Flipperautomaten erfreuten sich im 20. Jahrhundert wohl größerer Beliebtheit als jetzt. Trotzdem gibt es immer wieder Computerspiele, die dieses Flair ins Wohnzimmer bringen. Ob „Pinball Arcade“ das auch schafft, lesen Sie hier.
Nur vier Tische, aber die haben‘s in sich
Ziemlich schnell wird ersichtlich, dass „Pinball Arcade“ nur ein Spiel für Fans und Puristen von Flipperautomaten ist, denn das Spiel bietet ohne weitere Schnörkel vier bis ins kleinste Detail nachgebaute Flipperautomaten an, die wirklich genau so funktionieren wie auch die in der Realität existierenden. Na gut der Umfang ist mit nur vier verschiedenen Tischen nicht gerade hoch, aber diese 4 Tische sind so detailliert und liebevoll inszeniert, dass es wahren Pinball Fans wohl warm ums Herz werden dürfte. Die vier Tische sind: Black Hole, Theatre Of Magic, Ripley's und Tales Of The Arabian Nights, welche alle hier im Trailer zu sehen sind:
Die Kugel läuft
Das Gameplay des Spiels ist wirklich gut umgesetzt worden. Die Kugel läuft physikalisch einwandfrei über den Tisch und ist zu jeder Zeit glaubwürdig und realistisch. Die Steuerung reagiert gut. Es ist sogar möglich gegen den Tisch zu hauen, um die Kugel zu beeinflussen. Außerdem kann man auch mehrere Spieler einstellen, die sich dann Kugel um Kugel abwechseln und versuchen die Konkurrenten punktemäßig zu übertrumpfen. Die 4 Automaten bieten aller Hand spannende, typische Pinball Features, die man sich erspielen kann, wie mehrere Bälle auf einmal im Spiel, extra Leben und kleine interaktive Aufgaben, die besonders viele Punkte bringen. Besonders toll ist z.B. beim Tisch Black Hole das schwarze Loch, wo man eine Etage tiefer weiterspielt, wenn die Kugel dort reinfällt. Die Highscorejagd ist natürlich die größte Motivation des Spiels, wie das bei Flipperautomaten eben der Fall ist. Trotzdem muss man sagen, dass „Pinball Arcade“ eine Simulation ist und kein Fun-Pinball Spiel. Kreative Ideen oder unrealistische Manöver sucht man hier vergebens. Es wurde eben einfach alles 1:1 umgesetzt, ob einem das gefällt, darüber lässt sich sicherlich streiten. Fest steht, aber dass diese 1:1 Umsetzung toll gemacht wurde.
Schwarz orange Bildschirme
Die Grafik sieht wirklich hübsch aus und jeder einzelne Flipperautomat wurde detailgetreu und zu 100% übernommen. Praktisch ist auch, die extra Einblendung des In-Game-Flipper-Bildschirmes, die seitlich vom Tisch stark vergrößert angezeigt wird, wenn etwas Wichtiges passiert. Was für die Grafik gilt, gilt auch für den Sound, denn auch dieser wurde originalgetreu übernommen und ist auch wie der Rest 1:1 so im Spiel. Beim Sound ist das am Anfang noch toll, nach und nach wird es dann aber doch zunehmend nerviger.
Oldschool Flair
Die Steuerung funktioniert einwandfrei und reagiert zu jeder Zeit realistisch und die Kugel springt nachvollziehbar wieder ab. Auch die Atmosphäre des Spiels wird Fans sehr begeistern, da wirklich alles genau so nachgebaut und nachgestellt wurde, wie es auch bei den echten Automaten der Fall ist.
Zusammenfassung und Wertung gibt's auf der nächsten Seite.
„Pinball Arcade“ will kein Fun-Pinball sein, es will eine genaue Simulation damaliger Flipperautomaten sein und das schafft es auch mit Bravour. Ob man dies nun wirklich mag oder doch lieber etwas mehr Action haben möchte muss jeder für sich selbst entscheiden. Wenn man ein Fan dieser alten Tische ist, wird man sicherlich viel Freude und Spaß mit „Pinball Arcade“ haben. Alle anderen sollten sich dann wohl doch eher ein Pinball Spiel mit mehr Action und kreativerem Gameplay suchen.
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