Blumen brauchen neben fleißigen Bienen auch genügend Wasser. Wasser kommt normalerweise aus Wolken. Dieses simple Prinzip haben sich die Entwickler von „
SunFlowers“ zunutze gemacht und in ein genial einfaches, aber faszinierendes Puzzle-Action-Spiel gepackt.
Nach „
The Flying Hamster“ hat es The Game Atelier aus Frankreich schon wieder getan: Mit einer süchtig machenden Mischung aus „
Tetris“, „Colums“ und „
Lumines“ werden Puzzle-Fans quer durch die Bank fasziniert und gefesselt. Die PS Vita-Steuerung kommt geschickt zum Einsatz und das Spiel bietet stundenlang gewaltlosen Spaß.
Ohne Story geht es einfacher
Um das Spiel zu beschreiben, mussten die Entwickler bei „
SunFlowers“ noch nicht mal auf eine Hintergrundgeschichte zurückgreifen: In den vier Jahreszeiten spielen Sie die Sonne, die Ihre Sonnenstrahlen auf die Erde schickt, um Leben zu ermöglichen. Da die Strahlen ungefiltert jedoch todbringend und verbrennend auf die Pflanzen wirken, bewegen Sie die Sonne hin und her und lassen Ihre Strahlen durch vorbeifliegende Wolken in Regenwasser umwandeln. Dadurch gedeihen die Pflanzen und werfen, wenn Sie groß genug sind, wiederum Samen ab.
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Insgesamt 57
Levels, also über 14 Jahre, spielen Sie in zwei Welten (klassisch und tropisch) und lassen jeweils über 150 verschiedene Pflanzen sprießen. Die verschiedenen Jahreszeiten halten natürlich auch Überraschungen für Sie bereit: Sandstürme in den Tropen, eiskalte Stürme in unseren Breiten und herbstliche Winde sorgen für Abwechslung. Neben den normalen Wolken ziehen auch immer wieder Gewitterwolken vorbei, die Ihre Strahlen in todbringende Blitze umwandeln. Für Sie als Spieler stehen drei Schwierigkeitsgrade bereit: Der Trick hierbei ist, dass je höher der Schwierigkeitsgrad ist, desto höher auch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass man seltene Blumen findet.
Im Mondschein
Auf der Hochkant aufgestellten PS Vita sehen Sie am Rand links unten eine Bonus-Anzeige: Sobald diese voll ist (ca. jedes Jahr ein Mal) so wechseln Sie in einen Mond-
Level: Hier sollen die Mond-Tropfen die Pflanzen treffen. Die Samen dieser Pflanzen halten sehr wahrscheinlich ganz seltene Blumensorten für Sie bereit. Schade nur, wenn man aus Versehen das Timing verpasst und die Gewitter die Nacht vorzeitig beenden.
Verbrannte Erde
Wenn Sie übrigens zwei Mal hintereinander eine Blume der prallen Sonne aussetzen, ohne Wasser nachzureichen, verbrennt die Blume bitterlich – genauso kann es passieren, dass sie eingeht, da sie zu wenig Wasser (und nicht zu viel Sonne) abbekommen hat. Dies schlägt sich dann direkt auf Ihre drei Leben im rechten oberen Bildschirmeck über. Im Spielverlauf erhalten Sie zwar immer wieder neue Leben, doch sind die Herzchen mit etwas Unachtsamkeit schnell aufgebraucht und der „Game Over“-Schriftzug prangt auf dem PS Vita-Schirm.
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Neben den allgegenwärtigen Punkten, die das Spiel vorantreiben und auch durch
Kombos (der Samen der Blumen springt herum und gibt Ihnen Punkte, wenn der Platz auf der Erde besetzt ist) treibt den Spieler der absolute Sammelwahn voran: Man will einfach alle Blumen im Garten haben – so lange lockt das Spiel immer wieder. Eine Übersicht über die sehr häufig bis extrem selten vorkommenden Gewächse gibt Ihnen den Rest.
Im Nachbarsgarten
Via „near“ können sie übrigens Blumen verschicken (dazu gibt es auch eine Trophy. Im Garten selbst können Sie aber auch Kreuzungen ausprobieren und damit neue Blumensorten erschaffen – Darwin würde sich freuen und der Biene sei Dank.
Grafik, Sound und Steuerung
Die Grafik kann nicht mehr an ein gut gemachtes Comic erinnern: Liebevolle Wachstumsanimationen, schöne Menüs und übersichtliche Symbole – auch Einsteiger finden sich hier rasend schnell zurecht.
Die Musik ist angenehm blumig und die Soundeffekt Comic-artig wie man es erwarten würde. Von einer Sprachausgabe haben die Entwickler abgesehen.
Die Steuerung per Touchscreen ist sehr simpel und geht auch Einsteigern schnell von der Hand. Einzig die Ladezeiten der Menüs (und auch generell) nerven einfach sehr und sind viel zu lang.
Zusammenfassung und Wertung gibt’s auf der nächsten Seite.