Nun ist es so weit: Drake ist zurück und stürzt sich in seinem nächsten Abenteuer in den mexikanischen Urwald. Diesmal helfen Sie ihm mit der PS Vita aus der Patsche.
Knapp 50 Euro wird ein Händler für ein PS Vita-Spiel verrechnen. Das ist nicht gerade wenig, bewegt man sich doch dann schon fast in der Preis-Region eines vollwertigen PS3- oder Xbox 360-Titels. Dann müssen vor allem Qualität und Spielspaß auch wirklich stimmen. Nach dem ersten Schock – die PS Vita hat keinen internen Speicher, der aber für manche Spiel verpflichtend ist, da sich sonst der Titel nicht einmal starten lässt – und dem Kauf einer 16 GB-Speicherkarte (Preis des Gesamtpakets: ca. 300 Euro) lege ich also mit dem ersten Spiel los. Es wartet der First-Party-Titel „Uncharted: Golden Abyss“ – ich habe hohe Erwartungen.Ein Abenteurer auf AbwegenNathan Drake ist unser Held aus bisher drei „Uncharted“-Abenteuern auf der PS3, die uns mit einem nicht zu schweren, aber fesselnden Mix aus Abenteuer, Romanze und Action in den Bann zogen. Auch im PS Vita-Launch-Titel schlüpfen Sie in die Rolle von Drake. Die Geschehnisse finden aber vor (!) dem ersten Teil der Serie statt, „Golden Abyss“ (auf Deutsch: der Goldene Abgrund) ist somit ein Prequel.
Jason Dante, ein alter Freund von Drake, nimmt den Entdecker in den mexikanischen Urwald mit, um dort sagenhafte Funde auszuheben, die sich rund um ein 400 Jahre altes Massaker einer spanischen Expedition angesammelt haben. Während Dante vordergründig angibt, dass sich General Guerro nicht in die ganze Sache einmischen würde, lernen wir recht schnell die findige Marisa Chase, Enkelin eines verschwundenen Archäologen kennen. Chase traut Dante nicht ganz, gibt an, er würde Drake nur benutzen. Als dann die drei Abenteurer von Guerro und seinen Männern verschleppt werden ist die Geschichte erst am Anfang …
Wie Sie sehen: Die Geschichte fängt mit einem normalen Abenteuer an, bekommt aber schnell den „Uncharted“-Twist und hat – zum Glück – wieder die Prise Romanze und Knistern zwischen Chase und Drake, die im letzten „Uncharted“-Teil auf der PS3, „Uncharted: Drake’s Deception“, so gefehlt hat. Von der Geschichte her kann man mal nichts aussetzen.Sammelwut deluxeAls probates Mittel, um Spieler länger bei der Stange zu halten, haben sich allerhand Sammelgegenstände oder Medaillen erwiesen, die zum erneuten Spielen von Levels oder Abschnitten einladen. Dieses Mittels hat man sich auch bei „Uncharted: Golden Abyss“ bedient: Während Sie der Hauptgeschichte rund um die spanischen Truppen und den ermordeten Ureinwohnern folgen, decken Sie insgesamt zwölf Geheimnisse auf. Diese werden aber erst nach und nach klarer, da Sie zahlreiche Gegenstände (durchschnittlich zehn) finden und Fotos schießen müssen, um Beweise für die Geheimnisse zu sammeln. Jede der fünf Sektionen des Spiels ist in diverse Kapitel unterteilt und jedes Kapitel bietet eine Übersicht über die auffindbaren Gegenstände. Erfahrene Spieler ahnen bereits, dass es sich hier um einen Artefakt-Overkill handeln muss, es sind teilweise wirklich schon zu viele Gegenstände und man fragt sich, wo Drake alle Steine, Kohlezeichnungen, Uhren, Medaillen einstecken kann.Mehr Infos zum Gameplay sammeln Sie auf der nächsten Seite.
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