Sobald der Formi ein Herz verliehen bekommen hat, geht es ab auf den eigenen Planeten. Sie führen Ihre Kreatur über die 2D- Landschaft, verputzen Früchte oder andere Speisen, sammeln Münzen und erledigen Missionen. Diese sind von der Vielzahl aber sehr gering. Mal müssen Edelsteine gesammelt, mal ein Rennen absolviert, mal ein Paket transportiert werden. Zur Belohnung gibt es immerhin einige Münzen sowie die Möglichkeit die Teile des Aufgabengebers für den Editor freizukaufen. Sind die Münzen investiert, kann man auch mit diesen Formi auf Tour gehen.Ist der Landstrich schon groß genug und haben Sie die passende Schatzkiste geöffnet, können Sie fortan auf der Entdeckungstour ein Verlies betreten. Finstere Formis haben König Roy und sämtliche Spezialattacken geführt. Die Befreiung stellt sich allerdings als nicht sonderlich spannend heraus.
Das Leveldesign der
Dungeons ist ganz nett und bietet mit seinen kleinen Suchaufgaben durchaus Abwechslung zur Oberfläche, allerdings sind Kämpfe etwas zu simpel. Sie begeben sich in den Kampf und geben automatisch die komplette Kontrolle an den 3DS ab. Einen Einfluss auf die rundenbasierte Kämpfe hat man nicht. Die Spezialattacken können ein Boost sein, allerdings entscheiden Sie nicht, gegen welche Gegner wann etwas eingesetzt wird. Das ist äußerst schade. Ihrem Formi werden auch recht zufällig gewisse Eigenschaften verliehen – schnell, defensiv, aggressiv, vielseitig. In einem
Dungeon findet man auch nur einen Gegnertyp vor. Hier fand ich es teilweise frustrierend, wenn meinem Formi nicht nachvollziehbare Eigenschaften verliehen wurden (z.B. galt eine Kreation mit äußerst dicken Körpergliedern als schnell) oder statt Attacken lieber der Status geändert wurde, obwohl ein Gegenangriff den sicheren Tod bedeutete.
Jedes Verlies bietet drei
Level, jedes davon mit einem Boss und jedes
Level muss erneut über die Erkundungstour gestartet werden. Haben Sie Pech und Ihr Formi wird im zweiten
Level besiegt, müssen Sie zudem mit dem ersten
Level wieder starten. An dieser Stelle wäre es doch schöner gewesen, wenn man statt Erkundungstour direkt den
Dungeon auswählen und man im Editor vielleicht noch ungefähre Attribute zuweisen könnte. Repetitive Missionen an der Oberfläche, nette
Dungeons mit langweiligen Kämpfen unter der Erde.
Gameplaymäßig ist dieser Titel also keine Offenbarung. Etwas mehr Spaß haben mir dagegen die seltenen Erstellungsaufgaben gemacht. Hier bekommen Sie den Schatten eines Formis, sowie ein paar Hinweise und sollen ihn dann in etwa nachbauen. Nach der ersten Erkundungstour werden Sie aber auch merken, dass es bei den Formis eher auf Masse, statt Klasse ankommt. Sobald Sie 5 Geschöpfe erschaffen haben, wird die Welt nämlich erweitert.
Es bleibt spannend! Auch auf der nächsten Seite.