Max Payne 3 Xbox 360,PS3,PC
Erscheinungstermin: 01.06.2012 Mehr Infos
Plattform: Xbox 360,PS3,PC
Genre: Action
Release: 01.06.2012
Vertrieb: Rockstar Games
Entwickler: Rockstar Games
Webseite: Visit
USK-Einstufung: ![]()
Max Payne 3
von Matthias Jamnig 15.05.2012
Selten einmal sah ein Held so schlimm aus und ein Spiel so gut. „Max Payne 3“ erfindet den Antihelden zwar nicht neu, doch legt die Latte für all jene, die da noch kommen mögen extrem hoch. Wir haben den gestrauchelten tabletten- und alkoholabhängigen Ex-Cop durch sein neuestes Abenteuer begleitet und teilen das Erlebte hier mit Ihnen.
Neben dem prägenden Gameplay-Feature bleibt „Max Payne 3“ aber auch in Sachen Zwischensequenzen und Stil den Vorgängern treu. Zwar verabschiedet man sich über weite Strecken von comicartigen Cutscenes, doch wird in insgesamt vier Stunden Videos immer noch im gewohnten „Max Payne“-Stil die Handlung vorangetrieben, Vergangenes gezeigt und Persönliches durchlebt. So bekommt man zwischen den Spielabschnitten keine nichtssagenden Ladescreens kredenzt, sondern wird mit gekonnt inszenierten Filmsequenzen unterhalten. Bei einer Gesamtspielzeit von zehn bis zwölf Stunden mögen einem vier Stunden Zwischensequenzen zwar etwas lang vorkommen, doch der Story im Speziellen und dem Spiel im Gesamten tut dies in den meisten Fällen gut.
Rock Bottom
Eigentlich haben ihn alle abgeschrieben, am meisten er sich selbst. Doch irgendwie findet das Schicksal immer wieder einen Weg um Max Payne vor eine neue Prüfung zu stellen. Eine Verkettung unglücklicher Zufälle, die in einer wüsten Schießerei endet, verschlägt den gebrochenen Ex-Polizisten diesmal nach Südamerika, wo er einen vermeintlich unspektakulären Bodyguard-Job annimmt. Doch wie könnte es anders sein, geht alles schief und es kommt so, wie es in Max Leben schon so oft gekommen ist. Er sieht sich einem scheinbar unbezwingbaren Gegner gegenüber, der nur eine Sprache kennt: Gewalt. Doch damit nicht genug, sind es auch die eigenen Dämonen, die dem alternden Antihelden zu schaffen machen. Er wirft Scherzmittel ein, wie andere Leute Tic Tacs und spült sie mit einer ansehnlichen Menge an hartem Alkohol hinunter, um die Geister der Vergangenheit zum Verstummen zu bringen.James McCaffrey
Wie schon in Teil 2 sehen wir auch im Nachfolger einen neu designten Max Payne. Denn diesmal beschränkt sich der Auftritt von James McAffrey nicht nur auf die stimmliche Gestaltung des Protagonisten, sondern er stand auch gleich für Aussehen und Bewegungen Pate. Dies gibt dem schicksalsgebeutelten Ex-Cop einen rundum stimmigen Auftritt, der zwar erneut mit der Kontinuität bricht, aber im Endeffekt für ein großartiges Gesamtbild sorgt. Der Schauspieler, den viele ältere Serienjunkies noch als Joe Astor aus „Viper“ kennen, drückt also Max Payne erstmals nicht nur stimmlich seinen Stempel auf und der dieser gewinnt dadurch nochmals an charakterlicher Tiefe.Bullet Time
Doch auch wenn sich Max etwas verändert hat, gibt es doch auch zahlreiche Spielaspekte und -features, die das Feeling aus den ersten beiden Teilen weitertransportieren. An erster Stelle muss natürlich die Bullet Time genannt werden, die in „Max Payne“ erstmals Einzug in das Shooter-Genre hielt. Gespeist durch einen Balken, der sich bei guten Treffern auflädt und während dem Einsatz des Features verbraucht, erlaubt diese Slow Motion-Technik spektakuläre Feuergefechte und punktgenaue Schüsse selbst oder gerade in brenzligen Situationen. Doch auch wenn der besagte Balken leer ist, lässt sich die Bullet Time in „Max Payne 3“ auslösen, wenn man zu Hechtsprüngen in alle möglichen Richtungen ansetzt.Neben dem prägenden Gameplay-Feature bleibt „Max Payne 3“ aber auch in Sachen Zwischensequenzen und Stil den Vorgängern treu. Zwar verabschiedet man sich über weite Strecken von comicartigen Cutscenes, doch wird in insgesamt vier Stunden Videos immer noch im gewohnten „Max Payne“-Stil die Handlung vorangetrieben, Vergangenes gezeigt und Persönliches durchlebt. So bekommt man zwischen den Spielabschnitten keine nichtssagenden Ladescreens kredenzt, sondern wird mit gekonnt inszenierten Filmsequenzen unterhalten. Bei einer Gesamtspielzeit von zehn bis zwölf Stunden mögen einem vier Stunden Zwischensequenzen zwar etwas lang vorkommen, doch der Story im Speziellen und dem Spiel im Gesamten tut dies in den meisten Fällen gut.

