenfalls zur Eingabe angeboten, doch rate ich mit Nachdruck davon ab, von dieser Option Gebrauch zu machen. Denn das beliebte Steuerungsduo sorgt in der Welt des allgegenwärtigen Todes nur für überflüssigen Frust. Im Gegensatz dazu geht die Bedienung via
Controller auch für eingefleischte M+T-Jünger nach einer kurzen Eingewöhnungsphase recht gut von der Hand und man hat gegen die Grauen, die unterwegs an jeder Ecke lauern, zumindest eine theoretische Chance.
Grafik und Sound
An dieser Stelle empfiehlt es sich den im Internet zu findenden Fanpatch zu installieren, bevor man sich lange über die verwaschene und altbackene Grafik ärgert. Danach kommt man in den Genuss eines zwar etwas angestaubten optischen Erlebnisses, doch kann das Game dann auch dem verwöhnten PC-Gamer-Auge ein durchaus anspruchsvolles Erlebnis bieten. Nichts zu bemängeln gibt es hingegen in Sachen Sound, denn hier wird dem Ohr des todesmutigen Rollenspielers allerfeinste akustische Kost geboten. Sowohl Effekte als auch Hintergrundmusik gefallen auf ganzer Linie und unterstreichen das Gameplay nach bestem Wissen und Gewissen.
Zusammenfassung und Wertung gibt’s auf der nächsten Seite.