Knallharte Racing-Action und ein innovatives Punktesystem verspricht der PC-Exklusivtitel „Ignite”. Wir haben uns den Titel angeschaut und ob die Versprechen gehalten werden oder nicht, erfahren Sie im folgenden Review.
Rennmodi und Kampagne warten
Neben einer 35 Rennen umfassenden Kampagne, die Sie an sieben Schauplätze führt, warten mit Knock-out, Renn-out und Rennmodus drei weitere Spielmöglichkeiten. Im Rennmodus gilt es Punkte zu sammeln, die für Nitro-Boosts oder Zeitboni am Ende des Rennens verwendet werden können. Das kann aber ganz schön bitter sein. Sie überqueren als erstes die Ziellinie und werden von einem Konkurrenten überholt, weil er mehr Punkte gesammelt hat und damit einen Zeitbonus im Ziel erhält. Das Rennen ist somit erst aus, wenn wirklich alle Fahrzeuge im Ziel sind. Bei Knock-out scheidet der letzte in jeder Runde aus und beim Run-out Modus starten Sie mit der Maximalpunktezahl, die sich stetig verringert. Nur durch Stunts oder geschickte Manöver kann man dem entgegen wirken. Sollten Sie nämlich keine Punkte mehr haben, nehmen Sie am Rennen nur noch als Zuschauer teil.
Innovatives Punktesystem?
Ich kann hier nicht wirklich von einen gelungenen Punktesystem sprechen. Die Idee, dass man durch gewagte Manöver Zeitboni erhält, ist wirklich nett ,doch die Umsetzung ist leider etwas in die Hose gegangen. Für mich passt die Balance einfach nicht. Man kann sich alle Zeit der Welt nehmen um möglichst viele Verkehrspylonen umzufahren oder Drifts und andere Stunts hinzulegen. Der Zeitbonus, den man für solche Aktionen erhält, steht meiner Meinung nach in keinem Verhältnis zum ernsten Absolvieren der Rennstrecke. Gewinnen wird dennoch der Spieler, der die optimale Mischung aus waghalsigen Manövern und gezielten Fahren trifft. Kurz und knapp: Eine gute Idee, die aber nicht konsequent genug umgesetzt wurde.
Sieht das gut nach Arcade-Spaß aus? Das beantworten wir auf der nächsten Seite.
Optisch wirkt der Titel auf den ersten Blick ganz okay. Die Autos sehen unterschiedlich aus, doch kann man sie nicht verändern. Nicht einmal eine Veränderung hinsichtlich der Lackierung ist möglich. Dazu kommen die Wettereffekte, die wir im Test nicht finden konnten und ein Schadensmodell, das nicht wirklich als solches bezeichnet werden kann. Man kann permanent gegen eine Wand oder andere Autos fahren und mehr als ein paar kleine Beulen an der Seite des Wagens sind nicht drinnen. Front- und Heckseite des Autos sind offenbar unverwundbar. Die Nitro- und Driftanimationen sind hingegen ganz ok, aber im Vergleich zu aktuellen Highend-Racingspielen fehlt’s optisch in allen Belangen. Soundtechnisch gibt’s donnernde Motorengeräusche sowie eine montone Musikuntermalung.
Steuerung
Die Steuerung ist sehr arcadelastig, was Fun-Racing-Fans zu Gute kommt. Sollten Sie auf ein realistisches Fahrvergnügen hoffen, sind Sie hier fehl am Platz. Das Drifting als auch der Einsatz des Nitro-Boosts gehen leicht von der Hand, wodurch auch ungeübte Racer gleich Spaß und Freude am Titel haben.
Der Mehrspieler-Modus ist wohl das Kernelement. Es ist zwar auch eine Singleplayer-Kampagne enthalten, aber erst im Kampf Mann gegen Mann bzw. Auto gegen Auto stellt sich heraus, wer der König der Straße ist. Gespielt werden kann online mit bis zu fünf Spielern und weltweite Ranglisten sorgen für die nötige Challenge.
Atmosphäre
Bei der Atmosphäre gibt’s einige Mankos. Man hätte wenigstens versuchen können eine Story in der Kampagne zu verankern. Eine billige Einleitung im Comic-Stil oder kurze Videos zwischen den Rennen hätten hier schon genügt. Ich hätte mir noch ein paar mehr Autotypen zur Auswahl gewünscht, denn mit Muskel-, Renn- und Straßenwagen gibt es nur drei verschiedene Varianten. Leider wurden die Fahrzeugtypen wirklich so benannt.
Alles in allem muss man leider sagen, dass der Titel aktuellen Top-Rennspielen in allen Belangen unterlegen ist. Die Optik ist nur mittelprächtig, das Schadensmodell nicht ausgereift und das an sich innovative Punktesystem wurde leider nicht sonderlich gut umgesetzt. Der Titel ist aber für 20 Euro vergleichsweise günstig zu haben. Wer Lust auf eine wenig reines Arcade-Racing am PC hat, kann sich die Anschaffung also überlegen.
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