„Trials HD“ ist nach wie vor einer der beliebtesten XBLA-Titel und besticht immer noch mit einer Mischung aus kniffligem Gameplay und knallharter Motocross-Action. Mit „Trials Evolution“ geht der Arcade-Racer in die nächste Runde. Ob der Nachfolger aber an die Erfolge des Vorgängers anschließen oder ob er gar die Latte noch höher legen kann, lesen Sie in unserem Review.
Mit Arcade NEXT bringt Microsoft die besten Xbox LIVEArcade Titel des Frühlings auf die Xbox 360. Zwischen 18. April und 9. Mai dürfen sich Spieler jeden Mittwoch auf ein brandneues Arcade Game aus der Arcade NEXT Reihe freuen. Als Teil dieser Aktion eröffnet das Motocross-Spektakel „Trials Evolution“ den Reigen. Der Titel, der als Nachfolger des mehrfach ausgezeichneten Überraschungserfolges „Trials HD“ bereits mit etlichen Vorschusslorbeeren an den Start geht, fordert vor allem Geschicklichkeit. Denn mit der Motocross-Maschine gilt es auf unzähligen Kursen sein Können unter Beweis zu stellen und halsbrecherische Stunts abzuliefern. „Trials Evolution“ bietet dabei erstmals Strecken unter freiem Himmel sowie einen Multiplaymodus für bis zu vier Spieler. Mit einem neuen, umfangreichen Streckeneditor können Spieler zudem eigene abgefahrene Parcours erstellen und dank Xbox LIVE mit Spielern auf der ganzen Welt teilen.
Action und Geschick
Während man im Spiel die ersten beiden Klassen, namentlich die 125 cc und die 250 cc, durchläuft, beginnt man bereits zu ahnen, was auf einen noch zukommen wird. Geschicktes vor- und zurücklehnen verhindert üble Crashs während man möglichst flott durch die diversen Trials flitzt. Nach dem Absolvieren einer ersten Lizenz, sozusagen dem Einsteigertutorial, schwingt man sich so zuerst auf die 125 cc-Maschine und versucht auf moderaten Strecken Medaillen zu erringen, die in der Folge die nächste Lizenzprüfung freischalten. Die ersten beiden Klassen sind dabei ein Spaziergang, doch sitzt man das erste Mal auf dem 450er Bike ändert sich der Anspruch drastisch. Fordernde Parcours und ordentlich PS, die den Fahrer bei jeder Gelegenheit abwerfen. Enormes Fingerspitzengefühl sowohl mit dem Gas- als auch mit dem Balancefinger ist hier gefragt.
Steuerung
Dies bringt uns direkt zur Steuerung. Das Konzept ist denkbar einfach: rechter Trigger gibt Gas, linker Trigger bremst und der linke Analogstick sorgt für das nach vor- oder zurücklehnen. Die Grundkniffe sind also im Handumdrehen erlernt, doch das Meistern der Dosierung von Gas und Bremse und des Timings der Balance ist ein komplett eigenes Kapitel. Wie auch die Klassenunterteilung bietet „Trials Evolution“ hier Anfängern die Möglichkeit sich auszutoben, fordert aber auch Profis mit einem raschen Anstieg des Schwierigkeitsgrads. Die Gratwanderung des Easy to Learn, Hard to Master geht in diesem Spiel perfekt auf.
Der Editor
Und sollten einige das Gefühl haben, sie würden nicht genügend gefordert, dann gibt ein umfangreicher Streckeneditor zusätzlich die Möglichkeit eigene Tracks zu erstellen, die noch anspruchsvoller und actiongeladener sind, als jene die ohnehin schon geboten werden. Die Handhabung ist denkbar einfach und ermöglicht es Spielern in Windeseile einen Trial aus den persönlichen Lieblingselementen zusammenzustellen.
Details zum Multiplayer sowie zu Grafik und Sound gibt’s auf der nächsten Seite.
Neben dem ohnehin schon grandiosen Singleplayer bietet „Trials Evolution“ auch einen – oder besser gesagt zwei – Mulitplayermodi. Zum einen können Spieler lokal in spannenden Zweier- bis Viererkämpfen gegeneinander antreten, zum anderen auch online in der gleichen Anzahl knifflige Tracks absolvieren. Die Highscores werden in der Folge im Netz verewigt und so kann man sich mit den Besten der Welt messen. Das Spiel mit Freunden macht unglaublich viel Spaß – egal ob zu zweit, dritt oder viert. Vor allem dank des Verzichts auf einen Split-Screen kommen alle Rennteilnehmer in den Genuss des vollen Bildschirms. Fällt ein Fahrer zurück, wird er einfach nach vor teleportiert und das Rennen kann weitergehen.
Heulende Motoren und untergehende Sonnen
Sowohl akustisch als auch grafisch braucht „Trials Evolution” keinen Vergleich zu scheuen. Der Soundtrack kann zwar getrost abgeschaltet werden, die Effekte aber sind erdig und realistisch. Die gelegentlichen Ausrufe bei weiten Sprüngen sorgen zudem noch für den nötigen Kick. Die Grafik gefällt überraschend gut und kann mit so manchem Vollpreisspiel ohne Frage mithalten, besonders die unterschiedlichen Settings, sowie die Licht- und Raucheffekte können begeistern.
Entwickler RedLynx hat bei „Trials Evolution“ an alles gedacht: Packende Rennmodi, ein gelungener Streckeneditor, ein überschaubarer Shop für optischen Aufputz und eine eingängige, aber fordernde Steuerung. Verpackt mit einer ansprechenden Grafik und anspornenden Soundeffekten wird dem Spieler ein eindrucksvolles Gesamtpaket geboten, das die Arcade Next-Aktion nicht besser hätte einleiten können. Ob als kurzweiliges Spiel für Zwischendurch oder als nachmittagsfüllende Herausforderung mit Freunden, „Trials Evolution“ hat für jeden Geschmack etwas zu bieten und ist dabei stets fordernd aber nie frustrierend.
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