Mit „Need for Speed: The Run“ meldet sich EAs Black Box-Team zurück und schickt Sie auf eine Reise quer durch die USA. Ob Sie dabei sorgenfrei Vollgas geben können oder der neuste Ableger der Serie den Motor abwürgt, erfahren Sie in unserem Review.
Story
Jack ist ein talentierter Rennfahrer, doch irgendwie gerät er in die falschen Kreise und so beginnt die Geschichte von „Need for Speed: The Run“ damit, dass sein Auto (und darin er) in den Docks von San Francisco von ein paar düsteren Gestalten in den Ozean geschoben wird. Jack kann sich aus dem Autowrack befreien und aus seinem vermeintlichen, nassen Grab auftauchen, worauf er von einer mysteriösen, rothaarigen Schönheit erwartet wird. Sie bietet ihm an, er solle mit ihr als Beifahrerin in ihrem Auto für sie an einem legendären Rennen von Küste zu Küste quer durch die USA teilnehmen: dem namensgebenden Autorennen „The Run“.
Wie sich das Spiel so macht, erfahren Sie auf der nächsten Seite.
Die Reise führt Sie von San Francisco in mehreren Etappen bis nach New York und wie es sich in einem Rennspiel gehört, geht es darum als erster die Ziellinie zu erreichen. Bei 150 Teilnehmern ist das aber so geregelt, dass Sie pro kurzer Rennetappe eine gewisse Anzahl Fahrzeuge hinter sich lassen müssen, also z.B. starten Sie in Rennen Nummer 3 inzwischen als 143. und können maximal (d.h. wenn Sie dieses Rennen „gewinnen“) bis auf den 135. Platz vorfahren.
Grafik und Sound
Die Grafik von „Need for Speed: The Run“ ist für Wii-Verhältnisse recht anschaulich, wenngleich durch die Hardwarebegrenzungen natürlich auch nicht hochauflösend. Auf pixelige Zwischensequenzen wird aber gekonnt verzichtet, indem der Story-Fortschritt in Form eines Comicheftes mit Sprachvertonung präsentiert wird, wobei die Synchronsprecher wenig Pathos an den Tag legen. Hier wurde das, was die Wii grafisch zu leisten vermag, toll ausgenutzt. Die Musikuntermalung besteht aus mittelmäßig poppigen Rockliedern, dominiert von Motorengeheul, wie man es sich für ein klassisches Rennspiel erwarten würde.
Steuerung
„Need for Speed: The Run“ können Sie auf zwei Arten steuern: per WiiMote und Nunchuk oder mit einem Classic-Controller. Beide Optionen funktionieren präzise, wenn auch die Nunchuk-Methode etwas intuitiver und ergonomischer wirkt und wir sie beim Test daher klar bevorzugten.
Einen Online-Multiplayer gibt es leider nicht, aber lokal im Splitscreen kann mit bis zu vier Spielern um die Pole Position gerungen werden. Der Mehrspieler-Modus macht besonders Spaß und ist durch die leichte Spielbarkeit und die nicht zu langen Strecken auch auf Partys der Renner.
Abschließende Kommentare und die Zusammenfassung gibt's auf der nächsten Seite.
Atmosphärisch leidet „Need for Speed: The Run“ leider stark unter den vielen gescripteten Sequenzen auch während der Rennen. Bestimmte Passagen und Events „müssen“ stets geschehen, egal, wie gut Ihre Fahrkünste sind. So wird man an speziellen Punkten stets von Polizeifahrzeugen bzw. Rivalen gerammt, unabhängig vom Vorsprung den man hatte, und auch ein Nitro-Boost oder plötzliches Bremsen lässt einen nicht entkommen. Bei gescripteten Passagen holen gegnerische Fahrzeuge auch bei Höchstgeschwindigkeit immer binnen Sekundenbruchteilen selbst größte Rückstände auf.
Zudem werden Rennen viel zu oft durch kurze Videosequenzen unterbrochen, die zumeist zu einer Art Event führen, bei denen nicht mehr der Rennspaß im Vordergrund steht, sondern man muss beispielsweise herunterfallenden Felsbrocken oder Gewehrfeuer ausweichen. Dies unterbricht die ohnehin schon sehr kurze Spielzeit immer wieder, die Spannung hält dadurch niemals lange an.
Zusammenfassung
„Need for Speed: The Run“ ist ein solides, wenn auch etwas kurz geratenes Rennspiel. Durch den gelungenen lokalen Multiplayer ist es der Renner auf Partys und Freunde des Genres können getrost zugreifen.
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