Wildes Gefuchtel
Obwohl das Spiel allerlei Möglichkeiten zum Einsatz der Wii Remote bietet und auch der Nunchuck großzügig Verwendung findet, sucht man Abwechslung vergebens. Der Schwertkampf, in dem der gewiefte Kater einige Expertise mitbringt, artet in wildes Gefuchtel aus. Dabei ist es vollkommen nebensächlich, wie man den
Controller bewegt, die Manöver des Kätzchens bleiben stets die gleichen. Dabei lädt sich ein Balken auf, der Treten und Kratzen ermöglicht. Die Gegner stellen sich zudem brav der Reihe nach an, um sich vom Gestiefelten Kater umhauen zu lassen. Zu leicht, zu uninspiriert, zu langweilig.
Flotte Rutschpartien
Hat man sich der üblen Banditos entledigt, folgt zumeist ein Jump'n'Run-Teil. Dafür bewegt man
Controller und Nunchuck in die jeweilige Richtung, schüttelt und drückt sich durch sehr lineare
Levels, sammelt dabei alles Mögliche ein und gibt sich einfach dem Spiel hin. Abwechslungsreicher als die Kampfsequenzen, bieten diese Abschnitte dennoch wenig anspruchsvolles Gameplay und kaum spielerische Freiheiten. Dazu kommt noch das sehr kurze Spielvergnügen mit etwa drei Stunden. Zum Teil ist diese Kürze auch dem sehr geringen Schwierigkeitsgrad geschuldet.
Erfreuliches
Natürlich bringt „
Der Gestiefelte Kater: Das Videospiel“ auch gelungene Elemente mit sich. So konnte beispielsweise der Originalsynchronsprecher des Katers für das Spiel gewonnen werden, der zudem auch mit vielen witzigen Sprüchen auftrumpft. Seine Kameraden hingegen wiederholen sich des Öfteren, auf Kosten der Nerven des Spielers. Darüber hinaus versteht die grafische Gestaltung über weite Strecken zu gefallen. Auch wenn man sich an mancher Stelle mehr Details gewünscht hätte, sehen der Kater und seine Umgebung meist gut aus. Der musikalische Hintergrund liegt im Durchschnitt und vermag weder zu begeistern, noch allzu sehr zu enttäuschen.
Obwohl die vielen verschiedenen Spielabschnitte für viel Abwechslung sorgen, bleiben die einzelnen Abschnitte selbst hinter ihren Möglichkeiten zurück. Man merkt allerorten, dass dieses Spiel für Kinect gemacht wurde. Dort wird sich „
Der Gestiefelte Kater: Das Videospiel“ wohl als durchaus brauchbarer Titel präsentieren. Auf der Wii wäre jedoch deutlich mehr möglich gewesen.
Zusammenfassung und Wertung gibt’s wie gewohnt auf der letzten Seite.