Fez Xbox 360
Erscheinungstermin: 13.04.2012 Mehr Infos
Fez
von patrickg (freier Mitarbeiter) 30.04.2012
8-Bit-Grafik und –Sound; dazu noch einen lustigen Hut und ein Spielprinzip, das gleichzeitig unheimlich einfach aber in dieser Form trotzdem neu ist. Warum diese Mischung nicht nur funktioniert, sondern sogar einen der wohl besten Arcade-Titel der jüngsten Vergangenheit hervorzaubert, lesen Sie in unserem Review zu „Fez“.
Auf diese Weise manipuliert er nicht die Welt um sich herum, sondern vielmehr seine eingeschränkte Wahrnehmung der Umgebung, um sich an bisher unerreichbare Bereiche der unzähligen Levels vorzuhangeln und die Teile des zerborstenen Würfels wieder einzusammeln. Es ist ein genial simples Spielprinzip, das ohne viel Einleitung auskommt und einem nur kurz anhand einiger erster Gehversuche die Mechanik von „Fez“ erklärt. Alle Mysterien des Spiels bleiben Ihrem Entdeckersinn erhalten.
Story
Gomez ist ein Flachländer; das heißt nicht, dass es in Gomez’ Heimat keine Berge gibt, nein, Gomez lebt vielmehr in einer zweidimensionalen Welt, ähnlich dem berühmten Roman „Flatland“ von Edwin Abbott. Die Einwohner des kleinen schwebenden Dorfes, das der Protagonist Zuhause nennt, sind glücklich ob ihrer flachen Existenz und wollen mit der ominösen dritten Dimension auch erst gar nichts zu tun haben. Diese heile Welt verändert sich schlagartig, als Gomez eines Tages von einem alten Mann zum höchsten Punkt des Dorfes geladen wird, wo er als neuer Wächter des goldenen Würfels einen magischen Hut – den namens gebenden Fez – bekommt. Doch irgendetwas ist faul und der Würfel explodiert. Mit den vielen Teilen in alle Winde zerstreut droht die Welt um Gomez zusammenzubrechen, denn der goldene Würfel hatte das Gefüge der Realität zusammen gehalten. So macht sich der Held samt Hut auf, die Bruchstücke wieder zu entdecken und dringt dabei in eine neue Dimension vor, die er noch nie zuvor gesehen hat...Gameplay
„Fez“ ist in seinem Herzen ein 2D Plattformer, doch bleibt es nicht bei diesem simplen Konzept, denn Gomez’ magischer Fez-Hut verleiht ihm eine in seiner Welt bedeutende Fähigkeit: er kann sich damit um 90° drehen und so die Welt von einem anderen Blickwinkel betrachten. Was das bringen soll? Gomez kann als gebürtiger Flachländer die Welt um ihn herum nur in zwei Dimensionen wahrnehmen, selbst wenn sie in Wirklichkeit 3D ist. Das heißt er bewegt sich sozusagen durch ein projiziertes Bild seiner Umgebung. So kann er durch cleveres Einsetzen der Perspektive scheinbar unüberwindbare Schluchten oder Hindernisse überqueren. Doch wie soll diese Illusion funktionieren? Wie kann man sich das vorstellen? Stellen Sie dazu zwei Dinge, z.B. Gläser, je an zwei gegenüberliegende Enden eines Tisches und positionieren Sie sich auf einer der freien Seiten; begeben Sie nun Ihr Kinn auf Höhe de Tischplatte und sofort erkennen Sie die tatsächliche Entfernung der beiden Gläser. Abhängig von der Größe des Tisches können Sie womöglich gar nicht beide gleichzeitig betrachten. Wenn Sie sich aber nun 90° um den Tisch bewegen und sich hinter einem der Gläser platzieren – wieder mit Blick auf Höhe des Tisches – ist es plötzlich kein Problem mehr beide Gläser im Auge zu behalten, denn sie scheinen sich aneinander angenähert zu haben oder überdecken sich gar. In dieser Ebene wären sie z.B. nahe genug aneinander für Gomez um vom einen zum anderen zu springen.Auf diese Weise manipuliert er nicht die Welt um sich herum, sondern vielmehr seine eingeschränkte Wahrnehmung der Umgebung, um sich an bisher unerreichbare Bereiche der unzähligen Levels vorzuhangeln und die Teile des zerborstenen Würfels wieder einzusammeln. Es ist ein genial simples Spielprinzip, das ohne viel Einleitung auskommt und einem nur kurz anhand einiger erster Gehversuche die Mechanik von „Fez“ erklärt. Alle Mysterien des Spiels bleiben Ihrem Entdeckersinn erhalten.

