Man könnte bei „Shank 2“ einfach mehr vom selben erwarten. Schon der Vorgänger war solide, mit cooler Comic-Optik, wenn auch etwas kurz und monoton geraten. Brutal bis zum geht nicht mehr ... und wenn Robert Rodriguez oder Quentin Tarantino ihren Namen für ein Spiel hergeben müssten, würden sie „Shank“ wählen ...
Der Vorgänger
„Shank“ hat uns damals bereits richtig gut gefallen und stolze 86% in unserem Test abgestaubt. Hier die Zusammenfassung des Reviews.
Auffallend sind die hohe Framerate, mit der „Shank“ zu Werke geht sowie die Liebe zum Detail, die schon in den ersten Zwischensequenzen erblickt werden kann. Die Rücksetzpunkte und Heilgegenstände sind fair gesetzt, und durch die kurzen Levels können Sie binnen weniger Tode eine effektive Taktik für die jeweilige Stage entwickeln! Für den geringen Preis im PSN Store bzw. via Xbox Live ist „Shank“ jeden Kauf wert, wenn Sie auf eine erwachsene Story in brutalem Comic-Gewand stehen. Auch zu zweit macht das Game viel Spaß, ein Abend oder zwei sind auf alle Fälle gerettet. Hier geht’s zum kompletten Review!
Story
Der Vorgänger war eine klassische Rache-Geschichte, die eiskalt serviert wurde. Viel Abwechslung kam dabei am Weg von einem Endgegner zum anderen nicht auf. Außer reichlich Blut, Kugeln und Schwerter gab’s nur ein paar uninspirierte Hüpfpassagen. Wurden die Kritikpunkte in Teil 2 ausgemerzt? Der Nachfolger beginnt eher etwas mysteriös: Ein Reisebus wird vom Militär angehalten und die Passagiere verlassen fluchtartig den Bus. Nur ein Mann mit Tequila-Flasche bleibt sitzen und wenig später fliegen die ersten Gliedmaßen durch die Luft.
Gameplay
Was sofort auffällt ist, dass es diesmal massig interaktive Elemente im Spiel gibt. So lassen die Gegner Waffen fallen, die verwendet werden können, Jeeps können in die Luft gejagt und am Boden gefesselte Geiseln per Tastendruck befreit werden. Das Ganze geht nun leichter von der Hand als noch beim Vorgänger. Shank springt, hangelt und kämpft sich locker durch die Gegner-Massen und das um einiges brutaler als noch beim letzten Rachefeldzug.
Details zu Grafik, Sound und Steuerung sowie die Zusammenfassung finden Sie auf der nächsten Seite.
Bild und Ton wurden nochmal um einiges aufpoliert. Alles wirkt jetzt etwas lebendiger und farbenfroher, auch wenn die dominierende Farbe rot ist. Explosionen und Feuer wurden gut in Szene gesetzt und immer wieder spielen sich dramatische Szenen ab. Auch die Animationen passen perfekt zur Comic-Grafik und die Zwischensequenzen erzählen die Story absolut gelungen.
Steuerung
Die Steuerung wurde etwas komplexer aber auch präziser, auch wenn die Sprungpassagen immer noch nicht sehr anspruchsvoll sind, einige Kombos und Konterattacken sind jetzt leichter umzusetzen.
Im Mehrspielermodus kommt für den Protagonisten jetzt etwas Neues daher: Der Survival-Modus oder auch Gegnerwellen-Abwehr-Modus, welcher wohl in keinem Action-Game mehr fehlen darf. Hier können Sie sich mit gefundenem Gold alle möglichen Schießgeräte zulegen und so Runde um Runde mit dem Partner zu überstehen.
Hier ein Video zum Survival Mode:
Atmosphäre
Hier wurde auch noch einiges verbessert und zeitweise fühlt man sich richtig wie in einem Tarantino-Film oder wie in „Machete“ von Robert Rodriguez. Wenn man vom Licht geblendet wird und nur noch die Silhouetten der Gegner erkennt, ist das stilistisch zwar nicht neu aber immer noch top!
Zusammenfassung
Klei Entertainment hat die Schwächen des Vorgängers erkannt und ganz gut ausgebessert. Das Spiel wirkt jetzt flüssiger und ist um einiges abwechslungsreicher. Brutaler geht’s jetzt wohl nicht mehr, denn hier wurde nochmal zwanghaft versucht das Blutbad von „Shank“ zu übertreffen, was auch gelungen ist. „Shank 2“ ist ein „Must Have“ für alle Fans von XBLA Action-Games.
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