„All Zombies Must Die“ ist der jüngste Zuwachs der Zombie-Twinstick-Shooter. Ob das Spiel selbst das Potenzial hat, in der Flut zu den glorreichen Überlebenden zu zählen, erfahren Sie in unserem Review.
Story
Etwas ist faul im Städtchen Deadhill und zwar die Leichname, die wiedererweckt durch die Straßen wandern. Die Zombies sind da und es ist an Ihnen sich den Untoten in den Weg zu stellen. Hierbei ist bei „All Zombies Must Die!“ der Name Programm. Anfangs alleine in der Rolle des waffenschwingenden Nerds unterwegs, dem die Apokalypse dank Feuerwaffen und Hamburger-Loot wie ein feuchter Traum vorkommt, gesellen sich im Laufe des Spiels noch „die zickige Ex“, der „verquere Wissenschaftler“ und selbst ein Alien als spielbare Charaktere dazu.
Gameplay
Bei „All Zombies Must Die!“ handelt es sich um einen Twin-Stick-Shooter und so müssen, wie der Name schon sagt, unzählige Zombies erschossen werden. Zumeist schickt Sie das Spiel in einen bestimmtem Teil des Städtchens Deadhill, wo es dann einen bestimmten Loot-Drop zu ergattern gilt. Tiefgang erhält dieses System dadurch, dass man die Zombies und deren Loot durch Status-Effekte beeinflussen kann, d.h. zündet man einen Zombie an, dropt er etwas Anderes als ein Zombie, der zuvor beschallt, elektrifiziert oder verstrahlt wurde. Interessant wird dies wenn man Statuseffekte kombiniert. Levelaufstiege der Charaktere und ein Waffen-Crafting-System verleihen dem Spiel ein Hauch Rollenspiel-Feeling.
Grafik und Sound
Die Grafik des Spiels ist bunt und lustig im Comic-Stil gehalten. Definitiv keine düstere Grusel-Umgebung! Der Sound ist an die Elektro-Töne der klassischen Alien-Horror-B-Movies angelehnt und unterstreicht bereits zu Beginn die selbstironische Stimmung des Spiels.
Ob es sich auch flüssig spielt, verraten wir gleich!
Ob die zufällige Ähnlichkeit der Worte Steuerung und Streuung wohl Modell für die ungenaue Handhabung der Schusswaffen von „All Zombies Must Die!“ gestanden hat, wird uns auf ewig verschlossen bleiben, jedenfalls schleicht sich hier das berüchtigte Wackeln des Schussrichtungs-Analogsticks ein: Eine größtenteils unbewusste Bewegung, die eine gewisse Neigung zum Hin-und-her-Streuen zeigt. Dies Form der unpräzisen Zielmöglichkeit macht es schwer, auch in heißen Situationen Treffer zur garantieren. Andere Twin-Stick-Shooter haben in diesem Bereich aber schon gezeigt, dass diese Art der Steuerung grundsätzlich sehr präzise sein kann.
„All Zombies Must Die!“ lässt sich lokal mit bis zu vier Spielern spielen, was den teilweise harten Schwierigkeitsgrad gut zu entschärfen weiß. Online-Spiel gibt es abseits simpler Leaderboards aber leider nicht.
Atmosphäre
„All Zombies Must Die!“ ist sich seiner selbst auf eine besonders lustige Art bewusst. Nicht nur entlocken einem die lustigen Ladebildschirme à la „Zombies haben Angst vor Spielerwaffen mit Feuer und Strahlung; Kohl haben sie auch nicht so gern“ immer wieder Schmunzler, sondern einer der Charaktere lässt auch nicht von der Theorie ab, sich tatsächlich in einem Videospiel zu befinden.
Zusammenfassung
Grundsätzlich bietet „All Zombies Must Die!“ ein solides Rezept mit vielen Möglichkeiten, der Kern des Spielerlebnisses – die Levels – bestehen aber leider nur aus „Hol-dieses-und-jenes-Quests“. 50 verstrahlte Zombies abzufarmen um daraufhin 30 Elektrozombies zu töten usw. ist eben nur eine gewisse Zeit lang spannend. Nichtsdestotrotz macht das Spiel Spaß und hat das Potenzial für einen gewissen Suchtfaktor. Freunde lustiger Zombie-Action im Stil des Films „Shaun of the Dead“ können hier getrost zugreifen.
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