Virtual Villagers: Der neue Glaube PC
Erscheinungstermin: 07.02.2012 Mehr Infos
Plattform: PC
Genre: Action
Release: 07.02.2012
Vertrieb: rondomedia
Entwickler: Playrix Entertainment
Webseite: Visit
USK-Einstufung:
Virtual Villagers: Der neue Glaube
von Stefan Hohenwarter 06.04.2012
Im fünften Teil von „Virtual Villagers” entdecken Sie das Zentrum der paradiesischen Insel Isola. Sie müssen die Nahrungsversorgung sicherstellen, Gebäude errichten und Heiden zu Ihrem Glauben bekehren. Ob diese Missionierungsversuche auch Spaß machen, erfahren Sie im folgenden Review.
Soweit, so potenziell unterhaltsam. Doch den Hinweis, dass man beispielsweise einen Bauarbeiter, einen Sammler oder einen Missionar-Azubi nehmen soll, wenn man eine Chance haben will, das Spiel zu meistern, haben die Entwickler leider vergessen. So können Serienfans mit dem Setting vielleicht umgehen, während es für Neulinge wohl eher irritierend ist. Es müssen zum Beispiel alle Fähigkeiten und Präferenzen bei den Jüngern voll ausgebildet werden, bevor sie etwas mit sich und ihrer Umgebung anzufangen wissen. Man stellt beispielsweise einen Ergebenen auf einen Pilz in der Hoffnung, er würde ihn einsammeln, wenn er sich schon vorher den Kopf um die Nahrungsversorgung zerbrochen hat. Doch nein: Er hat gerade keine Lust! Ähnlich geht es Ihnen beim Versuch, ein Gebäude zu errichten, oder zu missionieren: Zwar lernen die Missionare im Laufe des Spielverlaufs immer besser, sich gewandt auszudrücken und entwickeln sich und ihre Fähigkeiten zur Bekehrung ständig weiter; aber sie können anfangs nur Heiden mit einer türkisfarbenen Maske zum Überlaufen bewegen, während Rotmaskenträger den Missionaren Angst einjagen. Logisch, oder?
Abseits davon stellt sich die Frage, wie man dieses Verhalten ändern kann. Kritische Stimmen werden jetzt behaupten, ich hätte das Tutorial nicht überspringen sollen, doch diese kann ich beruhigen: Der Mix aus Lebenssimulation, Strategie- und Aufbauspiel wird nämlich in einem minimalistischen Tutorial erklärt, ohne auf wichtige Features des Spiels einzugehen. Eher kann man das Spielprinzip mit „Chaos regiert“ oder „Learning by doing“ beschreiben. Mit viel Glück kommt man als Neuling zum ersten neuen Mitstreiter, der mit noch mehr Glück auch eine brauchbare Fähigkeit, wie Baumeister oder Missionar, besitzt. Es gibt laut Menü zwar tonnenweise Erfolge und Herausforderungen – diese bleiben aber wohl nur den Fans der Reihe vorbehalten, da sich Neulinge im Spiel selbst nach Stunden nicht wirklich zurechtfinden.
Erkunden, forschen, rätseln und mehr …
„Virtual Villagers: Der neue Glaube“ beginnt mit einer Sinnfrage: Wer überlegt sich ein Setting, in dem Kinder zur Arbeit missbraucht und friedliche Inselbewohner mittels Missionaren von der eigenen Großartigkeit überzeugt werden? Aber kommen wir zum Spielprinzip: Sie steuern anfangs als Gott fünf Jünger – vom Kind bis zum Erwachsenen –, die Ihnen blindlings folgen, treu ergeben sind und jede Anweisung ausführen. Durch Ihre ruhmreichen göttlichen Taten, wie die marionettenhaften Einwohnern zu lehren, Feuer zu machen, eine Hütte zu errichten oder Relikte zu sammeln, fällt es wiederum den Missionaren im Spielverlauf zunehmend leichter, die Heiden von ihrem „wahren“ Gott (ja, von Ihnen, dem Spieler!) zu überzeugen. Zudem können Sie durch einige himmlische Interventionen – wie die Beherrschung von Tieren, des Wetters und schließlich durch die Gewalt, die Jünger je nach Belieben im gesamten Spielareal herumzuziehen und -setzen, – sämtliche Bewohner von Ihrer Allmacht überzeugen.Soweit, so potenziell unterhaltsam. Doch den Hinweis, dass man beispielsweise einen Bauarbeiter, einen Sammler oder einen Missionar-Azubi nehmen soll, wenn man eine Chance haben will, das Spiel zu meistern, haben die Entwickler leider vergessen. So können Serienfans mit dem Setting vielleicht umgehen, während es für Neulinge wohl eher irritierend ist. Es müssen zum Beispiel alle Fähigkeiten und Präferenzen bei den Jüngern voll ausgebildet werden, bevor sie etwas mit sich und ihrer Umgebung anzufangen wissen. Man stellt beispielsweise einen Ergebenen auf einen Pilz in der Hoffnung, er würde ihn einsammeln, wenn er sich schon vorher den Kopf um die Nahrungsversorgung zerbrochen hat. Doch nein: Er hat gerade keine Lust! Ähnlich geht es Ihnen beim Versuch, ein Gebäude zu errichten, oder zu missionieren: Zwar lernen die Missionare im Laufe des Spielverlaufs immer besser, sich gewandt auszudrücken und entwickeln sich und ihre Fähigkeiten zur Bekehrung ständig weiter; aber sie können anfangs nur Heiden mit einer türkisfarbenen Maske zum Überlaufen bewegen, während Rotmaskenträger den Missionaren Angst einjagen. Logisch, oder?
Abseits davon stellt sich die Frage, wie man dieses Verhalten ändern kann. Kritische Stimmen werden jetzt behaupten, ich hätte das Tutorial nicht überspringen sollen, doch diese kann ich beruhigen: Der Mix aus Lebenssimulation, Strategie- und Aufbauspiel wird nämlich in einem minimalistischen Tutorial erklärt, ohne auf wichtige Features des Spiels einzugehen. Eher kann man das Spielprinzip mit „Chaos regiert“ oder „Learning by doing“ beschreiben. Mit viel Glück kommt man als Neuling zum ersten neuen Mitstreiter, der mit noch mehr Glück auch eine brauchbare Fähigkeit, wie Baumeister oder Missionar, besitzt. Es gibt laut Menü zwar tonnenweise Erfolge und Herausforderungen – diese bleiben aber wohl nur den Fans der Reihe vorbehalten, da sich Neulinge im Spiel selbst nach Stunden nicht wirklich zurechtfinden.
Grafik und Sound
Optisch ist der Titel für ein Budgetspiel in Ordnung. Man erkennt alles gut und es gibt auch spannende Animationen, wie einen Bienenschwarm, einen Schmetterlingstanz oder verschiedene Wetteranimationen. Dafür enttäuschen die restlichen Animationen, denn die Figuren rennen über weite Strecken planlos durch die Gegend und das Spielareal ist nicht gerade unüberschaubar. Das Tutorial ist nett inszeniert, doch werden viele Spieler das in vielen anderen Budgetspielen schon besser gesehen haben. Selbes gilt für die Soundkulisse (08/15-Hintergrundmelodie und Standardsounds).Steuerung
Die Steuerung wird meiner Meinung nach auch zu wenig erklärt. Wenn man sich aber mal soweit zurechtgefunden hat, funktioniert sie über weite Strecken ganz gut. Man steuert ausschließlich mit der Maus, was auch zielführend ist.Atmosphäre
Die Atmosphäre ist für mich, wie bereits erwähnt, so gut wie nicht vorhanden. Es macht für Neulinge, zu denen ich mich auch zähle, keinen Spaß sich länger mit dem Spiel zu beschäftigen. Man hat über weite Strecken keine Ahnung, was hier überhaupt zu tun ist. Woher zum Beispiel soll ich als Neuling wissen, dass es sich bei meinen Bewohnern um Tamagotchis in Videospielform handelt? Denn beim Laden des letzten Spielstandes erscheint am Bildschirm auf einmal die Meldung: „Ihr Stamm ist ausgestorben“ – wenn das mal nicht Spaß macht … PROS
- Neuer Ableger für die Fans der Reihe
- Viele Erfolge und Herausforderungen
- Überschaubares Spielareal
CONS
- Zu wenig Erklärungen für Neulinge
- Zu viel Zufallsprinzip
- Fragwürdiges Setting
- Maximal mittelmäßige Optik und Soundkulisse

