Neue Kämpfer braucht das Land. Dies haben sich wohl auch die Entwickler von „Ultimate Marvel vs. Capcom 3“ gedacht und gleich zwölf Charaktere zum Spiel hinzugefügt. Ob sich sonst noch etwas geändert hat, lesen Sie in unserem Review.
Nachdem „Marvel vs. Capcom 3“ bereits seit längerem erhältlich ist, kommt die (bei Capcom übliche) Neuauflage „Ultimate Marvel vs. Capcom 3“ in den Handel. Hier sind jedoch nicht nur die zwölf neuen Kämpfer eingefügt, sondern es wurden für die Spielbalance unabkömmliche Feinjustierungen vorgenommen. Bevor wir zu den Details kommen, erst einmal ein Trailer vom Spiel in Aktion:
Story
Die Story des Spiels ist schnell erzählt und tritt während der Kämpfe natürlich in den Hintergrund. Doctor Doom hat sich die größten Schurken des Marvel-Universums geschnappt und sich mit Albert Wesker verbündet, um beide Universen zu vereinen. Damit dies nicht in der Vernichtung beider Welten endet, soll Ihre Gruppe den Plan vereiteln.
Wie Sie das anstellen, erfahren Sie auf der nächsten Seite.
Um die Schurken zu stoppen, schnappen Sie sich drei beliebige Kämpfer aus beiden Universen und kämpfen gegen Dr. Dooms Truppen. Das Spielprinzip an sich ist gegenüber „Marvel vs. Capcom 3“ unverändert geblieben. So kämpfen Sie immer im Dreier-Team und können jederzeit Figuren wechseln, um angeschlagenen Kämpfern zu helfen.
Neue Kämpfer und Arenen
Die Neuzugänge sind sinnvoll und helfen wirklich weiter. Bei Marvel sind nun Ghost Rider, Hawkeye, Doctor Strange, Iron Fist, Nova und Rocket Racoon mit von der Partie, während Capcom auf Firebrand, Strider Hiryu, Nemesis, Vergil, Phoenix Wright und Frank West setzt.
Besonders der riesige Nemesis wirkt auf den Spieler Furcht einflößend, während Phoenix Wright in einem Kampfspiel etwas deplatziert wirkt. Doch wurde die Auswahl gut getroffen und erweitert die Riege der Kämpfer dementsprechend. Allerdings sind nicht nur einfach ein paar Kämpfer dazugekommen, sondern es wurden auch einige Arenen hinzugefügt.
Nun dürfen Sie auch im Shadowland kämpfen, durch Bonne Wonderland streifen, die S.H.I.E.L.D. Air Show begutachten, Chaos at Tricell durchwandern, den Danger Room der X-Men besuchen oder auch Asgard sowie die City that never sleeps besuchen. Insgesamt neun zusätzliche Arenen sind in „Ultimate Marvel vs. Capcom 3“ neu dabei.
Die neuen Spielmodi sind auch sehr nett, wobei Sie besonders im Galactus Mode Spaß haben werden. Hier dürfen Sie nämlich mit Galactus – Marvels Vernichter der Welten ist an sich der Endgegner – selbst die Kämpfer, die sich Ihnen in den Weg stellen, ordentlich aufmischen. Doch auch der Heroes and Heralds Mode ist interessant, da Sie hier Ihre Kämpfe mit Karten ausrüsten können, die Ihre Fähigkeiten steigern.
Wie sich's steuert und ob das Spiel gut aussieht, erfahren Sie im Anschluss.
Wenn Sie schon einmal ein Kampfspiel aus der „Street Fighter“-Serie gespielt oder den Vorgänger verinnerlicht haben, so kommen Sie auch bei „Ultimate Marvel vs. Capcom 3“ sofort zurecht. Es gibt allerdings zwei grundverschiedene Möglichkeiten für Anfänger und Fortgeschrittene.
Im Einfach-Modus können Sie mittels der Schultertasten Special-Moves einfach durchführen damit auch Einsteiger schnell mit dem Spiel zurechtkommen, doch sobald Sie zum Profi werden möchten, sollten Sie diese Option schnell wieder vergessen, da Sie die Taktik solchermaßen nicht großartig verändern können – was aber im Spiel gegen reale Gegner unverzichtbar ist.
Die normale Steuerung ist einigermaßen schwierig zu erlernen, wobei es aber glücklicherweise auch unzählige Challenges gibt, bei denen Sie grundlegende Attacken und Kombos durchgehen können. Dennoch ist gerade der Joypad für diese Aktionen nicht optimal, ein richtiger Arcade-Stick für dieses Spiel dringen zu empfehlen.
Grafik und Sound
Optisch und akustisch hat sich bei „Ultimate Marvel vs. Capcom 3“ natürlich kaum etwas gegenüber „Marvel vs. Capcom 3“ geändert. Das ist aber auch nicht negativ, da sich der Comicstil exzellent ins Spielgeschehen einfügt und sich die Charaktere toll vom Hintergrund absetzen. Besonders die Spezialattacken wirken bombastisch, während das Spielgeschehen an sich immer flüssig bleibt. Teilweise ist so viel am Bildschirm los, dass Sie sich kaum auf das Kämpfen an sich konzentrieren können. Damit dies nicht passiert, sollten Sie Ihre Spielfigur immer gut im Blick behalten.
„Ultimate Marvel vs. Capcom 3“ ist eine konsequente Weiterentwicklung von „Marvel vs. Capcom 3“. Das Spielgeschehen ist absolut identisch, wenngleich sich die neuen Charaktere sowie die Neubalancierung der bekannten Figuren hervorragend machen und kein Kämpfer übermächtig gegen andere erscheint.
Wer das vorige Spiel noch nicht besitzt, sollte als Kampfspielfan sowieso sofort zugreifen. Besitzer des Vorgängers müssen jedoch überlegen, ob zwölf Kämpfer und neun Arenen einen Neukauf rechtfertigen. Spaß macht es auf alle Fälle und ein besseres Kampfspiel mit einer dermaßen großen Charakterwahl aus verschiedenen Universen ist momentan kaum zu finden.
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