Silent Hill HD Collection PS3,Xbox 360
Erscheinungstermin: 29.03.2012 Mehr Infos
Silent Hill HD Collection
von Mike Moharitsch (freier Mitarbeiter) 28.04.2012
Unter Horror Fans waren die frühen „Silent Hill“-Teile eine wahre Offenbarung. Kaum eine andere Spiele-Serie vermochte es Anfang des 21. Jahrhunderts jemanden so gut das Fürchten zu lehren wie „Silent Hill“. Im Gegensatz zu den frühen „Resident Evil“-Teilen verließ sich die Macher von „Silent Hill“ nie auf so viel Action sondern eher auf Gruselmomente und unbarmherzige Angst durch Atmosphäre und Geräusche. Dies machte diese Spiele schon damals zu einem einzigartig-grausamen Erlebnis. Ob die überarbeiteten Fassungen der Genre-Klassiker dieses Gefühl erneut auf den Bildschirm zaubern können oder dieses gar intensivieren, können Sie im folgenden Review lesen.
Silent Hill 2
Drei Jahre nach dem tragischen Tod seiner Frau erhält James Sunderland einen geheimnisvollen Brief, welcher von seiner längst verblichenen Frau stammt. Getrieben von unbeschreiblicher Sehnsucht nach seiner Geliebten Mary beschließt James der Sache auf den Grund zu gehen, auch wenn alle Hoffnung verloren scheint. Die in der Handschrift seiner Frau geschriebenen Worte bitten ihn in das düstere Städtchen Silent Hill, mit welchem ihn und seine Frau wichtige Erinnerungen verbinden.
Dort angekommen wird schnell klar, dass James scheinbar an die Pforten der Hölle geklopft hat. Die Stadt gleicht einer Geisterstadt und wird von unwirklichen, einzigartigen und blutrünstigen Kreaturen bewohnt, die ihm nach dem Leben trachten. Doch James ist nicht gewillt so einfach aufzugeben und stellt sich der alptraumhaften Herausforderung, seiner Frau zu Liebe. Dabei ist die Welt von „Silent Hill 2“ mit einer unglaublichen Symbolkraft bestückt und zwingt den Spieler dazu sehr viel zu deuten, selbst die Gegner deuten auf verborgene Dinge hin. Dadurch bekommt die ohnehin schon enorm düstere Story einen noch düstereren Beigeschmack und noch mehr Tiefe.
Silent Hill 3
Im dritten Teil des Spiels ist die Protagonistin erstmals eine weibliche, Heather Mason, Harry’s Adoptivtochter. Dieses Mal werden Sie als Spieler sprichwörtlich ins kalte Wasser geworfen. Heather findet sich in einer bizarren und grotesken Welt wieder, in der sie sich nur mit einem Messer bewaffnet durch einen dunklen Freizeitpark voller Monster kämpfen muss, die ihr alle nach dem Leben trachten. Plötzlich erwacht sie im Restaurant eines Einkaufszentrums und ist völlig verstört. Es war ein Traum. Ein Alptraum. Oder etwa doch nicht?
Als sie das Einkaufszentrum erleichtert verlassen will, fällt ihr ein Mann auf der sie verfolgt, Detektiv Douglas Cartland. Heather bekommt es jedoch mit der Angst zu tun und flüchtet durch das Fenster im Damenklo. Als sie an einer anderen Stelle ins Einkaufszentrum zurückklettert, ist es plötzlich menschenleer. Ängstlich schreitet sie Richtung Ausgang, als sie plötzlich Zeuge davon wird wie eine blutrünstige Kreatur einen Menschen zerfetzt und verschwindet. Es scheint als würde sich die Realität langsam in einen Alptraum verwandeln.
Dazu kommt die geringe Anzahl an Medipacks, die Kämpfe noch schwieriger machen. Die zwei wichtigsten Utensilien sind jedoch die Taschenlampe und das Radio. Ohne Taschenlampe würden Sie wie geblendet durch stockfinstere Orte wandeln und regelmäßige Herzinfarkte erleiden. Dasselbe gilt für das Radio. Eigentlich ist es kaputt, jedoch fängt es an zu rauschen wenn sich ein Gegner nähert, was Sie zumindest etwas darauf vorbereitet.
Die Rätsel des Spiels sind wirklich gut gelungen, bei beiden Teilen und lassen Sie zwischendurch immer wieder mal durchschnaufen. Ausnahme ist der Schwierigkeitsgrad schwierig. Hier sind die Rätsel beinahe unlösbar.
Die Umgebungen sind gewohnt düster und nebelig in der einen Welt und grotesk und blutig in der anderen. Dabei wirkt alles etwas glatter und besser. Die Zwischensequenzen sind viel klarer und anschaulicher geworden. Die einzige Frage die offen bleibt, ist die, ob die etwas vernebelte Grafik die beiden Teile nicht auch etwas düsterer gemacht hat. Ansonsten haben die beiden Teile noch nie so gut ausgesehen.
Die gesamte Synchronisation wurde neu vertont. Dem einen gefällt es, dem anderen nicht, ich finde es super. Es wirkt lebhafter und nicht mehr so statisch und unpersönlich wie bei den Originalen. Eigenartig ist nur das auffällige und unnatürliche Atmen von James…
Der Soundtrack von „Silent Hill“ war schon immer ein riesen Pluspunkt. Er war einzigartig, ging unter die Haut und hat den Spieler teilweise regelrecht verstört. Aufgrund eines Rechtsproblems mussten alle Titel neu eingespielt werden, was dem Spiel jedoch nicht schadet, da es dieselben Stücke sind.
Erinnere dich an diejenigen, die dich mit blutigen Händen ins Paradies führen werden
Das Schlimmste vorweg: Die „Silent Hill HD Collection“ beinhaltet den ersten Teil des Spiels rund um Harry Mason und seine verschwundene Tochter leider nicht. Auch wenn die ersten drei Teile nicht unbedingt miteinander verknüpft sind, wäre ein Remake des ersten Teils, auch wenn es ein PSOne Titel war, mit Sicherheit auch genial gewesen.Silent Hill 2
Drei Jahre nach dem tragischen Tod seiner Frau erhält James Sunderland einen geheimnisvollen Brief, welcher von seiner längst verblichenen Frau stammt. Getrieben von unbeschreiblicher Sehnsucht nach seiner Geliebten Mary beschließt James der Sache auf den Grund zu gehen, auch wenn alle Hoffnung verloren scheint. Die in der Handschrift seiner Frau geschriebenen Worte bitten ihn in das düstere Städtchen Silent Hill, mit welchem ihn und seine Frau wichtige Erinnerungen verbinden.
Dort angekommen wird schnell klar, dass James scheinbar an die Pforten der Hölle geklopft hat. Die Stadt gleicht einer Geisterstadt und wird von unwirklichen, einzigartigen und blutrünstigen Kreaturen bewohnt, die ihm nach dem Leben trachten. Doch James ist nicht gewillt so einfach aufzugeben und stellt sich der alptraumhaften Herausforderung, seiner Frau zu Liebe. Dabei ist die Welt von „Silent Hill 2“ mit einer unglaublichen Symbolkraft bestückt und zwingt den Spieler dazu sehr viel zu deuten, selbst die Gegner deuten auf verborgene Dinge hin. Dadurch bekommt die ohnehin schon enorm düstere Story einen noch düstereren Beigeschmack und noch mehr Tiefe.
Silent Hill 3
Im dritten Teil des Spiels ist die Protagonistin erstmals eine weibliche, Heather Mason, Harry’s Adoptivtochter. Dieses Mal werden Sie als Spieler sprichwörtlich ins kalte Wasser geworfen. Heather findet sich in einer bizarren und grotesken Welt wieder, in der sie sich nur mit einem Messer bewaffnet durch einen dunklen Freizeitpark voller Monster kämpfen muss, die ihr alle nach dem Leben trachten. Plötzlich erwacht sie im Restaurant eines Einkaufszentrums und ist völlig verstört. Es war ein Traum. Ein Alptraum. Oder etwa doch nicht?
Als sie das Einkaufszentrum erleichtert verlassen will, fällt ihr ein Mann auf der sie verfolgt, Detektiv Douglas Cartland. Heather bekommt es jedoch mit der Angst zu tun und flüchtet durch das Fenster im Damenklo. Als sie an einer anderen Stelle ins Einkaufszentrum zurückklettert, ist es plötzlich menschenleer. Ängstlich schreitet sie Richtung Ausgang, als sie plötzlich Zeuge davon wird wie eine blutrünstige Kreatur einen Menschen zerfetzt und verschwindet. Es scheint als würde sich die Realität langsam in einen Alptraum verwandeln.
Horror in seiner schlimmsten Form
Wie schon beim ersten Teil folgt das Gameplay auch bei den Teilen zwei und drei dem Prinzip Erkunden, Kämpfen und Rätsel lösen. Sie werden beim Spiel zwar Munition und Schusswaffen finden, jedoch nur eine sehr begrenzte Menge, so dass es oft ratsam ist die Flucht zu ergreifen. Dies steht jedoch im Konflikt mit dem Prinzip des Erkundens, denn nur durch genaues Erkunden finden Sie Munition und ähnliches. Genau dieser Aspekt des Spiels, der auf den ersten Blick frustrierend wirkt, macht einen großen Teil des „Silent Hill“-Horrors aus. Denn auf der Flucht vor zahllosen Kreaturen zu sein, bewaffnet mit einem Stahlrohr und trotzdem die Gegend absuchen zu müssen lässt einem die Schweißperlen von der Stirn tropfen, aus Angst.Dazu kommt die geringe Anzahl an Medipacks, die Kämpfe noch schwieriger machen. Die zwei wichtigsten Utensilien sind jedoch die Taschenlampe und das Radio. Ohne Taschenlampe würden Sie wie geblendet durch stockfinstere Orte wandeln und regelmäßige Herzinfarkte erleiden. Dasselbe gilt für das Radio. Eigentlich ist es kaputt, jedoch fängt es an zu rauschen wenn sich ein Gegner nähert, was Sie zumindest etwas darauf vorbereitet.
Die Rätsel des Spiels sind wirklich gut gelungen, bei beiden Teilen und lassen Sie zwischendurch immer wieder mal durchschnaufen. Ausnahme ist der Schwierigkeitsgrad schwierig. Hier sind die Rätsel beinahe unlösbar.
HD und neues Voice-Acting
In Sachen Grafik gibt es bei den beiden Teilen selbst nach dem Remake noch deutliche Unterschiede. So sieht „Silent Hill 2“ erschreckend schwach aus, jedoch gewöhnt sich das Auge schnell an die leicht veraltete Grafik. Für Zocker, die immer wieder gerne einmal einen Klassiker zocken, so wie mich, fällt das nicht ins Gewicht und sollte es auch nicht. „Silent Hill 3“ sieht da schon eher wie ein Spiel der neuen Generation aus, besonders nach dem Make-Over. Zwar sind die Texturen teilweise doch noch sehr matschig, aber immerhin könnte es auch als schlecht aussehendes Spiel der neuen Konsolengeneration durchgehen.Die Umgebungen sind gewohnt düster und nebelig in der einen Welt und grotesk und blutig in der anderen. Dabei wirkt alles etwas glatter und besser. Die Zwischensequenzen sind viel klarer und anschaulicher geworden. Die einzige Frage die offen bleibt, ist die, ob die etwas vernebelte Grafik die beiden Teile nicht auch etwas düsterer gemacht hat. Ansonsten haben die beiden Teile noch nie so gut ausgesehen.
Die gesamte Synchronisation wurde neu vertont. Dem einen gefällt es, dem anderen nicht, ich finde es super. Es wirkt lebhafter und nicht mehr so statisch und unpersönlich wie bei den Originalen. Eigenartig ist nur das auffällige und unnatürliche Atmen von James…
Der Soundtrack von „Silent Hill“ war schon immer ein riesen Pluspunkt. Er war einzigartig, ging unter die Haut und hat den Spieler teilweise regelrecht verstört. Aufgrund eines Rechtsproblems mussten alle Titel neu eingespielt werden, was dem Spiel jedoch nicht schadet, da es dieselben Stücke sind.

