HD-Sammlungen sind momentan sehr in Mode und bringen klassische Spiele auf moderne Konsolen. Die „Metal Gear Solid – HD Collection“ bringt hier das Kunststück zustande, mehrere Konsolengenerationen miteinander zu verknüpfen. Wie – das lesen Sie in unserem Review.
Story
Snaaake … Kaum ein Action-Fan kennt nicht den berühmten Schrei des Oberst, wenn Snake in „Metal Gear Solid“ ins Gras beißt. In der neuesten Collection von Konami dürfen Sie dies anhand verschiedener Versionen des Spiels erleben und werden mit jeder Freude am klassischen Spielgeschehen in relativ moderner Grafik haben. Wie genau das aussieht, sehen Sie in diesem Trailer:
Drei + zwei = Eins
Von den „Sons of Liberty“ über „Snake Eater“ zum „Peace Walker“ dürfen Sie in die Rolle von Solid Snake schlüpfen. Doch nicht nur das, sogar die zwei richtig klassischen „Metal Gear“ und “Metal Gear 2: Solid Snake“ für den japanischen MSX2 aus den Jahren 1987 bzw. 1990 sind mit dabei. Diese sind zwar nur Beigabe, aber dennoch sehr nette Zeitzeugen aus vergangenen Tagen.
MGS3
Sollten Sie richtig Chronologisch vorgehen wollen, so starten Sie natürlich zunächst einmal mit „Metal Gear Solid 3: Snake Eater“, das in den 1960er Jahren spielt. Sie starten in der Rolle des Vaters von Solid Snake, nämlich mit Naked Snake, im Dschungel und Ihr Hauptanliegen ist zunächst das Überleben. Sie können nämlich wirklich verletzt werden, müssen Essen suchen oder Schlangen jagen um nicht im Urwald umzukommen.
Doch dies ist natürlich nicht das, warum Snake überhaupt ausgesendet wurde. Eher schon sollen Sie sich mit einem sowjetischen Wissenschaftler treffen und diesen zum Überlaufen bewegen. Allerdings werden Sie von The Boss“sabotiert. Daher jagen Sie auch Ihre frühere Trainerin, stellen sich insgesamt acht Endgegnern und schließen die Mission ab.
Was Sie sonsnst noch erwartet, erfahren Sie auf der nächsten Seite.
Als nächstes starten wir mit „Metal Gear Solid: Peace Walker“, welches eigentlich für die PSP entwickelt wurde, dank der hübscheren Optik sowie zeitgemäßer Steuerung auf der PS3 seinen ganzen Charme ausspielen kann. Zehn Jahre nach MGS3 werden Sie in Costa Rica abgesetzt um die Söldnergruppe Militaires sans Frontieres anzuführen.
Diesmal geht es gegen CIA Agenten, die im Dschungel unter anderem den Roboter Peace Walker testen. Dieser vierbeinige Kampfpanzer ist mit Nuklearwaffen bestückt und auch im Spiel ein harter Gegner. Glücklicherweise sind Sie aber nicht alleine unterwegs, sondern können im Koop-Modus mit bis zu drei anderen Kämpfern die Missionen erledigen.
MGS2
Last but not least kommt der von Fans zwiespältig aufgenommene Teil „Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty“. Der spielt im Jahre 2007 und Sie sollen als Solid Snake den Kampfroboter Metal Gear RAY fotografieren. Allerdings kommt ihm Ocelot in die Quere, stiehlt den Roboter und versenkt den Tanker, auf dem sich Solid Snake befindet, welcher scheinbar ums Leben kommt.
Alsdann bricht die Handlung abrupt ab und Sie steuern einen anderen Agenten, nämlich Raiden, im Jahr 2009. In dessen Haut wollen Sie die Sons of Liberty aufhalten, die den Präsidenten in ihrer Gewalt haben. Angeblich soll der totgeglaubte Solid Snake deren Anführer sein, doch ob dies wirklich so ist, erfahren Sie erst gegen Ende des Spiels.
Wenn Sie wirklich alle Spiele erleben wollen, müssen Sie natürlich auch die MSX2-Teile zumindest einmal anspielen. In Teil eins kämpfen Sie jedoch nicht gegen einen Metal Gear, sondern sollen einen Superrechner zerstören. Beim zweiten Ableger müssen Sie Big Boss jagen, der in Zanzibarland den Biologen Dr. Kio Marv gefangen genommen hat.
Zum (aufpolierten) Look gleich mehr – und dann unser Fazit.
Jeder Teil der „Metal Gear”-Reihe (außer den zwei MSX2-Spielen) hat eine ordentliche Frischzellenkur erhalten. Die Teile haben zwar natürlich gegen aktuelle Titel wie „Uncharted 3“ das Nachsehen, wer die Originale kennt, wird von den (vor allem grafischen) Verbesserungen angenehm überzeugt werden.
Besonders „Metal Gear: Peace Walker“ sieht auf der PS3 um Längen besser aus als auf der PSP, doch noch wichtiger ist, dass das gesamte Spiel nun auch für ein PS3-Joypad optimiert wurde, wobei natürlich auch einige Sprachsamples dahingehend verändert wurden, um die Gegebenheiten umzusetzen.
Soundtechnisch hören Sie nun keine ungewollten Knackser und der Soundtrack an sich wurde ein wenig aufgewertet. Das berühmte „Snaaake“ klingt nun genauso gut wie bei „MGS 4“. Wer die Teile vorher noch nie gespielt hat, könnte jedoch aufgrund der nicht topfrischen Grafik weniger begeistert sein als Spieler, die das Original kennen und lieben gelernt haben.
In der „Metal Gear Solid – HD Collection“ finden Fans ebenso wie Neueinsteiger eine annähernd perfekte Anpassung der klassischen Spiele. Tolle (wenn auch teils konfuse) Handlung, einzigartige Spielerfahrung und einfach nur gute Unterhaltung, die weit über die PS2-Zeit erhalten werden sollte.
Wer mit der „Metal Gear“-Geschichte noch nie etwas anfangen konnte, wird sich zwar auch von der „Metal Gear Solid – HD Collection“ nicht angesprochen fühlen, doch Spieler der ersteren Teile werden mehr als nur begeistert sein. Dass der erste Teil für die ursprüngliche PlayStation nicht enthalten ist, ist schade, aber verschmerzbar. Wer „Metal Gear“ mag oder mochte, sollte sich die Collection auf jeden Fall zulegen.
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